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Ein Film-Fotograf in einer digitalen Welt: Alex Luyckx

Sein Twitter-Profil beschreibt Alex Luyckx aus Ontario als einen “Film-Fotografen in einer digitalen Welt.” Obwohl er sowohl in digitaler als auch analoger Fotografie ausgezeichnet ist, hat er doch einen leichten Hang und ein großes Herz für die analoge. Er wird aber auch als “Sucher verlassener Orte” und als “Nachsteller des Krieges von 1812”. Glücklicher Weise war es uns möglich Kontakt aufzunehmen, mit diesem Film-Liebhaber, der zustimmte uns ein Interview zu gewähren.

Bitte erzähl uns davon, wer du bist und was du machst.

Tagsüber bin ich IT-Profi und arbeite an einem College in Ontario, Kanada. Nebenbei bin ich freiberuflicher Fotograf (Veranstaltungen, Journalismus und Porträt). Meine anderen Hobbies sind unter anderem das Nachstellen historischer Schlachten, insbesondere die des britisch-amerikanischen Krieges von 1812, sowie die Recherche zur Geschichte dieses Krieges und die verlassenen Gebäude, die ich fotografiere. Wenn man einer beruflichen Hauptbeschäftigung nachgeht, ist es besser umso mehr Abenteuer nebenbei zu haben.

Wann und wie hast du mit der Fotografie begonnen?

Den ersten Kontakt zur Fotografie hatte ich 2002 in der High School, in einem medialen Englischunterricht. Ich hatte seit Jahren Kunst belegt ohne wirklich gut darin zu sein, abgesehen von technischem Zeichnungen. Ich entschied aufzugeben und den Englischkurs zu wählen, ich schnappte mir meine erste Kamera, eine Minolta Hi-Matic 7s und habe seit dem nicht zurückgeschaut!

Ich weiß, dass du sowohl auf Film, als auch digital fotografierst? Wann benutzt du Film, wann fotografierst du digital, und warum?

Ich fotografiere bei meinen professionellen Aufgaben, Hochzeiten, Journalismus und Porträts, meistens digital. Ich benutze aber auch Film, wenn ich auf Hochzeiten arbeite, besonders für die offiziellen Porträts und die Kunden lieben die Arbeiten auf Film immer. Film nutze ich auch für meine persönlicheren Projekte, meine beiden 52-Filme-Projekte, mein “Krieg von 1812”-Projekt und meine “Einen Bogen die Woche”-Fotografien.

Dein Twitter-Profil beschreibt dich als einen “Film-Fotografen in einer digitalen Welt”. Was war der Wendepunkt oder die Ursache, dass du Film der digitalen Fotografie vorziehst?

Das müsste 2009 gewesen sein, ich bekam eine Nikon F80 und ein paar Objektive als Geschenk und begann wieder auf Film zu fotografieren, nachdem ich einige Jahre ausschließlich digital fotografiert habe. Ich erinnerte mich schnell wieder daran, warum ich dieses Medium so sehr mochte. Ich will die digitale Fotografie nicht schlechtreden; Sie hat mir sicher zu meinen Kenntnissen und Fototechniken verholfen, aber Bildern von S/W-Film haben, im Vergleich zu einem umgewandelten Digitalbild, erwas besonderes an sich.

Welche deiner Kameras sind deine absoluten Favoriten?

Das ist eine schwere Frage! Ich muss sagen, meine Favoriten sind meine Nikon F4, Debonair (eine Plastik-Kamera-Kreuzung zwischen Diana und Holga), Rolleiflex 2.8F und meine Speed Graphic (4×5).

Ich weiß, dass du LomoHome hast und Lomography-Produkte genutzt hast. Welche der Lomo-Kameras magst du am liebsten?

Ich liebe eure Panorama-Angebote, die Horizon mit ihrer Schwing-Linse und die Sprocket Rocket; ich bin irgendwie ein Weitwinkel-Junkie!

Wie würdest du deinen persönlichen Foto-Stil beschreiben? Folgst du einer Reihe von Regeln, wenn du fotografierst?

Wie bereits gesagt liebe ich es weite und perspektivische Aufnahmen zu machen. Insbesondere in den verlassenen Gebäuden, die ich frequentiere.

Was inspiriert dich zum Fotografieren?

Das Fahren, seltsamer Weise schaue ich häufig nach Dingen, die ich fotografieren kann, wenn ich zur Arbeit oder wieder zurück fahre, dann kehre ich dorthin zurück, wenn meine, das Licht sei gut genug, tatsächlich ein Bild zu machen. Manchmal besuche ich erneut meine Lieblingsorte mit einer neuen Kamera und natürlich ebenso historische Stätten und verlassene Gebäude.

Erzähl uns von deinem Hauptwerk, Projekten und Kunden, auf die du besonders stolz bist.

Das ist zum einen mein 52-Film-Projekt des letzten Jahres, für das ich ein Jahr lang jede Woche eine Rolle Tri-X verschoss und sie selbst mit HC-110 entwickelte.

Ein Foto für Alex’ “52”-Projekt

Hast du zur Zeit irgendwelche Projekte an denen du arbeitest oder Ausstellungen?, Irgendwelche Links um diese zu bewerben? Wo können Fans weitere deiner Werke bewundern?

Mein aktuelles “52”-Projekt ist ein Jahr lang jede Woche einen Bogen Kodak Tri-X Pan im Format 4×5 belichten. Es ist etwas seltsam ein Projekt anzufangen, das so gut wie keinen Raum für Fehler lässt und zu wissen, dass man am Ende des Projektes 52 handgefertigte Bilder haben wird. Man kann dieses Projekt hier verfolgen Ich verfolge weiterhin meine seit 2012 fortlaufenden Projekte, auf Film zu fotografieren und über Stätten des Kieges von 1812 zu schreiben. Das läuft noch bis ende des Jahres und im Februar 2015 wird eine Buch zur Feier des 200. Jahrestages des Kriegsendes veröffentlicht! Dieses Projekt kann man hier verfolgen

Hast du irgendein Traumprojekt? Könntest du uns davon erzählen?

Das währe wohl in Europa zu fotografieren! Die Geschichte dort ist immens und gewaltig! Hoffentlich kann ich einen kleinen Geschmack davon abbekommen, wenn ich dort im Sommer 2015 zu Besuch seien werde!

Welchen Rat würdest du aufstrebenden Fotografen geben?

Versuch nicht, wie ein anderer Fotograf zu sein, lerne tief im Inneren von ihnen, adaptiere Elemente ihres Stils, aber kreiere deinen eigenen. Kenne die Regeln und erkenne, wann sie zu biegen, und wann sie zu brechen sind. Wenn man dich nicht dafür bezahlt, fotografiere nur für einen einzigen Menschen, nämlich dir selbst.

Irgendwelche letzen Worte?

Keep shooting!

Man kan Alex’ Arbeiten auf seiner Website und seinem Flickr-Account. verfolgen.

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Verlassene Orte von Alex Luyckx

geschrieben von jillytanrad, übersetzt von dopa

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Der Originalartikel wurde in folgender Sprache verfasst: English.