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Darf ich vorstellen: Meine talentierte Freundin, die unglaubliche Molla Mills!

Sollte euch kreative Leute interessieren, dann solltet ihr diesen Artikel etwas Aufmerksamkeit schenken: ich interviewte die Allroundkünstlerin Molla Mills, ein finnisches Mädchen, die euch staunen lassen wird! Sie hat gerade erst ihr erstes Buch über das Häkeln VIRKKURI veröffentlicht. Egal ob Logos von Metal Bands oder Juwelen, Molla steckt immer voller Überraschungen!

1. Kannst du uns etwas über dich und was du machst erzählen?

Wie du schon sagtest, bin ich eine finnische Kunsthandwerkerin: ich häkle und habe eine Ausbildung im Mode- und Produktdesign und Marketing. Ich gestalte meine eigenen Designs schon seit Jahren. Die Marke Molla Mills gibt es inzwischen schon an die zehn Jahre und ich habe ihren Namen für all meine Arbeiten genutzt. Jemand sagte mal, Molla Mills würde sich wie der Name einer Comicfigur aus den 1950 anhören!

Als kleines Kind ging ich mit meiner Mutter in alle Arten von Handarbeitskursen. Ihr gefiel dieses zusammen Arbeiten wirklich, mit anderen Worten gesagt: sie ging in eine Reihe von Gruppen um neue Handarbeitstricks zu lernen. Durch sie wurde ich ermutigt selber einige verschiedene Kurse zu besuchen. Ich machte eine Ausbildung als Schneiderin, wurde dann Produktdesignerin und nahm noch an einigen speziellen Studiengängen teil, um anschließend meine eigene Marke Molla Mills zu gründen.

Einige Zeit entwarf und stellte ich Kleidungsaccesories für den Verkauf her, aber nach einigen Jahren bemerkte ich, dass ich dies eigentlich nicht tun wollte, vor allem da ich nicht die ganze Zeit an der Nähmaschine sitzen wollte. Ich wollte die Menschen eher dazu bringen, ihre Sichtweise von Handarbeiten zu ändern, und dass sie wieder mehr selber sollten. Da ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste wie, fing ich wieder an zu studieren: ich wurde an der Aalto Universität für eine Kunststudiengang angenommen.
Während meiner Studien stellte sich immer mehr heraus, dass ich den Menschen Handarbeitskunst beibringen wollte. Ich wollte sie inspirieren und ihnen zeigen, wie wichtig es sein kann, sich an die handwerkliche Geschicklichkeit der eigenen Großmutter zu erinnern. Dazu wählte ich das Häkeln, da es eigentlich ziemlich unterschätzt wird, und ich es einfach liebe.

Als Abschlussarbeit schrieb ich das Buch Virkkuri und begann Häkelkurse zu geben. Zur Zeit finden die Häkelworkshop zweimal im Monat im Paloni statt. Da die Kurse immer ausgebucht sind, kann das nur heißen, dass ich erfolgreich bei meiner Mission bin und ich endlich auf dem richtigem Wege bin!

2.Lomography versucht die analoge Fotografie wieder bekannter zu machen und du beschreibst dich selbst Kunsthandarbeiterin. Glaubst du, dass diese “zurück zu den Wurzeln” ein neuer Trend wird?

Absolut. Ich glaube fest daran, dass grundlegende Fertigkeiten und die Naturverbundenheit für den modernen Menschen immer wichtiger wird. Das geht schon eine ganze Weile so, aber zur Zeit wird als Trend verkauft , und was ich selber mitbekomme: immer mehr junge Menschen interessieren sich für das Handgemachte.

Ich lebte 19 Jahre meines Lebens auf dem Land, in einem Dorf mit 9000 Einwohnern. Aber ich wollte schon immer in die Großstadt, was ich dann auch tat und eigentlich immer noch will, da Helsinki eine recht kleine Stadt ist. Auf der anderen Seite habe ich aber immer wieder das Bedürfnis in den Wald zu gehen, den Vögeln zu zuhören, die Felder und das Gras zu riechen und einfach eine Pause in der grünen Natur zu machen. Dies erinnert mich immer wieder daran, wie das Handgemachte hilft die Natur zu erhalten. Stellt jemand etwas mit den eigenen Händen her, führt dies zu weniger Konsum und lässt einen weniger Dinge kaufen. Ich unterstütze den Umweltgedanken und dieser ist eine meiner größten Einflüsse, warum ich selber handwerklich arbeite. Wenn ich etwas brauche, frage ich mich immer selber: Kann ich das selber machen, anstatt es zu kaufen? Und gewöhnlich heißt die Antwort Ja.

3. Was sind die größten Herausforderungen bei deiner Arbeit?

Das Erstellen der Muster in einer Art und Weise, dass die Menschen diese auch verwenden. Ich finden meine Einfälle im täglichen Leben und den Grundbedürfnissen, von daher denke ich, dass den Leuten die Muster schneller gefallen. Ich renne keinen Trends hinterher, auch wenn man überall verschiedene Trends sieht, ist es schwer diese auszublenden, denn Individualismus ist wichtiger.

4. Du wurdest schon oft fotografiert, aber wie würde es für dich auf der anderen Seite der Kamera aussehen? Hast du irgendwelche Erfahrungen mit analogen Aufnahmen?

Nein, Kameras und ich, dass passt nicht zusammen. Ich überlasse die Fotografie den Profis, auch wenn ich selber eine gute digitale Kamera besitze. Aber vielleicht sollte ich den analogen Kameras mal ein Chance geben! Ich sprach auch mit einem Vertreter der LSI, um eine Lomokamera als Requisite in meinem Buch zu verwenden. Dies passierte dann auch letzte Jahr, als ein Vertreter der LSI in den Designladen kam, in dem ich in Helsinki arbeite , und uns anbot die Kameras dort zu verkaufen. Bilder mit den Lomokameras zu machen ist genauso analog wie häkeln, von daher würden sie gut zusammen passen. Ich mag die Marke Lomography, auch wenn sie in Finnland noch recht unbekannt ist.

5. Und zuletzt: Hast du irgendein Projekt, von dem du uns erzählen möchtest? Sind weitere Workshops oder Ausstellungen in Planung?

Zur Zeit habe ich gerade ein Projekt am laufen, dass am Ende eine gehäkelte Sammlung der Logos von Black Metal Band ergeben wird. Bis jetzt ist dies das künstlerische Häkelprojekt, und ich bin schon ziemlich auf das Ergebnis gespannt. Da wird es sicherlich irgendwann eine Ausstellung dazu geben.

Die Rückmeldungen über das erste Buch gaben mir auch noch weiter Motivation noch mehr Bücher zu schreiben, zur Zeit schreibe ich das zweite Virkkuri. Ich würde auch noch gerne eine Serie von Häkelanleitungen herausgeben, und den Leuten helfen, das Häkeln vermehrt zu verwenden

Meine Mission ist es den Menschen Anregungen zu geben, um mehr handwerklich aktiv zu werden, in dem ich ihnen neue und immer verschiedene Häklevorlagen liefere, und ihnen beibringe wie sie diese Muster hervorragend umsetzen könne. Ich hoffe, ich werde eine Art Vorreiter einer neuen Häkelbewegung!

Danke an Molla, dass sie sich die Zeit genommen hat, meine Fragen zu beantworten. Ich denke, dass es innerhalb der lomorgaphischen Community einige Fans der Handarbeit geben wird, besonders vom Häkeln! Ich hoffe meine Interview hat euch auf den Geschmack gebracht, und ich freue mich eure zukünftigen Arbeiten zu sehen!!

Werft noch eine Blick auf die Website von Molla Mills oder besucht sie auf Facebook!

Alle Bilder stammen von Molla’s Web.

geschrieben von marta1901, übersetzt von winterschlaefer

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