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500 Days des wahren Los Angeles

Für viele Außenstehende ist Los Angeles so, wie es von Hollywood dargestellt wird - eine goldene Strandstadt dreister Oberflächlichkeit. Doch der Film, 500 Days of Summer, offenbart, dass es viel mehr als das ist.

Ich liebe den Film 500 Days of Summer, nicht auf Grund der ersten skurrilen made-in-heaven Paarung Joseph Gordon-Levitt und Zooey Deschanel, wegen der nichtlinearen Handlung oder wegen der Eigenheiten. Das alles ist nur das Sahnehäubchen auf dem Kuchen. Ich liebe ihn, aus einem einfachen Grund: Er macht etwas sichtbar, das bis jetzt von Hollywood verborgen wurde – das wirkliche Los Angeles.

Als ein Freund aus New York, der bis vor kurzem diese unerklärliche Abneigung gegen Los Angeles hegte, mir erzählte, dass er diesen Film liebt, ergriff ich sofort die Chance ihn auf einen 500 Days of Summer Spaziergang mitzunehmen, sodass er die verschiedenen unterschätzten Teile von LA zu sehen bekommt, die in diesem Film wundervoll dargestellt werden.

Für viele Außenstehende wie ihn ist Los Angeles eigentlich nur eine größere Produktion von The Hills oder Baywatch oder was für einen sonnigen Kalifornien-Film sie auch immer gerade gesehen haben über heiße Mädchen und Surfertypen, die in einem teuren Sommerhaus am Strand leben. Es ist wirklich nicht ihre Schuld. Die Filmindustrie hat LA so sehr “Hollywoodisiert”, dass es in der populären Kultur eine oberflächliche Stadt schöner Strände, palmengesäumter Straßen, gebräunten Mädchen mit blondierten Haaren, teuren Cabrios und Premieren auf dem Roten Teppich geworden ist.

Die Leute nehmen kaum noch wahr, dass dies die hollwoodisierte Version ist, und nur ein kleiner Teil davon der Realität entspricht.

Statt der Norm zu folgen, tat 500 Days of Summer etwas ganz wunderbares. Diese hollywoodisierte Version von LA wurde übergangen und stattdessen wurde die beste Architektur zur Schau gestellt, was mehr ist als nur ein Hauch frischer Luft. Und obendrein deckte der Film auf, dass wir uns nicht nur den ganzen Tag im Sand aalen, mit Früchten und Schirmchen dekorierte Drinks schlürfen, und uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Er deckte auf, das wir in LA es auch gerne mögen, in Parks zu sitzen, alte Filme in alten Kinos anzuschauen, die Zeit in Plattenläden und Kunstgalerien zu verbringen, dass wir guten Kaffee mögen, der nicht von Starbucks sein muss, dass wir Karaoke lieben und ja, viele von uns lieben wirklich The Smiths.

Er zeigte, dass Los Angeles mehr ist als nur Glitzer und unechter Glamour, unter unserem sonnigen blauen Himmel befindet sich ein Schmelztiegel von Kulturen, die von Mainstream bis Indie reichen, von amerikanisch bis asiatisch, über den mittleren Osten bis Europa, und es zeigt sich, das es jenseits unserer Strände und Anlegestellen alte romantische Architektur gibt, welche die Menschen an die alte Pracht vergangener Tage erinnert, an die Tatsache das es nicht immer um Hollywood und Filmstars ging. Auch wurde klargestellt, dass der Durchschnitt der hübschen, gebräunten Leute wirklich Menschen sind, die ihre Zeit nicht nur damit verbringen sich in der Sonne zu aalen, sondern in ihre Kunst oder ihr normales Berufsleben eintauschen und ein ganz normales Leben haben.

Auf den Fotos oben: Tom Hansens (Gordon-Levitt) Lieblingsplatz am Angels Knoll, ein kleiner unscheinbarer Park; Angel’s Flight; Blick vom Grand Central Market; dem klassischen und wunderschönen Bradbury Building, das in vielen bekannten Filmen, Videos und Shows erschienen ist; “LA’s first skyscraper” (Tom Hansen, 500 Days of Summer), Braly Block; Hotel Barclay, wo Tom und seine Freunde rumgehangen sind; Old Bank DVD, das im Film als Plattenladen diente; im Old Bank DVD.

geschrieben von blueskyandhardrock, übersetzt von ichdaschaos

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