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Die Geschichten der Bilder #12: Möwen füttern verboten

Egal ob du nur für einige Tage oder ein Jahr in Finnland bist, du musst mindestens einen der Häfen besuchen um die Atmosphäre, Gerüche, Stimmungen, den Wind und die gefräßigen Mögen zu erfahren. Aber sei vorsichtig, jeder Hafen birgt seine kleinen Gefahren.

Fotos von erikagrendel

Penny hatte ihren Lieblingsplatz für Spaziergänge schon gefunden. Es war ein Hafen mit all den kleinen Schönheiten und Gefahren. Als sie das erste Mal dorthin gehen wollte, sagte ihr Freund ihr:

“Du kannst den Ort nicht wirklich verfehlen. Die lauten Möwen und all die vielen verschiedenen Gerüche – Fisch, Alkohol und andere stinkende Dinge – werden dich hinführen. Aber sei dort sehr vorsichtig!"

“Vorsichtig? Wieso? Sind dort Piraten?”

“Nunja, so ähnlich. Füttere dort niemals Möwen und nimm dich vor ihnen in Acht!"

‘Oh, die armen Möwen’, dachte sie zu der Zeit.

Mit den Worten ihres Freundes im Gedächtnis machte sie sich auf den Weg ihres kleinen Fotoabenteuers Richtung Hafen. Wie er gesagt hatte, fand sie den Ort ohne Probleme. Schiffe, Boote, Segler, Stände mit frischen Fisch aber auch Möwen waren dort. Sie holte ihre Kamera hervor und machte die ersten Fotos für ihre Hafen-Foto-Tagebuch. Aber wohin sie auch ging, überall warteten Möwen, die zu faul zum Jagen waren. Also warteten sie wie die Aasgeier auf etwas Essen, das auf den Weg fiel.

Der Geruch des Grilli Kiosks war unglaublich gut. Lachs, Hering und andere Fischarten ließen ihr das Wasser im Mund schmelzen.

“Heringe und Lachs sind alle frisch. Erst vor einer Stunde wurden sie herein gebracht," sagte ihr ein Assistent in dem kleinen Grilli Kiosk.

“Dann nehme ich etwas von dem gegrillten Hering und ein kleines Stückchen Lachs, bitte. Und das Roggenbrot auch. Danke.”

Penny nahm die Teller und versuchte einen Platz zum Sitzen zu finden. Der kleine Kiosk hatte neben sich einige Tische und Plastikstühle unter einem Zelt und ein paar Stehtische um das Zelt rum. Sie stellte die Teller voll Essen auf einen der Stehtische und sah sich um für etwas Salz.

“Essen, Essen, Essen.” Das war wohl das Wort, das zwischen den Möwen in der Luft umherkreiste.

Sie waren zu schnell. Es dauerte nur eine oder zwei Sekunden und auf Pennys Lachsteller war eine große, gierige Möwe und eine andere hatte es auf den Hering abgesehen, der im Durcheinander schon auf den Boden gefallen war. Als Penny zurück zu ihrem Essen stürzte, war kaum noch etwas da, abgesehen von einigen Krümeln, Gräten und Möwenscheiße. Also ja, der Hafen kann sehr gefährlich sein.

Fotos und Text von Erika Grendelova. Sie stammt ursprünglich aus der Slowakei, lebt nun in Tschechien und reist viel nach England und Finnland.

geschrieben von erikagrendel, übersetzt von vivie

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Der Originalartikel wurde in folgender Sprache verfasst: English.