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LomoAmigos - Permanent Unit knipsen mit der LC-A+

Über den Wolken: Die kreativen Street Artists von Permanent Unit haben die LC-A+ in höhere Spähren mitgenommen.

Erzählt uns etwas über Permanent Unit! Wer gehört zur Crew und was macht ihr?
Simon: Also wir sind grundsätzlich zu viert, der Georg Dinstl, der Oliver Toman, Josef Karl Wurm und meine Wenigkeit Simon Lemmerer. Uns gibt es offiziell seit 2007, kennen uns aber alle schon viel länger durch unser gemeinsames Hobby, dem Graffiti-malen. Unsere kleine Firma ist in zwei Bereiche unterteilt, es gibt zum einen die Werbeagentur in der wir klassisches Grafikdesign, Illustration und Werbung produzieren, und dann noch die Werkstätte, in der wir analog gestalten. Das heißt alles was Gestaltung braucht, wird von uns gestaltet.

War dies euer erster Kontakt mit Lomography, oder gab es schon frühere Erfahrungen?
SImon: Also ich bin ja seit einigen Jahren auch als Snowboardfotograf unterwegs, da waren meine ersten LOMO Kontakte schon relativ früh, ich glaube die erste LC-A die ich in der Hand hatte war die vom Ludschi Anfang der 00 Jahre. Oliver hat sich dann relativ früh eine LC-A und eine Holga gecheckt, ich denke so um 2004, ich bin erst vor zwei Jahren auf den Zug aufgesprungen und hab mir die LC-A+ gecheckt. Seit dem hab ich sie eigentlich immer mit dabei, seit neuestem auch mit dem Instant-Rückteil, das mir besonders viel Freude macht.

Was verbindet eure Arbeit mit Lomography – oder anders gefragt: Wie analog ist Permanent Unit?
Simon: Also wie schon oben erwähnt, ca. 50% unserer Arbeit spielt sich analog ab oder hat einen analogen Hintergrund. Viele Illustrationen oder Designs basieren auch auf analogen Skizzen, Raumgestaltungen und ähnliches machen wir sowieso nur von Hand, also hmmm analog ist ziemlich gefragt bei uns! Es ist auch irgendwie die Gestaltungsform, die uns am liebsten ist. Sie ist am nähesten als Handwerk selbst zu bezeichnen. Ein Computer kann im Endeffekt keinen Stift oder ähnliches ersetzen, mit dem man direkt aus der Hand malt.

Wie war eure Reaktion als ihr erfahren habt, dass ihr in den exklusiven Kreis der LomoAmigos gewählt wurdet?
Simon: Wir haben uns sehr gefreut, vor allem haben wir so auch eine super Möglichkeit, die Leute ein bisschen hinter die Kulissen unserer Arbeitsweise blicken zu lassen. Außerdem haben wir so viele gute Fotos herumliegen, die sollten nicht nur in unseren Fotoalben vergammeln, sondern auch irgendwo präsentiert werden!

Welche Kamera habt ihr getestet und wer hat die meisten Bilder geschossen?
Simon: Also ich selber verwende die LC-A+ als Standard- aber auch als Instantausführung. Ich hab mir gleich nachdem es rauskam das Instantrückteil gecheckt und hab bis jetzt ca.100 Fotos damit geschossen. Ich bin ziemlich begeistert davon, vor allem kann man echt super experimentieren, das konnte man mit den alten Polaroidkameras eher weniger. Ich hab mir auch ein analoges Fotoalbum gebastelt, mit schöner Beschriftung der Fotos. Man kann also sagen, ich hab echt Freude damit. Zum zweiten hab ich noch seit Oktober 09 eine original russische Horizon, mit der ich aber erst ca. 4 Filme verschossen hab, die ich jetzt aber vermehrt verwenden möchte, da ich mir endlich einen handlichen Belichtungsmesser gecheckt habe und grade bei der Horizon viel durch Belichtungsfehler daneben gehen kann.

Zu welchen Events, Parties, Plätzen habt ihr die Kameras mitgenommen? Wo habt ihr am meisten Fotos gemacht, könnt ihr die Fotos aus eurer Gallery kurz beschreiben?
Simon: Wie schon oben erwähnt, hab ich die Kamera auch echt so gut wie überall mit, seit einem halben Jahr auch immer die Instant-Ausführung. So fällt bei unseren Fotos sicher auch auf, dass sie einen guten Querschnitt widerspiegeln. Ich bin auch begeisterter Segelflieger, hab die LC-A+ neben einer kleinen digitalen Kompaktkamera auch immer dabei im Cockpit, das Ergebnis kann man auch in der Gallery sehen. Ansonsten versuch ich halt – wenn ich nicht darauf vergesse – schöne Stimmungen oder Situationen zu dokumentieren. Mir gehts meistens eher weniger um die Kunstform Lomographie an sich, bei der ja der Zufall eine große Rolle spielt, sondern eher um die Beschreibung der Situation. Das is mir eigentlich wichtiger als ob das Foto jetzt “arty” ausschaut oder nicht. Der Zufall ist halt eine große Konstante beim Fotografieren mit LOMOs, das gefällt mir schon sehr gut.

Gab es lustige Reaktionen auf die Kameras von Freunden, Fans, etc.? Irgendwas, was unbedingt gesagt werden muss?
Simon: Mir fällt da jetzt nichts besonderes ein, vielleicht eine kleine Geschichte die ich jetzt dann in Zukunft machen möchte: Ich werd mit Hilfe des Fernauslösers mal die LC-A über mein Cockpit im Segelflugzeug kleben mit Gaffa, das wollt ich mir jetzt mal im Frühjahr anschaun wie das dann ausschaut.

Die seltsamste, lustigste oder zweifellos großartigste fotografische/lomographische Begegnung, die ihr jemals hattet?
Simon: Also ich hatte in letzter Zeit öfter witzige Situationen, vor allem mit der Instant. Ich mache meistens von Freunden 2 Fotos, damit ich eins in mein Buch geben kann und das zweite verschenk ich dann an das Motiv, sozusagen. Da kommt es öfters vor, dass trotz 2 Mal genau gleichem Licht und Belichtung halt die beiden Instant-Fotos komplett anders aussehen und ich mich dann immer entscheiden muss, welches Bild ich behalte. Das ist echt oft eine sehr schwierige Entscheidung, da die Bilder oft ähnlich geil aussehen.

Wenn die Bilder, die wir hier sehen einen Soundtrack aus drei Liedern haben könnten, welche würden das sein?
Simon: also mein Soundtrack zu den Bildern wäre:

  • Wolfmother – White Unicorn
  • The Cure – Close to me
  • Santigold – Lights out

Digital oder Analog – Warum?
Simon: Ich nehme den Großteil meiner Fotos digital auf – workflow bedingt, muss aber trotzdem der analogen Fotografie den Vorrang geben. Einerseits ist es halt die Möglichkeit, das Medium Film auch anzugreifen. Haptik spielt in unserer Gesellschaft in Zukunft hoffentlich wieder eine größerer Rolle. Andererseits find ich halt, dass man mit analogen Kameras – sei es jetzt LOMOs oder analoge SLRs – viel mehr sein Kompositionsgefühl schärft, natürlich auch die wichtigste Eigenschaft eines guten Fotografen, das Gefühl für den richtigen Moment. Ich kenne so viele Fotografen, die sehr wenig oder gar nix analog fotografieren, hier sehe ich auch immer, dass die Leute einfach 3-5 Bilder unüberlegt machen und sich dann das beste daraus aussuchen. Wenn du einen Film drinnen hast, dann musst du dir halt überlegen, wie und wo du deine Bilder machst. Noch viel mehr, als wenn du digital drauflos-ballern kannst. Und das ist, finde ich eigentlich, das Wichtigste was man halt durch analoges Fotografieren erlernen kann.

Dinge, die ihr an der Kamera schätzen gelernt habt – was macht sie einzigartig für euch?
Simon: Also ich finde, dass man nich genau weiß, wie ein Foto ausschaut nach der Aufnahme – eigentlich das Spannendste an der LC-A. Natürlich kann man ungefähr sagen, wie es dann ausschaut, aber ein gewisser Unberechenbarkeitsfaktor ist immer dabei. Vor allem bei der LC-A+ Instant is es schon immer eine geile Sache, wenn das Foto rauskommt und du erst nach drei Minuten Gewissheit hast, ob du was falsch gemacht hast und das Foto nochmal machen musst. Aber es is halt eh wie bei jeder analogen Kamera: Umso mehr Fotos du machst, umso besser wird dein Gefühl dafür.

Eure Ratschläge für zukünftige LC-A+ Nutzer?
Simon: Hmm also wichtig ist einfach am Anfang mal alles durchzuprobieren, mit ein paar Filmen auch zu experimentieren, Doppelbelichtungen usw. So bekommt man wirklich ein gutes Gefühl für die Kamera. Am Anfang hatte ich einige unscharfe Bilder dabei, bin halt SLRs gewohnt gewesen, da is das Scharfstellen halt ganz was anderes. Das is vielleicht am Anfang eines der schwierigeren Dinge an der LC-A+, dass man das nicht vergisst. Ansonsten habt einfach Spass mit euerer LC-A+, sie wird euch eine lange Zeit begleiten und euch gute Dienste erweisen!

Permanent Unit Website

Geschrieben von somapic

Ein Kommentar

  1. wil6ka

    wil6ka

    that's entertainment!

    vor fast 4 Jahre · Spam melden

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