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Fashion Week Berlin - Ein Rückblick

Vor nicht allzulanger Zeit schlug die Mercedes Benz Fashion Week in Berlin ihr Zelt auf. Nicht nur hinter dem Brandenburger Tor wirbelte und wuselte es; Tonnen von Makeup wurden verpudert; unendliche Male die Plätze in der Frontrow neu geseatet und genauso viele Bilder wurden geschossen...

Leider eher von C-Prominenz bis Z-Topmodelteilnehmerinnen, denn zugegebenermaßen ist es doch so, dass in Berlin die großen Stars ausbleiben. Da muss schon jede Saison ein Boris Becker und eine Jenny Elvers herhalten, um eine Schlagzeile zu landen. Genauso rar wie die großen Prominamen sind die großen Modehäuser. Einzig Hugo Boss macht sich die Mühe in Berlin – der armen sexy Stadt – eine protzige Show zu schmeißen.

Gerade im Vergleich mit den anderen internationalen Modewochen wird es deutlich: Berlin hat etwas anderes zu bieten. Hierher kommen keine Fans von Haute Couture oder Blingbling-Marken. Hier findet man abseits des großen weißen Zeltes die wirklich spannenden Designer und die jungen Hipster sind die ganz großen Stars vor der Linse auf den Straßen Berlins.

Berliner Designer leben meistens am Limit. Finanziell ist die Lage für Kreative in der deutschen Hauptstadt zwar erschwinglich aber genauso dürftig. Ein gefeierter und mit Preisen überschütteter Michael Sontag könnte sich nach eigener Aussage einige seiner Teile niemals selber leisten. Die Kreativität sprüht in Berlin, aber die Mittel sind rar. Die Not macht erfinderisch und so gelingt es jungen Designern anstatt sich eine Show im Zelt der Mercedes Benz Fashion Week zu kaufen, die Aufmerksamkeit mit unkonventionellen Fashionshows in Off-Site-Locations auf sich zu lenken.

So zum Beispiel das erfolgreiche Designerduo Augustin Teboul. Das schlug einen beeindruckenden Bogen zur Performancekunst und inszenierte eine Trancewelt in einer außergewöhnlichen Location der KOW Gallery in Berlin Mitte. Damit unterstrichen die Designer die Einzigartigkeit der Entwürfe. Die Modelinie setzte mit ihrer Kollektionspräsentation “The Thread of Ariane” in erzählerischer Form ihre schwarzen filigranen Kleider und Accessoires gekonnt in Szene.

Spannend an der Berlin Fashion Week sind auch immer die kleinen und großen Showrooms der verschiedenen Agenturen. Die Agenturen präsentieren dort die aktuellen Kollektionen ihrer Designer und Presse und Besucher bekommen die Möglichkeit die Kleider von nahem zu begutachten, zu berühren und Kontakte mit den PR-Verantwortlichen zu bekommen. Das ist gerade für Blogger ein guter Einstieg in die Modenetzwerke. In einen Showroom kommt man auch viel leichter, als an eine Karte für eine der Schauen im Zelt. Dieses Jahr erregte der neue NUDE Showroom der HTW für Aufmerksamkeit.

Das Beste an der Fashion Week sind allerdings eh immer die Partys, Empfänge, Brunchtreffen und Caféverabredungen. Die Häppchen sind erlesen und der Schaumwein fließt in Massen. Auf dem GalaFashionBrunch am Ende der Fashion Week lassen sich alle mediengeilen Promis nochmal blicken und auch die meisten der Designer, die im Zelt gezeigt haben mischen sich in die Promisuppe. Und wer sich nicht schon tagsüber überfressen oder abgeschossen hat, der feiert bei den poshen Closing-Partys in den einschlägigen Berlinmitte-Clubs.

Geschrieben von spiegeleule

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