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Meine Pinhole Kamera aus einem Vogelhäuschen

Als wir von einer langen Reise zurückkehrten, kam mit uns ein seltsames Gefühl mit nach Hause, über die Dinge, die wir gesehen hatte und es hielt eine Weile an. Die Orte, die jetzt zu Erinnerungen geworden sind, tauchen als Bilder in unseren Gedanken auf. Ich wünschte, ich könnte von diesem Gefühl erzählen – nicht von der Reise, sondern von der Erinnerung daran. Das ist die Geschichte, wie ich aus einem Vogelhäuschen eine Pinhole Kamera baute.

Foto von francescco

Ich beschloss den essentiellen Reisenden überhaupt zu wählen, einen Vogel, um die Idee der Reise zu veranschaulichen. Ein Wanderer, der aus Gewohnheit heraus, immer dem Sommer folgt. Ein Vogel ist von der Natur aus dazu veranlasst, lange, harte Reisen um die Welt zu machen, um dem Winter zu entkommen. Jedes Jahr. Wieder und wieder…

Die Vogelhäuschen-Kamera

Ich habe 120mm Film benutzt, damit ich den Film nicht in einer Dunkelkammer einlegen muss und mehr Aufnahmen machen kann. Um den Film vorzuspulen verwendete ich zwei alte Schlüssel. Der Film wurde auf die Spule gewickelt und nach Plan blockiert. Die Schlüssel sieht man außen am Vogelhäuschen, damit ich sie bedienen konnte. Ich stattete das Vogelhäuschen mit einem hölzernen Verschluss aus, der an einem Strick angebracht war, damit ich den Verschluss bedienen konnte. Ich brachte den Verschluss auf der anderen Seite an. Durch meinen Aufbau sind Bilder rund – ich wollte das so, damit die Idee vermittelt wird, dass das Bild aus einem Vogelhäuschen stammt.

Die Reise

Dann suchte ich verschiedene Orte mit dem Vogelhaus auf, die ein Vogel besuchen oder beobachten könnte oder an denen er anhalten würde. Dächer, am Pier, im Wald, bei Bächen, im Laub und Ästen, in Weizenfeldern… Manchmal stieg ich auf die Dächer meiner Heimatstadt oder kletterte auf Bäume, um ein Bild aus Vogelperspektive zu machen; ein anders Mal stellte ich das Vogelhäuschen auf den Boden, wie wenn Vögel landen um zu essen oder um sich einen Moment auszuruhen. Ich belichtete den Film nur 4 bis 20 Sekunden, damit man die anderen Tiere, die ich so traf, nicht auf dem Film sah, weil sie ohnehin nicht stillhalten würden. Nur eine Schar Enten tat mir den Gefallen und hielt sich eine Weile still. Sie posierten regelrecht und ich konnte sie fotografieren. Ich stelle mir gerne vor, dass sie meine Arbeit verstanden und schätzten.

Das Bild

Ein typisches, weich fokussiertes Bild, in Kombination mit dem unrealen Abstand, der durch das runde Loch auf dem Foto entstand, brachten das Gefühl der Erinnerung zum Ausdruck, nach dem ich gesucht hatte. Die Erinnerungen des Reisens nach Jahreszeit, ein einfaches und echtes Abenteuer, das sich jährlich in der Geschichte wiederholt. Das ist kein Reisebericht, aber Bilder, die aus der Erinnerung eines Vogels stammen, der verträumt aus seinem Nest starrt und an diese lange Odyssee zurückdenkt.

geschrieben von francescco, übersetzt von wolkers

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Der Originalartikel wurde in folgender Sprache verfasst: English. Den Artikel gibt es auch auf: Português & Italiano.