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In einer so großen Stadt wie Berlin gibt es eine Menge Orte, die in Vergessenheit geraten sind. Hier und da kann man auf längst überwucherten Bahngleisen spazieren gehen, sich Überbleibsel aus der geschichtsreichen Vergangenheit der Stadt ansehen oder durch leere Fabrikhallen streifen. Manchmal wird ein solcher Ort auch für die Allgemeinheit neu entdeckt. Eben dies ist im Wedding mit einem ehemaligen Schwimmbad geschehen.

Das alte Stadtbad Wedding blickt auf eine lange Geschichte zurück. War es in den 50er und 60er Jahren noch einer der modernsten Bäderbetriebe Berlins, wurde das Bad 2001 aufgrund wirtschaftlicher Faktoren stillgelegt.
Nach einer ganzen Weile Stillstand und Zerfall erfuhren die außergewöhnlichen Räumlichkeiten schließlich unter dem Namen „Stattbad“ eine Wiedergeburt als eine etwas andere Location für diverse Events und Ausstellungen. Inzwischen ist das Leben längst in die leeren Schwimmhallen zurückgekehrt.

Im Zuge einer Locationbegehung für eine Veranstaltung hatte ich das Glück, mir vor einigen Wochen diese besonderen Örtlichkeiten ansehen zu dürfen. Regel Nr. 1 strikt befolgend hatte ich natürlich meine Diana Mini inkl. Blitz im Gepäck und war darauf vorbereitet, das Stattbad nicht nur als Eventlocation, sondern auch aus lomographischer Sicht unter die Lupe zu nehmen.

Wann hat man schon einmal die Chance, ein komplett leeres altes Schwimmbad zu besichtigen? Wer zufällig die Möglichkeit hat, sollte sich das auf keinen Fall entgehen lassen! Kaum stand ich davor, war ich von der Atmosphäre schlicht hin und weg. Drinnen in der seltsamen Stille der leeren Schwimmbecken und Garderoben ließ ich alles auf mich wirken und konnte kaum noch aufhören zu knipsen.

Zugegeben: alleine würde ich diese Räumlichkeiten nicht betreten wollen, denn durch viele unheimliche Grafitti, das diffuse Licht und das hohle Echo der eigenen Schritte fühlt man sich, gerade an einem grauen Herbsttag ein paar Wochen vor Halloween, doch sehr an alte Horrorfilme erinnert.
Ganz kurz stiegen da Gedanken hoch an damals, als ich mit 10 oder 11 Jahren heimlich das erste Mal Stephen Kings „Friedhof der Kuscheltiere“ gesehen hatte und danach ein paar Wochen nicht so gut schlafen konnte.

In genau dieser Atmosphäre verknipste ich zwei ganze Filme in der Hoffnung, etwas von diesen Eindrücken auch einfangen zu können. Nur wenige Tage später konnte ich mich davon überzeugen, dass das durchaus gelungen war!
Ich möchte euch hiermit unbedingt ans Herz legen, diese Location einmal zu besuchen. Veranstaltungen gibt es dort ja genug und ich denke, selbst wenn diese Räume voll mit Menschen sind, kann man sich der besonderen Wirkung des Ortes nicht entziehen. Es grenzt schon an Ignoranz, wenn das Herz da nicht auch aufgrund der lomographischen Neugierde ein paar Takte schneller schlägt!

Stadtbad Wedding

Geschrieben von stadtpiratin

Ein Kommentar

  1. gepo1303

    gepo1303

    oh wow, klasse. Ich liebe lost places.

    vor mehr als ein Jahr · Spam melden

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