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Urlaubserzählungen: Die Atacamawüste

Als unerschrockene Reisende sind wir nicht nur ständig auf der Suche nach neuen Abenteuern, sondern wir versuchen auch die tollsten Momente für euch festzuhalten, um euch dann die Geschichten, die dahinter stecken, zu erzählen. In diesen Artikeln der "Fernweh Serie" wollen wir euch die spannendsten Urlaubsfotos von verschiedenen Lomographen zusammen mit den Reisegeschichten, die dahinter stecken, zeigen.

Foto von ghidini

Das wunderbare Panoramafoto oben sieht so unwirklich aus, und noch viel faszinierender ist es, wenn man die Geschichte dahinter kennt. Neugierig wie ich bin, erkundigte ich mich bei ghidini nach der Geschichte hinter dem Foto, welches in der Atacamawüste aufgenommen wurde:

“2011 besuchten meine Frau und ich die Atacamawüste, weil wir Silvester an einem einzigartigen, magischen Ort feiern wollten. Wir verbrachten 8, 9 Tage dort. Die Anreise nach San Pedro de Atacama war gar nicht so einfach. Es ist ein langer Flug von Brasilien nach Chile, dann flogen wir weiter nach Santiago, dann nach Calama und von dort aus waren es noch einige Autostunden bis wir die Stadt erreichten. Aber wie man sehen kann, hat sich die lange Reise gelohnt – dieser Ort ist einfach einzigartig.”

“Da ich wusste, dass das Licht fantastisch sein würde – freier Himmel, keine Wolken und auch keine Zivilisation in der Nähe – beschloss ich nur langsame Filme, wie ISO 100 oder 50, und hauptsächlich Diafilme mitzunehmen. Aber ich wollte auch ein paar Low-fi Bilder machen, die wir Lomographen ja so lieben, und deshalb kaufte ich eine gefälschte Plastik Panorama Kamera: eine 2WayVista, im Grunde nur eine Einweg-Kamera, die man aber neu laden kann.”

Und sie wurden auch wirklich mit einem wunderschönen, klaren, blauen Himmel belohnt. Aber was ist das eigentlich für ein blaues Ding, auf dem er da steht? Ich musste die dumme Frage einfach stellen: Ist das Sand? Hatten die Lichtverhältnisse damit etwas zu tun?

“Nein, Sand ist es nicht, das ist Salz. Eigentlich ist es ganz weiß wie Schnee, jedoch hart wie Stein. Und da eine dünne Schicht Salzwasser darüber liegt, schimmert es so blau. Diese winzigen dunklen Flecken, die man auf dem Foto sieht, das sind eigentlich Lichtflecken, die entstehen wenn die Sonne auf das Wasser und Salz scheint.

“Dieses Foto entstand völlig zufällig. Die beiden Schatten, die man sieht, das sind meine Frau und ich. Ich sah meinen Kumpel vor mir und so kniete ich mich schnell hin und schoss aus der Hüfte heraus. Das war einfach Glück – oder mir fiel gerade eine der zehn Regeln ein: Nicht nachdenken, einfach abdrücken!”

Als ich die restlichen Fotos seines Chile Albums durchsah, bemerkte ich, dass er Recht hatte. Es ist Salz – sie waren ja auch schließlich in Salar de Atacama, welches das größte “Evaporit Becken” :http://en.wikipedia.org/wiki/Salt_pan_(geology) in Chile ist. Die Salzkrusten und die Wasserstellen, die sie entstehen lassen, sind in den unteren Fotos gut ersichtlich:

geschrieben von plasticpopsicle, übersetzt von mudi

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Der Originalartikel wurde in folgender Sprache verfasst: English. Den Artikel gibt es auch auf: Français.