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Unser Feiertags-LomoAmigo Cc-in-paris glaubt, dass „was die Fotografie angeht, die Lomographen die besten Bilder machen“. Hat sie nicht Recht?

Könntest du dich zuerst vorstellen – vielleicht mit einem interessanten Fakt, der die meisten Leuten überraschen wird?
Ich heiße Carolina. Ich bin Portugiesin, lebe aber in Paris und werde bald nach New York ziehen. Ich habe meine Promotion in Genetik und Zellbiologie (Ja, ich bin echt eine Laborratte) in Paris gemacht. Dieses Jahr habe ich meinen Abschluss gemacht (ja!). Ich werde in New York an Forschungsprojekten teilnehmen, die im Januar 2012 beginnen. Ich bin sehr aufgeregt und auch ein wenig nervös, was diesen großen Schritt angeht!!

Wie lange bist du schon Lomographin und wie bist du dazu gekommen?
Wenn ich zurückschaue, muss ich sagen, ich habe wohl immer Kameras geliebt. Als Kind bettelte ich meine Eltern an, dass sie mir eine Kamera kaufen. Aber statt dass ich die Pentax ME super von meinem Vater benutzen durfte, bekam ich eine Kodak Pocket Instamatic. Das war eine kleine Kamera mit 110 Film. Ich habe gerne Fotos geknipst. Leider habe ich die Kamera verloren. Als ich etwa 20 war, opferte ich meine Ersparnisse für eine schicke Canon Spiegelreflexkamera, die ich sehr liebe. Aber wenn ich jetzt sehe, zu welchen Preisen solche Kamera jetzt auf eBay verkauft werden, bricht es mir das Herz. Da will ich wirklich weinen.
Vielleicht war es die langweilige Perfektion der Digitalfotografie, vielleicht war es die ganze Geschichte mit meiner Promotion – jedenfalls hatte ich ein wenig das Interesse an der Fotografie verloren. Bis…ich eine Diana F+ in einem Hipster Magazin sah. Das ist ziemlich ironisch. Ich habe mich sofort in sie und die wunderschönen bunten Bilder verliebt. Ein missglückter Film und eine sehr teure Entwicklung in einem Speziallabor und die Diana F+ stand wieder im Regal.

Sommer 2010 nahm ich sie wieder vom Regal und hab sie nie wieder weggelegt! Ich besuchte einen LomoShop, holte mir ein paar Tips und ließ mir ein paar gute, preiswerte Fotolabore empfehlen. Ich fotografierte immer weiter und meine Bilder wurden besser. Letzten April nach meinem Abschluss erstellte ich mir ein Lomohome … und seitdem war die Lomographie für mich ein großes Abenteuer! Ich habe viele Lomographen getroffen – im echten Leben und online. Ich habe viele neue Freunde gefunden und viel gelernt! An der Community gefällt mir vor allem die Großzügigkeit. Die meisten Leute helfen dir von Herzen gerne, geben dir Tips und Informationen.

Deine Pläne für die Weihnachtsferien?
Packen. Zeit mit Freunde und Familie verbringen. Auf Wiedersehen sagen. Oh und absurde Mengen von Süßigkeiten essen.

Irgendwelche guten Vorsätze für 2012?
Oh, das Übliche – weniger trinken, mehr schlafen, besser organisieren und an einem Marathon teilnehmen. Weise fotografieren und ich will die Pinhole Fotografie lernen/meistern, meine eigenen Filme entwickeln und lernen, wie man in einer Dunkelkammer arbeitet.

Wenn du jedem hier einen Film und ein Lied empfehlen könntest, was würdest du wählen?
Ein Film und ein Lied?! Einen?! Das ist zu schwer. Ok, ich versuche es. Wenn ich nur einen nehmen kann, dann muss ich mit Bedacht wählen.

Wenn ich einen Film empfehlen sollte, dann würde ich wohl ‘Melancholia’ von Lars von Trier nehmen. Von Trier ist auf keinen Fall ein einfacher Regisseur und seine Filme sind immer grob (aus “Der Antichrist” wäre ich beinahe rausgegangen), aber sie sind auch eine Herausforderung. Er bringt dich zum Denken, er hat keine Angst dich zu schocken oder zu beleidigen. Genau das bringt die Filmindustrie weiter. Ich hatte das Privileg “Melancholia” bei der Weltpremiere (um 8.30 morgens) am Cannes Festival sehen zu dürfen. Der Film hat mich einfach umgehauen. Seine Bildauswahl ist fantastisch, die Musik (Wagner) lässt den Raum erzittern oder es fühlt sich zumindest so an. Und obwohl die Geschichte eigentlich sehr geradlinig ist – eine Wohltat – denkst du tagelang über den Film nach. Die Schauspieler sind einfach unglaublich, erinnerungswürdig, einfach monumental. Abgesehen davon handelt der Science Fiction Film von dem Planeten Melancholia, der auf die Erde trifft. Das ist so Science Fiction, dass ich mich sagen traue, er hat nichts mit dem berühmten binären Sonnensystem Tatooines zu tun. Dann gab von Trier die berühmt-berüchtige Pressekonferenz, bei der er sich darüber lustig machte, er sei ein Nazi. Seinen Witz verstand aber keiner und jeder erwartete, dass von Trier etwas Skandalöses machen würde. Wir alle fragten uns freilich, ob es falsch von uns sei, den Film so toll zu finden. Ich habe ihn in Paris nochmal angesehen. Ich muss zu meinem Wort stehen. Welche politische Einstellung von Trier auch haben mag, er ist ein brillianter Regisseur. Es ist vielleicht nicht mein Lieblingsfilm des letzten Jahres, aber er hat wirklich großen Eindruck hinterlassen.

Ich habe 2010 die meiste Zeit mit meiner Arbeit verbracht und konnte mich deshalb nicht besonders intensiv mit dem aktuellen Musikgeschehen befassen. 2011 hörte ich mir hauptsächlich Alben aus 2010 an. Aber anstatt von Sufjan Stevens oder Arcade Fire zu sprechen, werde ich das Album von 2011 anführen, dass ich wirklich liebe. Das Lied, dass ich empfehle ist “Sadness is a blessing” von Lykke Li. Mir ist durchaus bewusst, dass der Film und das Lied sehr depressiv wirken. Und Stellan Skarsgård spielt in “Melancholia” und dem Musikvideo zu “Sadness is a blessing” mit. Da ist ein Muster zu erkennen. Trauer ist Teil des Lebens, aber es ist wichtig, dass man sich nicht davon runterziehen lässt. Ich erfahre gerne, wie andere Leute mit Trauer umgehen. “Sadness is a blessing” ist ein wunderschönes Lied. Es hat mich tief bewegt. Und Lykke Li ist wirklich sehr begabt. Ich liebe ihr letztes Album “Wounded Rhymes”. Alles an diesem Album.

Deine liebste analoge Kamera?
Was fragt ihr als nächstes, ob ich Mom oder Dad mehr liebe? Ich beantworte das damit, welche Kamera ich am meisten verwende. Das ist zwar nicht das Gleiche, aber sei’s drum. Ich habe immer meine Lomo LC-A+ dabei. Sie ist kompakt, klein und verlässlich. Ich habe ein paar meiner besten Bilder mit ihr gemacht. Ich könnte niemals ohne sie leben.

Welche Kamera hättest du gerne als nächstes?
Das ist leicht. Die Horizon Perfekt.

Deine liebste Erinnerung an das letzte Jahr?
Es ist viel passiert in dem Jahr. Viele interessante Dinge sind passiert. Eine der besten Erinnerungen ist die, als ich erfahren habe, dass ich den “Mingling with the Stars” Rumble gewonnen hatte und dass ich zum Cannes Film Festival fahren würde (Danke Lomo!!!) Ich liebe Filme und jedes Jahr freue ich mich auf das Cannes Film Festival, wenn all die tollen Filme zum ersten Mal gezeigt werden. Da erfährst du tatsächlich, über welche Filme du das nächste Jahr am meisten sprechen wirst. Als ich erfuhr, dass ich hinfahren würde, war ich so aufgeregt, dass ich mich zwei Tage lang nicht auf die Arbeit konzentrieren konnte. Ich habe ein paar der besten Filme des letzten Jahres bei der Premiere gesehen. Das war fast wie ein Traum, der wahr geworden ist.

Und jetzt die schwerste Frage – dein Lieblingsbild aus dem letzten Jahr?
Ihr wollt mich quälen, oder? Ein Bild? Alle meine Lieblingsbilder des letzten Jahres stammen von anderen Fotografen. Aber ich glaube, ihr fragt nach einem Bild, das ich gemacht habe… also hier ist es. Ich hatte eine Filmrolle, die mich wirklich glücklich gemacht hat. Ich hatte diese Idee zu Doppelbelichtungen und sie sind gut geworden, auch wenn ich mit einem anderen Ergebnis gerechnet habe.

Auf diesem Bild aus dem Album ist ein Mädchen über Felsen. Aber sie ist gleichzeitig eine Blume, wie eine kleine Fee. Ich liebe wie man mit Filmen spielen kann. Bei diesen Doppelbelichtungen wollte ich die Textur von Blumen und Pflanzen mit der von Felsen, dem Meer und Sand kombinieren. Ich habe nicht mit Tinkerbell und dieser wunderbaren Überraschung gerechnet!

geschrieben von shhquiet, übersetzt von wolkers

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