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Statt nach städtischem Verfall zu suchen, erschafft die amerikanische Fotografin Lori Nix ihre eigenen post-apokalyptischen Szenen und hält sie auf Film fest. Erfahre mehr über die fantastischen Welten der Lori Nix!

Es ist nicht unüblich, dass Fotografen Städte so festhalten, wie sie sie sehen (und gesehen werden wollen), vor allem Fotografen, die sich auf Straßenfotografie spezialisiert haben. Aber es gibt auch andere, die ihre eigenen atemberaubenden Welten erschaffen, die die Betrachter bewundern dürfen.

Unter diesen weniger traditionellen Fotografen ist Lori Nix, die mühselig ihre eigenen Dioramen erschafft, die sie im Anschluss mit einer 8×10 Großformatkamera festhält.

Circulation Desk, 2012

Sie hat sich schon in der Dunkelkammer an Fotografie versucht und später als Bildredakteurin ihrer College Zeitung. Lori wurde zudem bald bewusst, dass konventionelle Fotografie definitiv nichts für sie sei. “Als Bildredakteurin wurde schnell klar, dass ich nicht als Fotojournalistin tauge,” verrät sie auf ihrer Website. “Ich hatte nicht die Gabe, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein, um bahnbrechende Nachrichten zu dokumentieren. Außerdem bin ich furchtbar bei Porträtaufnahmen, weil ich nicht das Wesen der Person festhalten kann.”

Neben Fotografie hat sie auch Töpferkunst studiert und da fand sie heraus, dass ihre Stärke darin lag, ihre eigenen Welten zu bauen, statt das richtige zum Fotografieren zu finden. Ihre Dioramen und die dazugehörigen Fotografien fertigt sie seit Beginn der 1990er an.

“Bei Keramik erschaffst du etwas aus dem Nichts. Das übertrage ich auch auf meine Foto-Studien, bei denen ich lieber das Bild konstruiere, statt eines zu finden.”

Beauty Shop, 2010

Ihr letztes Werk, eine Serie namens “The City” ist eine futuristische Stadt, die Lori von Hand aufbaute – die Stadt ist menschenleer; ob menschliches Verschulden oder natürliche Kräfte dazu führten, sei dahingestellt. Die Ergebnisse sind packend und apokalyptisch. Die Fotos und Dioramen selbst sind unheimlich detailgetreu.

Auf der Seite About hat Lori ein paar Fragen beantwortet und erläutert, wie sie arbeitet, was sie inspiriert und wie sie die Zukunft ihrer Handwerkskunst einschätzt, aber wir wollten sie persönlich kennen lernen, damit wir erfahren, welche Rolle Filmfotografie in ihren Arbeiten spielt.

Majestic, 2006

Was bringt dich dazu, weiter Film zu benutzten, obwohl es digitale Alternativen gäb? Und war eine 8×10 Großformatkamera?

Ich liebe Film. Ich liebe, wie Film Farbe abbildet. Das ist für mich näher an der Realität als Digitalfotografie. Ich mache auch noch ganz traditionell Abzüge von meinen Fotografien mit Vergrößerer und Farbpapier. Ich mache ziemlich große Abzüge, von etwa 76×100cm bis zu 127×190cm. Bisher kann mir kein digitales Medium vergleichbare Ergebnisse zu Film liefern. Und wenn du vor meinen Bildern stehst, siehst du keine grobe Körnung. Ich benutze gerne eine 8×10 Großformatkamera, weil ich methodischer und vorsichtiger damit umgehe, schließlich bedeutet jede Filmaufnahme bares Geld – ein Stück Film kostet 7,60€.

Laundromat at Night, 2008

Fotografierst du auch bei anderen Projekten oder bei Werbeaufträgen mit Film?

Meine jährliche Weihnachtskarte mach ich mit Film, aber Werbeaufträgen digital. Meistens ist meine Zeit sehr knapp bemessen, deshalb fotografiere ich digital. Ich liebe digital, weil es so schnell ist. Hier mache ich mir weniger Gedanken um die Auflösung, weil das Bild höchstens so groß ist, wie eine Seite in einem Magazin.

Was ist die größte Herausforderung bei deinen Projekten?

Die größte Herausforderung ist, die Materialien so aussehen zu lassen, als wäre es anderes Material. Zum Beispiel muss ich Schaum und Holz wie einen Bürostuhl aus Leder und Stahl aussehen lassen oder ich muss kleine Objekte wie Elektrowerkzeug aus Holz und Ton anfertigen.

Subway, 2012

Besuche Lori Nixs Website und erfahre mehr über “The City” und weitere Arbeiten!

Wie findest du Lori Nix wunderbare Arbeiten? Verrate es uns in den Kommentaren!

Alle Information und Fotos in diesem Artikel stammen von Lori Nixs Website.

geschrieben von plasticpopsicle, übersetzt von wolkers

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Der Originalartikel wurde in folgender Sprache verfasst: English.