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Photographer Richmond Lam fotografiert mit LC-A+

Der aus Kanada stammende Fotograf Richmond Lam hat sich kürzlich mit der analogen Welt wiedervereint und nimmt seine LC-A+ nun immer mit sich und verschießt so manche Filmrollen von Paris bis nach Montreal. Schau dir seine fantastischen Bilder an, die irgendwo zwischen Mode- und Alltagsfotografie einzuordnen sind.

Wahrer Name Richmond Lam
Stadt Montreal, QC
Land Kanada

Wie lange bist du denn schon Lomograph oder bist du ganz neu dabei?

Dank Tat und Justin von Lomography HongKong habe ich meine erste LC-A+ im Juli in die Hände bekommen, als ich gerade in Paris war.

Beschreibe die LC-A+ in fünf Wörtern.

Hmm… handlich, spaßig, retro, simpel und schwarz?

Eigentlich warst du vor allem ein professioneller Fotograf, der digital gearbeitet hat. Wie fühlt es sich an, wieder zurück in die Welt der analogen Fotografie zu kehren?

Da meine gesamte kommerzielle Arbeit aus digitalen Fotos besteht, ist die analoge Fotografie für mich eine wunderbare Abwechslung. Zwar waren meine ersten beiden Filmrollen eher katastrophal und ich habe ernsthaft angefangen an meinem fotografischen Talent zu zweifeln, aber irgendwie entwickelte ich trotzdem eine Neigung dafür und es ist so erfrischend und ein befreiendes Gefühl, nicht zu wissen, was bei deinen Fotos herauskommt. Es ensteht wieder diese Aufregung auf dem Weg zum Fotolabor.

Was reizt dich besonders an der Fotografie?

Ich bin schon immer eine “visuelle” Person gewesen und aufgrund meiner Schüchternheit ein heimlicher Beobachter meiner Umwelt. Vor einigen Jahren brachte mich meine Ex-Frau (die damals einen Abschluss in Fotografie machte) in Verbindung mit der Fotografie, mitten in einer persönlichen Midlife Krise.
Ich erkannte, dass ich wirklich gut darin sein könnte. Also borgte ich mir die alte Canon aus den 70ern von meinem Vater und fing ganz klassisch mit schwarz-weiß Filmen an. Und schau mich jetzt an: 6 Jahre später – arbeite ich als Vollzeitfotograf!

Das merkwürdigste, lustigste oder augenöffnenste lomographische Erlebnis, dass du je hattest…

Nun ja, ich habe ja meine LomoKamera erst seit einigen Monaten, aber es war sicherlich die Überraschungsgeburtstagsparty für meine Freundin Ximena. Sie hatte keine Ahnung davon, dass ein als Polizist verkleideter Stripper als hübsches Abenddessert auftreten würde.

Wenn deine hier gezeigten Fotos einen dazu gehörigen Soundtrack hätten, welcher würde es sein?

Chet Baker – Let’s Get Lost
The Aluminum Group – The World doesn’t spin on us
Belle & Sebastian – A summer wasting

Eine Person (schon verstorben oder noch lebend) die du sehr gerne einmal fotografieren würdest.

Morrissey, aber vielleicht eher als er noch etwas jünger war. Ich liebe seine Musik und er weiß, was er vor der Linse einer Kamera zu tun hat.

Welches ist dein Lieblingsfoto, das mit der LC-A+ aufgenommen wurde und wieso?

Ich liebe die Ergebnisse von schwarz-weiß Bildern und besonders liebe ich das wunderbare Foto von Coey Kerr, welches in Old Montreal aufgenommen wurde. Die Lichtverhältnisse waren schön und das Schimmern der Linse auf den Bildern war ein ganz unerwarteter Bonus für die abschließenden Ergebnisse. Sie sehen aus wie aus den 60er Jahren.

Deine Models sind wunderschön. Wer sind sie?

Oh, danke sehr, haha. Meine Freundin selbst ist auf vielen meiner Bildern zu sehen. Ohne wie ein Vollidiot klingen zu wollen, aber ich liebe es meine Freunde und ihre schönen Seiten auf Fotos festzuhalten.
Ein spaßiger Part der Arbeit ist zudem, dass man die Gelegenheit hat, mit kreativen Leuten zusammenzuarbeiten, so sind einige der “Arbeits”-Shoots von Murray und Natalie von den The Dears entstanden. Ich bringe meine LC-A+ mit zu den Shootings und am Ende des Tages nehme ich den PocketWizard, welcher ungefähr dieselbe Größe der Kamera hat, bringe ihn an der LC-A+ an und fange ein paar Schnappschüsse ein, was viel Spaß macht.

Stell dir vor, du hättest einen prall gefüllten Beutel mit Filmrollen, ein Flugticket und eine LC-A+ Kamera. Wohin würde es dich zum Fotografieren verschlagen und wieso?

Ich muss gestehen, dass ich eher ein Stadtmensch bin….also mehr Faszination in Straßen- als Landschaftsfotografie finde. Vielleicht würde ich also nach Japan gehen und eine “Araki” aufreißen? Ha!

Gibt es einen Ratschlag, den du anderen Lomographen geben möchtest?

Alle Prinzipien der Fotografie sind auf die Lomografie anwendbar, wie Belichtung, Komposition des Bildes, blah blah blah… Wenn du in Farbe fotografierst, dann versuche alles aus den Farben herauszubekommen und etwas lustiges und farbenfrohes zu tun. In schwarz-weiß arbeitet es sich mit Kontrasten einfach am besten!

Um mit diesem Interview abzuschließen: Gibt es kommenden Projekte? Bist du bereit um nach Asien zurückkehren?

Projekte…mmmmh…..Persönlich werde ich meine Porträitserie fortsetzen, aber ich habe auch einige neue Projekte gestartet, z.B. mit Paaren- seien es Liebepaare, Brüder,etc.

Könnte interessant werden. Ich arbeite zudem an einem Musikvideo, doch ich habe noch viel zu lernen, auch wenn es schon jetzt sehr spaßig ist. Und ich werde erneut mit dem Pop Montreal Festival in diesem Jahr zusammenarbeiten, was wieder fünf sehr intensive Tage bedeutet; gefüllt mit Rock´N Roll und keinerlei Schlaf.

Ja, vorallem möchte ich nach Hong Kong am Ende diesen oder Anfang des neuen Jahres zurückkehren. Ich möchte wieder für Magazine und Agenturen arbeiten. Also, wenn ihr Arbeit für mich habt, lasst es mich wissen!

geschrieben von tattso, übersetzt von lomiga

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