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Amerikanische Meister: Jeff Bridges

Wir kennen Jeff Bridges als Bowlingsspieler aus The Big Lebowski und als augenklappetragenden Amokläufer aus True Grit, aber wusstest du, dass der Ocsar-Gewinner auch Karikaturist, Musiker und Fotograf ist? Lies mehr über Jeff Bridges und seine Widelux Panorama-Aufnahmen in diesem Teil der Serie "Amerikanische Meister".

Als Sohn der Hollywoodschauspieler Lloyd Bridges und Dorothy Dean wurde Jeff Bridges, mittlerweile 62, das Showbiz quasi in die Wiege gelegt. Nach der Highschool nahm er in New York einige Schauspielstunden, da er bei Auftritten seiner Eltern einige Male selber mitwirkte. “Das Schwerste am Schauspielern ist, darin Fuß zu fassen. Das übernahm bei mir alles mein Vater. Ehrlich gesagt bin ich das Ergebnis von Nepotismus.”, so Bridges.

Seinen großen Durchbruch hatte er mit dem Teeniefilm The Last Picture Show (1971). Für seine Rolle wurde er für seinen ersten Academy Award nominiert. Er trat aus dem Schatten seines Vaters mithilfe erinnerungswürdiger Auftritte in von Kritikern hochgelobten Filmen wie Tron (1982), The Big Lebowski (1998), und Iron Man (2008). Er gewann mittlerweile viele Auszeichnungen, zum Beispiel einen Oscar in der Kategoroe “Bester Schauspieler” in Crazy Heart (2009).

“Wenn du anfängst, dich mit deinen kreativen Prozessen auseinander zu setzen, verändern sich deine Impulse und die verändern immer weitere”, sagt Jeff Bridges über seine anderen künstlerischen Tätigkeiten. Neben dem Schauspielern zeichnet er gerne Gekritzel, macht gern Musik, kauft Weine und – das Beste – macht Panoramafotos! Die Kamera seiner Wahl ist eine alte Widelux F8, eine Kleinbildkamera mit einer beweglichen Linse, die beinahe 180° ablichtet (genau wie die Horizon Perfekt), die er als Student entdeckte.

Mein ganzes Leben schon mache ich Fotos und Filme… Ich begann mit dem Fotografieren in der High School. Ich richtete mir eine Dunkelkammer ein und verbrachte sehr viel Zeit darin mit Entwickeln und Abzügen machen. Dabei hörte ich FM Radio im roten ‘sicheren Licht’. Ich muss sagen, dass mir Negativentwicklung nie sehr gefallen hat, aber ich liebte das Herstellen der Abzüge – und das Zusehen, wie aus dem Nichts Bilder entstanden. Die Bilder, die ich Wochen zuvor aufnahm, auf einem Probebogen zu sehen, ließen mich alles um mich herum vergessen – ich liebte das. Heute ist es wie das Öffnen der Weihnachtsgeschenke, wenn ich das erste Mal den Probebogen sehe. Welch große Überraschung zu sehen, worauf die Kamera gerichtet war, was funktioniert hat und was nicht, den Moment des Bildes erneut mitzufühlen.

Die Widelux, die er von seiner Frau bekam, hat er immer bei sich, wie du auch auf diesen seltenen Schwarz-Weiß-Aufnahmen sehen kannst, die hinter den Kulissen einiger seiner Filme entstanden. Co-Star Cameo, interessante Anekdoten und Filmgeheimnisse finden sich in seinen Galerien, die auch schon mal in dem Bildband Jeff Bridges: Pictures veröffentlicht wurden.

Die Wide-Lux ist eine eigenwillige Dame: Ihr Sucher ist nicht sehr genau und es gibt keinen manuellen Fokus, wodurch alles sehr Willkürlich ist, sehr unberechenbar. Ich mag das. Das ist etwas, was ich bei all meiner Arbeit anstrebe – einen Mangel an Perfektion macht Dinge menschlicher und ehrlicher, eine Bereitschaft, was in dem Moment dort ist, anzunehmen und loszulassen. Das ist eine der Hauptaufgaben für mich als Künstler.

Besuche die Jeff Bridges-Homepage für weitere Infos.
Quellen: IMDB und Wikipedia._

geschrieben von denisesanjose, übersetzt von vivie

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