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Passionierte Pinholes von Justin Quinnell

Es ist nicht alltäglich, dass wir die Möglichkeit haben mit Justin Quinell, einem der Meister moderner Pinholefotografie zu sprechen.Pinholes können einschüchternd wirken, aber Justin bricht mit dieser falschen Auffassung und erklärt, wie er damit begann, sechs Monate lange Belichtungen zu machen und erklärt uns, wie wir das auch schaffen können.

Wie lange fotografierst du schon und wie kamst du zur Pinhole Fotografie?

Ich fing an zu fotografieren, das war ich elf, aber vor 20 Jahren kam ich zur Pinhole Fotografie, als ich gerade Abteilungsleiter für Fotografie auf dem South Bristol College war. Die meisten Kinder konnten sich keine Kamera leisten, deswegen bastelten wir Kameras aus Trinkkannen. Es war auch die Zeit in der ich ernüchternd auf meine eigene Werbungsarbeit blickte und mit Umweltpolitik in Berührung kam. Von da an war ich süchtig nach Pinhole Fotografie.

Woher hattest du die Idee sechs Monate lange Belichtungen durchzuführen? Wie verliefen die ersten Versuche darin?

Paolo Gioli, Tarja Trygg, Maciek Zapior hatten schon vor mir sechs Monate lange Belichtungen gemacht. Mein erster Versuch ist zehn Jahre her, mit einem Film und Filtern mit neutraler Dichte machte ich tage- und wochenlange Belichtungen, einige Jahre später realisierte ich, dass Papier keine Entwicklung brauchte. Es war bevor irgendjemand ein ‘how to’ veröffentlicht hatte und ich fand es einfach heraus. Die erste drei monatige Dauer war die “suspension bridge” in Bristol,aber ich konnte es nicht nochmals versuchen, da Leute anfingen zu telefonieren, in dem Glauben es wäre eine Bombe! Dann stellte ich 25 Stück auf, einige waren voller Wasser, einige verschwanden und eines ist immer noch dort, unerreichbar unter einem dicken Brombeerstrauch.

Was magst du so sehr an analoger Fotografie, dass du damit immer weiterarbeiten willst?

Ich bezeichne es lieber als ‘Cows feet’ Fotografie denn als analoge Fotografie. Traditionelle Materialien sind wunderbar organisch, Solagraphs können sogar zeigen wie die Gelatine von der Form gefressen wird. Wirklich toll! Es gibt auch eine 200 Jahre zurückliegende Verknüpfung als Humphrey Davey und Thomas Wedgewood (die sich ursprünglich in meiner Heimatstadt Bristol trafen) mit einem ähnlich ruhenden Fotografieprozess experimentierten. Ich liebe die Verrücktheit der fotografischen Vorgeschichte und ihre Kombination mit digitalen Bildaufnahmen mit Solagraphs ist wundervoll.
Kurze Zeit bevor ich mit meinem ersten Bilderset begann, starb mein Bruder, der Astronomie liebte. Auf halbem Weg während meinem ersten Bilderset starb mein Vater. Die Möglichkeit im Bild auftauchende, zeitliche Augenblicke dort anzupinnen, wie Geburtstage, Hochzeiten, Todestage usw. ist etwas besonderes. (Ein Freund schlug mir letztens vor, eine Hochzeit sowie eine Scheidung auf dasselbe Bild zu fotografieren.)
Ich denke, es ist essentiell, dass wir nicht nur realisieren, wie klein wir im Sonnensystem sind, sondern auch wie sehr wir unsere kurze Zeit auf diesem Planeten schätzen sollten. Solargraphs haben die Möglichkeit, dies allen näher zu bringen.
Lerne wie du deine eigene sechs Monate lange Pinhole Belichtung machst mit diesem Tipster von Justin Quinnell

Wenn du jemals in Bristol sein solltest, kannst du Justin auf pinholephotography.org für Pinholeworkshops und Lektionen kontaktieren.

geschrieben von cruzron, übersetzt von juliettete

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Der Originalartikel wurde in folgender Sprache verfasst: English.