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Sarah Cunningham und ihre Tori Amos Diana F+

Sie schreibt Gedichte, spielt Klavier und macht fantastische Lomographien. In diesem LomoAmigo Artikel zeigt uns Strangelilgirl, dass man ein wenig Seltsamkeit für Kreativität braucht.

NAME: Sarah Cunningham
LAND: Oregon, USA
LOMOHOME: Strangelilgirl

Wie lange schon bist du Lomographin? Ich bin mir sicher, du bist nicht ganz neu auf dem Gebiet.
Ich hab meine erste Lomography Kamera, die Fisheye No. 2, im Juli 2007 gekauft. Ich kann mich noch erinnern wie neugierig und verwirrt ich war, als ich diese verrückte Schachtel mit den Lomographien drauf sah. Ich verschoss meine erste Rolle in einer Nacht mit Blitz und bekam ein paar abgefahrene Lichtschlieren. Ich konnte kaum glauben, dass die Bilder echt waren! Natürlich ging ich bald auf die Website und tauchte sofort in die Welt von Lomography ein. Ich erstellte ein LomoHome und gewann bald ein paar Rumbles. Jetzt kann ich mich kaum an ein Leben vor Lomography erinnern.

Beschreib die TORI Limited Edition Diana F+ in 5 Worten.
Elegant, feminin, feurig, fordernd, belohnend.

Was sind deine fünf liebsten Tori Amos Lieder?
Oh je, ich liebe und hasse diese Frage. Nur fünf? Ok.

1. Muhammad My Friend
2. Sweet Sangria
3. Talula
4. Little Earthquakes
5. Cloud on My Tongue

Was für eine Art von Klavierspielerin bist du?
Ich bin Anfängerin was die technischen Fähigkeiten und das vom Blatt spielen angeht, aber ich kann “Für Elise” und sogar “Winter” von Tori Amos ganz gut spielen. Mein Klavierlehrer ist immer noch hin und weg, dass ich diese ganze Phase, in der man lernt, Noten richtig zu lesen, übersprang und direkt dazu überging, ganz Stücke aus dem Gedächtnis zu spielen. Darauf läuft es sich hinaus: motorisches Gedächtnis. Sobald ich etwas raus habe, verwerfe ich den Gedanken an die Musik und fühle einfach und spiele drauf los. Ich arbeite gerade daran sorgfältiger zu werden und will lernen, wie man vollständig Noten liest und etwas über Musiktheorie erfahren. Ich hab eine lange Liste mit klassischen Stücken, die ich gerne lernen würde, darunter auch zwei Bücher mit Tori Amos Klavierstücken von ihren CDs “Little Earthquakes” und “The Beekeeper”.

Du hast erwähnt, dass du Projekte magst, die “mehr als ein Genre einbeziehen” und dass du versuchst, bestimmte fotografische Methoden auf dein Schreiben anzuwenden. Kannst du das bewerkstelligen? Das hört sich ziemlich krass an.
Als Künstler glaube ich, dass lineares Denken oder Denken auf einem Level sehr hemmend ist und zu einer schlechten Gewohnheit wird. Ich glaube auch, dass diese Art der Übertragung in nur einer Sprache — wie eine Übertragung zwischen Genres und Dingen — die Dinge “wirr” macht und von einer einfachen Abhandlung bewahrt. Denk an eine Collage mit verschiedenen Interessensrepräsentationen. Ich lese gerade ein Gedichtband von Joshua Marie Wilkinson, namens “Selenography” und er arrangierte alte Polaroids eines Freundes immer neben einer Textseite; es ist wunderbar! Die Stimmung eines jeden Bildes und Gedichts ergänzen einander und heben die Vorzüge des anderen Elements hervor. Ich habe entdeckt, dass wenn ich schreibe, dies mit verschiedenen Ansätzen mache — vielleicht etwas berechenbarer? — so wie wenn ich mit einer Filmkamera herumrenne und meinen Lomo-Blick draufhabe. Also was ich versuche, ist mehr Gedanken darauf zu verwenden, wie ich fotografiere — wie ich es angehe, wie ich Spaß daran habe, was meinen Blick auf sich zieht — und diese Techniken wende ich auf anderen Gebieten, wie Schreiben, an. Mit anderen Worten, ich übertrage die 10 goldenen Regeln auf andere Gebiete.

Gleichzeitig gefällt mir die Idee, dass man sich ans Klavier setzen kann und die Tasten lernt und ihre Unterschiede, die Methoden, die Berechnung und die Theorie und ich wende diese reguläre Sorgfältigkeit auf künstlerische Bemühungen an. Wie kann man Gedichte schreibe, die Übersetzungen von Musik sind? Das wüsste ich gern.

Ich hab gerade mein eigenes Genre überschreitendes Projekt abgeschlossen. In der Tat beinhaltet es Fotografie, die goldenen Regeln, die fünfte Prophezeiung, poetische Interpretation und von Hand gemachte Volksbücher. Schau sie dir in meinem LomoHome an!

Was ist dein Lieblingsbild, das du mit deiner Tori Amos Diana F+ gemacht hast?
Es steht unentschieden: Ich bin total stolz auf die Mehrfachbelichtungen von meinem Freund Kevin auf die ersten zwei Rollen. Es war immer ein wenig nervenaufreibend mit einer neuen Kamera zu schießen, egal wie erfahren du bist. Was ich mit diesen Fotos tun wollte, war eine Geschichte zu erzählen, indem ich ihn in verschiedenen Posen bewegen ließ und nur ein wenig weiterdrehte, sodass sich die Bilder überlappten. Ich finde, das hab ich hinbekommen.
Das andere Bild, das mir so gefällt, ist von der dritten Rolle, das in dem Kevins Füße eine Pflanze einrahmen. Das wurde in Selma, Oregon gemacht, die Gegend in der Kevin aufwuchs und ich finde die Farbgebung ist klasse. Ich steh auch auf Fotos, die ganze Menschen Körperteilen gegenüberstellen.

So zum Spaß, kannst du ein bisschen was darüber schreiben?
Ich kann das sogar besser. Hier ist ein Vorgeschmack auf das Lomo Gedichtsbuch, das ich fertig gestellt habe und diese besondere Stück war nicht nur von der vierte goldenen Regel beeinflusst, sondern auch von Tori und dieser Kamera:

one day, she awoke
and her waist looked like hand grenades
and she couldn’t wait to become someone
who liked noise and fire

her days had been limited somewhere between
a couple meters above the ground
so she made a flip book of giant moving trucks
bursting through unflattering bridges
instead of doing her usual work with flat things,
folded things and things
that make a girl feel disposable

instead of walking down supposed-to streets
she began routinely letting out
little bursts of light on all sides of her
and by all sides she meant
the people that folded hat boxes,
the people that sifted baking powder,
the people made her notice
knees and slugs and interstates,
all of which she became obsessed with
moving her limbs in sync with each one
until she became a million reflections

one day, she fell asleep
having forgot about safety margins
because wearing gloves for her
was no longer a source for heat or color,
she spent her time now
shaking hands in front of globes
and throwing her arms about like burrows of taffy
convincing people that shyness
is a thing for the worms
and that even bugs
at the end of the day
want to lower their arms

Dein Freund und Mitlomogaph, Artvandelay, ist auf vielen deiner Bilder. Sind deine Fotografie-Ausflüge geplant oder passiert das einfach aus der Situation heraus?
Ich würde sagen, teils teils. Großartige Fotografiemöglichkeiten kann man ja nicht vorhersagen und deshalb versuchen wir, immer Kameras und Film dabeizuhaben. Aber wir setzen auch Zeiten für Reisen, Autofahrten fest, die wir dokumentieren. Kürzlich haben wir viel Zeit am Fluss verbracht und Kevin hab ich eine Lomography Fisheye No. 2 zum Geburtstag gekauft, zusammen mit dem Unterwassergehäuse. Wir können es nicht erwarten, damit Spaß zu haben!

Kommen deine Katzen mit ihm klar?
Sie haben ihn sozusagen adoptiert! Von all meinen Freunden und Familienmitgliedern mögen sie Kevin am meisten (wohl aus den gleichen Gründen wie ich!). Boots ist mehr der Mamatyp, der mir wie ein Baby überall hin folgt, hingeben scheint Maika an Kevins Hüfte befestigt zu sein. Es ist so süß.

Das seltsamste, witzigste oder besonderste lomographische Erlebnis, das du je hattest.
Lomography bot mir die Möglichkeit auf eine Art Freunde zu treffen, die ich nie für möglich gehalten habe. Es haben sich nicht nur feste Bindungen durch Kontakte auf der Seite entwickelt, sondern ich hatte auch schon die Chance zwei Leute in echt zu treffen (und es warten noch viele Gelegenheiten weitere zu treffen)! Kevin und ich reisten im Juni an der Ostküste gemeinsam mit VtayehNYC, Philly, Baltimore, D.C…. wir waren sogar zusammen Fallschirmspringen! Und damals im Dezember hatte ich das Glück zwei Wochen in Japan zu verbringen und dort traf ich Takuji und verbrachte Zeit mit ihm. Über den netten Abend in Tokio kannst du hier etwas lesen: Izakaya no bangohan.

Die Reise nach Japan war besonders cool, weil wir zufällig bei der großen Eröffnungsparty der neuen Location des Lomography Gallery Stores in Tokio waren. Es war so surreal, in einem Raum voller unbekannter Leute zu stehen, die anderen Sprachen sprechen und wir alle hatten die gleichen Kameras um den Hals, hielten unsere Hände hoch und machten Fotos voneinander im überfüllten Raum. Wir posen sogar zusammen als wären wir die besten Freunde. Das Verbündnis durch Lomography ist sofort da und ganz anders, als alles was ich kenne.

Kannst du uns ein paar Tipps geben, wie man das Beste aus der Tori Amos Diana F+ herausholt?
Ebenso wie man versucht großartige Gedichte oder Lyrik zu verstehen, wie Toris Lieder, kannst du nicht immer deine eigene feste Meinung oder dein Verständnis hineininterpretieren. Warum überhaupt? Muss alles Sinn machen? Ich denke da an Leute, die Kunst oder Dichtung blicken wollen und sagen, ich schnalls nicht?… als ob das schlecht ist! Manchmal musst du die Dinge so belassen und Bedeutung muss nicht immer mit einer eindeutigen, schönen Schleife versehen sein. Ich finde das trifft auf die Tori Kamera und Lomographien generell zu. Wie die achte und neunte Regel, du musst nicht immer kapieren, was abgeht. Da ist so viel, dass man als ästhetische Schönheit ansehen kann — so wie ein Wort dir scheinbar aus dem Mund schlüpft oder der Prozess wie ein Bild mit einer Filmkamera komponiert wird — wenn man Definitionen in Kunst reinzwingt, kann das etwas von der Kunst selbst wegnehmen, vor allem bei lomographischer Kunst. Fühl die Kamera in deinen Händen, lass sie Plastik sein und schön und einfach. Fühl den Moment und du wirst total ehrliche und echte Bilder bekommen.

Mach bei unserem großen Tori Amos Wettbewerb: Inspiration Berlin mit und gewinne fantastische Preise, u.a. eine TORI Limited Edition Diana F+ Kamera.

geschrieben von sleepswimming, übersetzt von wolkers

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Der Originalartikel wurde in folgender Sprache verfasst: English.