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LomoGuru der Woche: Masha_njam

Noch ein Jahr und dann darf sie schon ein Jahrzehnt analoge Liebe feiern. Sie ist viel und weit gereist und bei diesen Abenteuern haben Lomography und die Community eine große Rolle gespielt!

Von Russland bis Deutschland und an anderen Ecken der Welt hat Maria sich in lomographische Abenteuer gestürzt; sie traf Leute, machte viele Fotos von Sehenswürdigkeiten und verlor lieb gewonnene Dinge und fand neue auf ihrem Weg. Da gibt es bestimmt viel zu erzählen, oder? Sie hat die Kunst der Lomographie viel praktiziert und (beinahe!) perfektioniert – sie lebt nach den Regeln der Lomographie und sie liebt es! Wir stellen euch den LomoGuru der Woche vor, masha_njam!

Foto von masha_njam

Name: Maria Lobanova
Lomography Benutzername: masha_njam
Ort: Nürnberg (Deutschland) / Sankt Petersburg (Russland)
Jahre als Lomograph: 9
Jahre in der Community: 6

Erzähl uns etwas über deinen Benutzernamen.

Ich überlegte viel, als ich mich für einen Benutzernamen entschied. Masha ist mein Name (die russische Kurzform) und njam ist englisch für ‘yummy’. Ich dachte, ich koche gerne und ich esse so viel, deshalb liest man das auch in meinem Benutzernamen.

Berichte uns von deiner denkwürdigsten Erfahrung in der Lomography Community.

Das ist schwer, weil ich bei so vielen interessante Events, Partys und Ausstellungen war. Aber ich denke, das denkwürdigste Ereigenis, auf das ich stolz bin, war unsere Ausstellung im Hermitage State Museum. Natürlich war das nicht im Hauptgebäude, wo alle möglichen Meisterwerke sind, aber trotzdem! Das war ein ziemlich interessantes Projekt für die Nacht der Museen 2010 in Sankt Petersburg – “Hermitage Meets Lomography" — 20 Lomographen und eine riesige LomoWall im Lager des Hermitage. Ich erinnere mich daran, als ich [für die Ausstellung] fotografierte und drei ganze Tage im Museum verbrachte. Das war hart, aber aufregend! Und es machte auch Spaß, weil es von vielen Fotografen ähnliche Bilder gab. Viele hatten sich für ähnliche Motive des Museums entschieden.

Hast du tatsächlich Leute in der Community getroffen, die du jetzt als enge Freunde betrachtest? Wenn ja, nenne bitte mindestens einen davon.

Ja, das ist der größte Vorteil daran, ein Lomograph zu sein; du bist teil dieser großartigen künstlerischen Community und es ist einfach, Leute kennenzulernen, mit denen du auf einer Wellenlänge liegst. Außerdem hast du sofort einige Gesprächstehmen, selbst wenn du jemanden das erste Mal triffst.

Wir haben eine sehr herzliche Comunity in St.Pete – grad, gleby, plyshbel, katya-leontyeva, plavaliznaem, nikitapest, neja – diese Leute kenne ich seit Jahren und wir sind Freunde im echten Leben.

Aus der russischen Community kann ich auch noch life-on-mars und japsix erwähnen. Mir gefallen ihre Arbeiten wirklich gut – wir kennen uns auch schon eine Weile, aber haben uns noch nie getroffen. Das ist schade und ich hoffe, das ändert sich bald, lomovan! Eine nette Lomographin aus Crimeria, die ich bei Arbeitsaufenthalten in der Ukraine getroffen habe, Tanja Konbiw und ihr Bruder Aton, maximum_b aus Moskau sind auch Freunde und ich würde mich freuen, sie wieder zu treffen.

Jetzt lebe ich in Deutschland und ich kann sagen, dass die Community sehr herzlich und interessant ist! Ich bin gut mit wil6ka befreundet, der mir viele Kontakte vermittelt hat, wenn ich mein hartes Reiseleben führte (ich habe als Delivery Engineer gearbeitet und war deshalb dauernd unterwegs). Ich war in Hamburg und habe einige Tage in seiner Wohnung verbracht, als Willie nach Russland und auch Sankt Petersburg reiste. Hier in Nürnberg hat mich satomi besucht. Aus der Berliner Community – Christian ck-berlin ist ein großartiger Lomograph, der voll auf Fotografie steht. Er hat ein kleines Fotostudio zu Hause und entwickelt alle seine Filme selbst. Ich liebe auch sushi_9009 (danke an Lomography, dass ich ihn dank euch treffen konnte!) Ich habe auch bloomchen und fruchtzweg_hh in Berlin getroffen und im Sommer haben wir ein paar LomoWalks gemacht. Ich hoffe diesen Sommer können wir noch viel mehr machen.

Und hier in Nürnberg bin ich mit lomodirk befreundet und ich bin ihm wirklich dankbar. Er hat mir viel geholfen, mich in die neue Stadt zu integrieren (vor einem Jahr bin ich hergezogen) und er ist immer für LomoWalks mit gutem fränkischem Bier und Gespräche bereit. Vor ein paar Wochen machten wir einen tollen LomoWalk und Nachtaufnahmen mit Diego (disdis.)

Denkst du, du wirst auch noch in den nächsten fünf Jahren Lomographien machen? Warum?

Ich kann sagen, dass Lomography eine große Rolle in meinem Leben spielt. 2004 hab ich begonnen – mit meinem Exfreund, der in der Lomography Embassy arbeitet und so kam ich zur Lomographie. Damals war Lomography mehr so eine Underground Sache, aber ich hatte eine tolle Zeit bei all diesen Parties, seltsamen Orten und LomoWalls, die man nächtelang auf Knien herstellte (aber mit Wein und viel Plaudern!). Ich dachte nie, dass ich etwas kreatives machen könnte und ich habe einfach aus Spaß mit der Fotografie begonnen und fotografierte Freunde und bei Partys. Jetzt verstehe ich das dank Lomography. Fotografie ist mir wirklich wichtig und es ist ein Vergnügen, wenn die Bilder gut werden. Ich habe viele Freunde, die irgendwie mit der Community zu tun haben und ja, ich denke, ich werde auch in fünf Jahren noch in dieser Lomo Stimmung sein.

Dein Lieblingskamera von Lomography und warum? Hast du denkwürdige Erfahrungen damit gemacht?

Ich bin Ingenieurin bei einem Mobilfunkunternehmen und wegen meiner Arbeit kann ich viel reisen. Ich war bei einem Projekt in Usbekistan beteiligt und fragte die Lomography Embassy, ob ich eine Horizon leihen könnte. Ich wollte eine Panorama Kamera dabei haben, wenn ich ein paar Monate in Asien verbrachte und mir gefiel das so gut! Jetzt stelle ich mir immer gleich große Panorama-Aufnahmen vor und benutze nicht einmal einen Belichtungsmesser, sondern mache alles so.

Diese Kamera hat eine ganz interessante Geschichte – als ich zur Embassy zurückkehrte, kam sie irgendwie zu Willie (er reiste nach Russland und hatte seine Horizon bei einem Projekt für Lomography kaputt gemacht. Er tauschte seine kaputte Kamera gegen diese Horizon und jetzt hat er den Abdruck meiner Nase auf der Kamera!)

Zeig uns bitte deine Lieblingslomographie, die du gemacht hast und erkläre uns, warum du die genommen hast.

Das Foto ist eines meiner Lieblingsbilder. Ich habe es vor ein paar Jahren in Sankt Petersburg gemacht.

Foto von masha_njam

Ich erinnere mich genau an diesen Tag – es war wahnsinnig kalt (-20°C oder so) – aber wir beschlossen einen Walk mit einem Freund zu machen. Es war schwer, mit der LC-A zu fotografieren, weil wir klamme Finger hatte und unsere Augen tränten, wenn wir durch den Bildsucher guckten. Aber beinahe alle Bilder meiner Rolle wurden gut – deshalb bin ich so zufrieden mit den Ergebnissen.

Zeig uns bitte eine Lomographie, von der du dir wünscht, du hättest sie gemacht und erkläre bitte, wieso.

Lomographien von sushi_9009, der ein richtiges Berliner LomoHome hat. Er mag die Stadt und ich liebe ihn.

Der beste lomographische oder fotografische Rat, den du bekommen hast?

Ich bin kein professioneller Fotograf und Lomography ist nur ein Hobby und deshalb bin ich nicht erfahren genug, um Ratschläge zur Fotografie zu geben. Das einzige, von dem ich mir sicher bin, ist, dass du viel fotografieren solltest. Je mehr du fotografierst, desto besser werden die Bilder.

Ich denke, es ist auch wichtig, dass du die Augen offen hältst und versuchst, alles um dich herum wahrzunehmen. Drittens solltest du deinen eigenen Geschmack für Fotografie entwickeln – Ausstellungen, Museen, Galerien, Kino, Musik – nutze jede Chance, etwas neues zu sehen, das eine Inspiration für deine Arbeit werden kann.

Gibt es ein Lied oder einen Film, der dein lomografisches Leben beschreibt? Welcher und warum?

Schwer zu sagen… Bei den Filmen könnte es Anleitung zum Träumen sein – einer meiner Lieblingsfilme.

Für mich ist Lomographie voller Fantasie. Du kannst versuchen ein imaginäres Bild wahr werden zu lassen. Was die Musik angeht – Ich mag funky Musik und ich denke, diese fröhliche Musik bringt dich in die richtige Stimmung zum Fotografieren. Zum Beispiel Nicole Willis And The Soul Investigators aus einer der tollsten nördlichen Städten – Helsinki.

Die Musik, die ich im Alltag höre, stammt von Radio Nula – ein Funkradio aus Ljubljana.

Hast du einen Rat für neue Lomographen?

Haha! Mit Lomography ist alles einfach – denk nicht, fotografiere. Sogar wenn etwas erst schlecht wird, darf man nicht aufgeben. Es wird immer besser, wenn du deine hundertste Rolle belichtet hast. Brich die Regeln!

geschrieben von mayeemayee, übersetzt von wolkers

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