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Die Calanques von Marseille: Sugiton und Marseilleveyre

Ich glaube, genauso müssen sich die großen Entdecker damals gefühlt haben, wenn sie einen Ort gefunden haben, den sonst noch keiner kannte. Ein Mädchen aus der Stadt, das aus einer flachen Gegend kommt - voller Gebäude. Niemand hätte gedacht, dass es mich je hierhin verschlagen würde - in mehr als einer Hinsicht!

Obwohl meine Heimatstadt zu den reichsten Städten der Welt gehört – in diesen Teil der Welt zu reisen ist für die meisten Luxus. (Aber dank des nachlassenden Euros ist diese Reise billiger als sonst). Ich hätte erwartet, dass ich in der Innenstadt shoppen gehen würde, in Cafés und Restaurants essen und meine Zeit eigentlich hauptsächlich an den Ort verbringen würde, wo ich mich wohlfühle.

Dieser Ort ist ein Strand an dem man an einem kalten Herbsttag ein paar Sonnenstrahlen tanken kann.

Les Calanques ist der Name dieser berühmten Hügel und Berge aus weißem Stein, die die Landschaft von Südfrankreich prägen. Hier könnt ihr die Kalksteine sehen, die sich an der Küstenlinie befinden. Wo die Wellen auf den Stein treffen und einen Zufluss formen – das wird Fjord genannt. Es war das erste Mal, dass ich davon gehört habe und ich hatte während meines 10-tägigen Aufenthalts Zeit mir die Calanques anzusehen.

Da ich aus einer tropischen Klimazone komme, die oft als “heiß und feucht” beschrieben wird, war der Spaziergang, der die Hügel hinauf zu dem kleinen aber großartigen Strand führte, ziemlich anstrengend. Ich weiß nicht, ob es die dünnere und trockenere Luft war, die ich nicht gewohnt war oder der steile Weg, für den ich meine Knie teilweise doch ziemlich hoch heben musste – die dreiviertel Stunde war jedenfalls ziemlich anstrengend.

Während ich keuchte und schnaufte und alle 15 Minuten eine Pause mit Wasser und Müsliriegel brauchte, kletterten kleine Kinder an mir vorbei. Unnötig zu sage, dass ich mich zum ersten Mal in meinem Leben wie eine Großmutter fühlte und im Stillen habe ich diesen netten Typ verflucht, der meinte, dass dieser Spaziergang kein großer Aufwand für mich sein würde. Mein Land ist einfach zu flach und das ist wahrscheinlich die erste von einigen einzigartigen Erkenntnissen meiner philosophischen Gedankengänge, als ich dort an diesem steinigen Weg war und versuchte positiv zu denken.

An meinem zweiten Tag in Marseille, Frankreich, war ich bei den Calanques in Marseilleveyre. Zu meinem Verdruss kam noch, dass ich hörte, dass viele Familien hier zum Sonntagsspaziergang her kommen.

Ich habe das Angebot, drei Marseillaiser (zu deren Hobbies Bergsteigen in Nepal, Marathonlauf und Indienreisen gehörten) bei ihrer 3-stündigen Bergtour zu den Calanques von Sugiton zu begleiten höflich abgelehnt. Für diejenigen, die ihre Original-Knie auch nach dem 60. Lebensjahr benützen möchten habe ich gute Nachrichten: es gibt auch zwei Wege für weniger Sportliche: einen der nach unten in die schönen Calanques führt, und einen anderen, der auf die Spitze führt.

Ich habe mich für den nach unten führenden Weg entschieden und mit meinem Redscale Film experimentiert und dabei tolle Fotos (das hoffe ich zumindest) von den mediterranen Sträuchern gemacht. Die Pflanzen sind großartig – Kiefern und Eichen, die wegen der harten Wetterbedingungen ziemlich klein sind. Auf dem Boden gibt es winzige kleine Blumen, die in richtigen Büschen wachsen und viele Pflanzen mit bunten Beeren, rote, rötliche und erbsengrüne.

Große braune Vögel sind neugierig um mich herumgeflogen und ihr Zwitschern wurde von den umliegenden Bergen wiedergegeben. Das hat mich ziemlich ins tagträumen darüber gebracht, wie toll die letzten 3 Stunden waren: ich alleine – ausgenommen ein paar andere Spaziergänger, die einem in die Augen sehen und freundlich ‘Bonjour’ sagen!

Dann, nach, wie ich zuerst annahm einer weiteren Biegung der Straße – hat man auf einmal eine außergewöhnliche Aussicht von der Calanque von Sugiton vor sich. ‘Es ist meine liebste Calanque von allen,’ erklärte der Marathonläufer aus Marseille, der mich dazu ermutigt hat, diesen Weg auf mich zu nehmen, nachdem er die Angst auf mein Gesicht gesehen hat, bei dem Gedanken meine Knie noch einmal diesem Horror auszusetzen.

Die Aussicht hat mir die Tränen in die Augen getrieben, als noch dazu Nicki Minaj’s ‘Va-va-voom’ aus meinem iShuffle kam.

Ich stand da an der Biegung im Schatten der kleinen Kiefern, die Sonne in meinen Augen und der weiße Stein um mich herum und vor mir, in tiefem Blau – das Meer. Die Schönheit der Natur, diese Faszination – so etwas majestätisches und doch gleichzeitig bescheiden – ich hätte nie erwartet so etwas zu sehen. Und hey – ich habe den Platz wirklich erreicht!

Ich glaube genau so müssen sich die Entdecker damals gefühlt haben, als sie einen Platz gefunden haben, den sonst keiner kannte: ein eigenartiges Gefühl von Überraschung und Zugehörigkeit. Ein Stadtmädchen wie ich, dass vom Flachland voller Gebäude kommt. Niemand hätte gedacht, dass es mich je hierher verschlagen würde – und das in so vielerlei Hinsicht.

Wer hätte gedacht dass ich je hierherkommen würde: Calanque de Sugiton?

geschrieben von spiritedly, übersetzt von sisu14

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Der Originalartikel wurde in folgender Sprache verfasst: English.