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Dan Medhurst knipst mit der Lomo LC-Wide

Dan Medhurst ist ein unheimlich talentierte Fotograf und hat daher schon mit ultra coolen Musikern wie Roots Manuva, Submotion Orchestra und Diplo zusammenarbeiten können. Seine analogen Wurzeln hat er nicht vergessen. Letztes Jahr hat er eine Ausstellung in London mit dem Titel 'East of my Youth and West of my Future' gemacht; bei seinen Reisen entstanden die Bilderreihen der Ausstellung, alle wurden mit einer alten Nikon 35mm SLR gemacht. Lies weiter und erfahre, was Dan letzten Sommer so mit unserer LC-Wide erlebt hat!

Name: Dan Medhurst
Land: Großbritannien
Kamera: LC-Wide (bei diesem Projekt) / Canon 5d2 meistens für die Arbeit / Nikon F90X für 35mm Filmaufnahmen / Mamiya RZ67 Pro II für Porträt- und Konzeptaufnahmen

Wie wurdest du professioneller Fotograf? Ist das ein Traumjob?

Vor etwa 12 Jahren dachte ich, das wäre etwas, das ich machen wollte und ich arbeitete hart, damit dieser Traum wahr wird. Am Anfang hab ich tonnenweise Filmrollen belichtet (die meisten war nicht besonders), um Erfahrung zu sammeln. Ich ging auf eine Kunsthochschule und studierte Fotografie, Video und Animation. Danach habe ich lange Zeit nach Fotografie-Jobs gesucht, aber daraus wurde nie etwas und am Ende dachte ich ‘jetzt oder nie’ und bin das Risiko eingegangen, selbstständig zu arbeiten. Seit 2007 bin ich selbstständig und es wird zum Glück jedes Jahr immer besser. Fotograf ist für mich auf jeden Fall ein Traumjob. Ich lebe dafür. Es muss einfach klappen, ich habe keinen Plan B.

Was ist die größte Herausforderung am Fotografenberuf?

Ich würde sagen, die Balance zwischen dem zu finden, was dich einerseits als Künstler interessiert (wenn ich das so sagen kann) und was es für dich aufregend und spannend wird, wenn du für Klienten arbeitest. Offensichtlich brauchen wir alle Geld zum Leben, deshalb ist die Verlockung groß, weiter für Klienten zu arbeiten und eigene Projekt zurückzustellen. Viel Arbeit für Klienten macht auch Spaß und führen zu tollen Bildern, aber es ist ja immer für jemand anderen und du kannst nicht wirklich sagen, es ist deins, wenn das irgendwie Sinn macht?

Du fotografierst auch viel analog – was gefällt dir so besonders an Analogfotografie?

Ich bin mit Film groß geworden und hab erst 2005 begonnen, digital zu arbeiten. Eigentlich war sogar ein wenig „anti-digital“ eingestellt, weil ich fand, dass digitale Bilder im Vergleich mit Film schrecklich aussahen. Ich finde aber, digitale Fotografie hat sich seitdem stark weiterentwickelt, aber es braucht oft viel Nachbearbeitung, damit es so gut aussieht, wie Filmaufnahmen es gleich tun. Ich hab mein Point & Click Projekt (mit einer Zenit LC-A) gestartet, weil ich ein paar ‘Alltagsaufnahmen’ machen wollte, weil ich eigentlich keine Schnappschüsse mehr machte und die Größe der Kamera fand ich toll. Auch wie die spontanen Bilder aussahen. Die sind das komplette Gegenteil zu meiner Arbeit.

Wir haben auch gesehen, dass du bei ein paar coolen Musikvideos Regie geführt hast, wie bei dem letzten von Pixelord / Kidkanevil – Wie unterscheidet sich das Filmen vom Fotografieren?

Obwohl ich ja Videografie an der Uni studiert habe, hab ich seit meinem Abschluss nicht wirklich etwas in diese Richtung gemacht und deshalb war das eine aufregende Herausforderung, das noch einmal zu versuchen. Im Grunde gibt es viele Ähnlichkeiten, die ich als Fotograf nutzen konnte (Ausleuchtung, Anweisung etc), aber man muss an viel mehr denken, wenn man ein Video macht; die Bewegungen, Geräusche, das Bearbeiten, die Einstufung und der ganze technische Kram, den ich auch über Kameras, Codecs etc lernen musste. Aber ich denke, mein Fokus wird immer auf Fotografie liegen, aber es ist toll, mit verschiedenen Medien arbeiten zu können.

Du hattest die Möglichkeit, viele Musiker und Konzerte fotografieren zu können – hast du einen guten Rat für Fotografen, die bei Gigs und Festivals fotografieren wollen?

Ja, ich habe 2002 damit begonnen, bei Konzerten zu fotografieren. Damals sah man kaum Fotografen bei einem Konzert, aber heutzutage mit den Digitalkameras sieht man fast 50! Ich glaube nur, dass es mittlerweile schwerer für Leute ist, die sich keinen Namen gemacht haben – aber wie bei allen Dingen, wenn du es nur genug willst, dann mach einfach. Ich finde es wichtig, dass du deinen eigenen Stil entwickelt und deine Arbeit kritisch betrachtest und sie analysierst, um sie zu verbessern. Aber geh einfach raus und übe! Es wird dann mit der Zeit leichter!

Wie war für dich das Fotografieren mit der LC-Wide? Welchen Rat hast du für Leute, die das erste Mal mit einer Kamera fotografieren?

Zuerst dachte ich, ich wäre nicht darauf vorbereitet, wie weitwinkelig die Linse ist und dass ich nicht nah genug an meinen Bildobjekten bin (ich war ja an die 32mm LC-A gewöhnt), aber als ich das heraus hatte, liebte ich die Bilder. Sie war der Kamera sehr ähnlich, die ich schon benutzt hatte, sie ist nur nicht auseinander gefallen, wie meine kaputte 1982 Zenit. Ein weiser Rat ist, in gutem Licht zu fotografieren und dann bekommst du wahrscheinlich auch gute Ergebnisse. Wenn das Licht schlecht ist, dann nimm Fritz the Blitz und geh nicht zu nah an dein Bildobjekt. Wenn du eine weitwinkelige Aufnahme in schlechtem Licht machen willst, dann lege die Kamera auf eine stabile Unterlage, damit das Bild nicht verwackelt. Experimentiere einfach und probiere neues. Das ist an sich ganz leicht.

Dein Lieblingsbild von deinen LC-Wide Bildern? Warum genau das?

Mir gefällt das, weil das eine Aufnahme von meinem Bruder ist und es ist irgendwie ein seltsames Porträt. Die weitwinkelige Linse betont den Korridor, in dem er stand. Ich hätte aber wahrscheinlich auch ein anderes nehmen können.

Und eins noch: Die seltsamste, witzigste oder schlichtweg großartigste oder ungewöhnlichste fotografische Begegnung, die du je hattest?

Ich habe wirklich Glück, dass ich durch die Fotografie so viel Reisen konnte und seltsame und schöne Orte sehen konnte. Ich habe so viele interessante und ungewöhnliche Menschen getroffen, dass es wirklich schwer ist, ein Erlebnis zu wählen. Aber Modeaufnahmen in einem Schlachthof zwischen toten Schweinen zu machen war auf jeden Fall ‘sehr merkwürdig’. Ich habe die Welt einige Jahre bereist , um ein persönliches Projekt namens “East of my youth and the West of my future” vervollständigen, ein Zitat aus dem Buch ‘On the Road’ von Jack Kerouac. Ich habe so viele tolle Erfahrung bei dieser Reise gemacht und insgesamt war das wohl die Arbeit, die sich für mich am meisten gelohnt hat. Aber witzigerweise ist es schwer, eine auszuwählen. Das Kidkkanevil Video mit den ganzen Mädchen zu drehen, die Grimassen schnitten, war sehr lustig. Ich stand neben der Kamera und gab Anweisungen und zeigte ihnen, wie sie denn die Gesichter verziehen sollten. Wir machten uns alle beinahe in die Hosen vor Lachen, weil wir so seltsame Gesichtsausdrücke machten.

Die Lomo LC-Wide glänzt mit der neu entwickleten 17mm Minigon Ultra-Wide Angle Linse. Dieses 35mm Kamerawunder ist der ideale Begleiter für deine Foto-Abenteuer. Sie produziert packende, bunte Bilder mit unglaublicher Sättigung und Kontrasten, und das auf 3 verschiedene Formate. Öffne deinen fotografischen Horizont mit der LC-Wide, verfügbar in unserem Shop.

geschrieben von tomas_bates, übersetzt von wolkers

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Der Originalartikel wurde in folgender Sprache verfasst: English.