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Justin Quinnell – Der Pinhole Zauberer

Justin Quinnell ist ein Meister darin, seltsame und wunderliche Pinhole Fotografien zu machen – Er arbeitete vor kurzem als Pinhole Berater für den Film 'The Brothers Bloom' und seine Kameras werden in dem Film gezeigt. Wir haben die Gelegenheit genutzt, mit ihm über seine Hollywood Erfahrung und seine Faszination für Pinhole Fotografie zu sprechen.

Louis (lernt Papa kennen)

Wie kamst du zuerst in die Welt der Pinhole Fotografie?

Ich bin mir nicht sicher, ob das relevant ist, aber als ich 4 war, hatte ich verschiedene Möglichkeiten, Dinge mit meinen Augen auszusortieren. Ich erinnere mich daran, dass ich eine Augenklappe mit einem klitzekleinen Loch hatte, durch das man blicken konnte. Ich erinnere mich auch an ein ziemlich unerfolgreiches Experiment in meiner Schulzeit. Erst nach meinem Abschluss fing ich richtig damit an. Ich war der Chef einer Fotografie Abteilung in einer nicht besonders wohlhabenden Gegend in Bristol. Die Kinder konnten sich keine Kameras leisten (aber ein paar Coladosen pro Tag), deshalb zeigte ich ihnen, wie man Kameras aus Dosen machte und ich selbst war hin und weg. Das alles war vor dem Internet, so weit weg von dem Pinhole Journal und anderen düsteren Magazinen. Ich kannte niemand anderen, der so etwas machte.

Frühstück

Was an der Pinhole Fotografie fasziniert dich am meisten?

Es gibt keinen Bildsucher. Kunst und Wissenschaft trifft nach 150 Jahren Spaltung aufeinander. Viel passiert beim vorherigem Visualieren der Bilder, Elemente der Zeit, Astronomie, Wunder etc etc etc. (Darüber spreche ich stundenlang in meinen Vorlesungen!). Es ist außerdem billig und anti-kommerziell. Ich bin Mitglied bei den Grünen und wurde von Fotografie desillusioniert und der Zerstörung, die sie mit sich ziehen kann – Pinhole ändert das.

Es taucht auch in das Unbekannte ein, ein wenig, als ob man ein Einrad fahren würde – es fühlt sich an, als würde man dauernd fallen; das gefällt mir gut daran!

Küste

Wir haben gehört, dass du an dem neuen Film ‘The Brothers Bloom’ als ‘Pinhole Berater’ mitgewirkt hast – Könntest du uns ein wenig darüber erzählen?

Ich bekam einen Anruf aus Belgrad als ich im Zug von der University of Falmouth (wo ich Teilzeit unterrichte) nach Hause saß. Ein Rechercheur war dran, der sagte, der Autor und Regisseur eines Films wolle meine Bilder verwenden. Mein Bruder war erst verstorben, deshalb wusste ich nicht wirklich, was gerade passierte, bis ich ein paar Wochen später mit Rian Johnson Emails schrieb. Am Ende war ich mit meiner Familie einen Monat in Kalifornien und hatte eine tolle Zeit! Der Film ist großartig.

Welches ist dein Lieblings-Pinhole-Bild, das du je gemacht hast?

Das Royal Crescent – Bath. Das war eines meiner ersten erfolgreichen Farbaufnahmen und wurde 1991 gemacht, als man 4 Tage warten musste, bis eine Filmrolle entwickelt war! Das Bild, bei dem ich es am meisten bereue, dass es nichts wurde, ist eine Aufnahme aus dem Mund, von meinem Sohn Louis, als er geboren wurde.

Royal Crescent – Bath

Irgendwelche Tipps für alle, denen Pinhole Fotografie neu ist?

Denk nicht zu viel, mach einfach.

Was machst du, wenn du keine Bilder machst?

Familienkram (ich habe eine schöne Frau und zwei gleichermaßen fantastische Kinder), Vögel beobachten, im Pub rumhängen, die Löcher in unserem Wohnmobil ausbessern (das Übliche halt!). Im Moment versuche ich einen Bandscheibenvorfall auszukurieren. (Das MRT ging beinahe kaputt, weil ich eine Pinhole Kamera in meiner Hosentasche hatte!)

Die Clifton Suspension Brücke

Schau dir weitere fantastische Pinhole Aufnahmen von Justin auf seiner Website an.

Am Sonntag ist Welt-Pinhole-Tag! Lies hier mehr darüber!

Du willst wissen, wie du dir deine eigene Pinhole Kamera zu Hause basteln kannst? Sieh dir dieses Video mit Justin an!

geschrieben von tomas_bates, übersetzt von wolkers

Ein Kommentar

  1. co

    co

    May the pinhole be with you!

    vor mehr als 2 Jahre · Spam melden

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