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Zwei Weltanschauungen - Meine LomoStory

Meine Lomo Geschichte begann vor vielen Jahren, als ich noch ein kleines Mädchen war und meine Mutter mir einen Actionsampler schenkte. Mir gefiel das Geschenk und vor allem dass man vier Bilder in einem Bild machen konnte. Damals gab es noch keine digitalen Kameras. Aber ich war zu jung und noch nicht an Fotografie interessiert. Und jetzt habe ich nicht die leiseste Ahnung, wo mein alter Actionsampler ist. Wir sind ein paar mal umgezogen, deshalb weiß ich nicht, wo meine Eltern ihn verstaut haben. (Manchmal höre ich den Geist der Kamera durch das Haus wandern und "WARUM?" flüstern...)

Als ich aufwuchs, entdeckte ich, dass ich gerne Erinnerungen davon behalten wollte, wie ich heranwuchs. Das sind vielleicht die ersten Momente, in denen du verstehst, wie das Leben läuft und vor allem, dass es eben niemals rückwärts läuft. Seitdem hatte ich ein paar kompakte Digitalkameras, aber mit der Zeit suchte ich nach der Perfektion in meinen Bildern. Ich brauchte eine Kamera, die die Realität so darstellte, wie meine Augen sie sahen. Der Himmel sollte BLAU sein, nicht nur ein weißer Aufwasch.

Und da kam schon meine Chance: mein Onkel schenkte mir seine digitale Spiegelreflex, als er sich eine neue kaufte. Es ist nicht so leicht, das zuzugeben, ich schreibe schließlich in der Rubrik “Analoger Lebensstil”, aber ich mag die Kamera sehr. Sie ist mein Schatz, mein drittes Auge. Ohne sie fühle ich mich verloren, als ob ich nicht wirklich sehen würde, was in meinem menschlichen Gehirn und meinen Augen passiert. Fotografie ist für mich nicht nur Leidenschaft, sondern auch ein Muss. Aber eines Tages klopfte Lomography wieder an meiner Tür.

Bei einem Schulausflug waren wir in München und besuchten die BMW Welt. Ich war mit einer Freundin (eine wunderbare Fotografin) unterwegs und da sahen wir bei den Souvenirs eine “Lomo Ecke”. Sie meinte, ich sollte mich an der Lomographie versuchen. Es sei eine ganz andere Art, Bilder zu machen. Sie fasste die Zehn Goldenen Regeln zusammen und am besten gefiel mir diese:

“Schau nicht durch den Bildsucher”.

Nach 10 Sekunden hielt ich meine ersten beiden Lomography Kameras in meinen Händen: Die Fisheye und freilich den Actionsampler Clear, den ich ja schon mal hatte… Ich musste ja dem alten Actionsampler die Ehre erweisen, bis die Kamera irgendwann wieder, wie durch Magie, bei mir auftaucht.

Meine LomoFamilie besteht im Moment aus:

Außerdem habe ich mir eine Diana Mini bestellt, die nächste Woche kommt! (Ich bin so aufgeregt!) Außerdem benutze ich eine Pentax, die alle Fotos aus meiner Kindheit festgehalten hat. Sie ist wie meine ältere Schwester (Ich hoffe außerdem, dass ich den “Win your Lomography Wishlist” Wettbewerb… Ich bin aber nicht allzu optimistisch!)

Und das ist meine Antwort, wenn mich jemand fragt, warum ich analoge Kameras verwende, wenn ich eine schöne digitale Spiegelreflexkamera besitze: digitale Fotografie ist sprichwörtlich die Perfektion des “Erinnerungen Festhaltens”; Lomographie dagegen dreht sich einfach darum, Spaß zu haben.

Der Spaß Bilder zu machen, die du möglicherweise nie siehst, weil du etwas mit dem Licht falsch gemacht hast. Oder deine Freunde, die sagen “Oh, ich muss wohl warten, bis ich das sehe…”, wenn ihr Grimassen schneidet und davon Bilder macht.

Manche Momente brauchen ein perfektes Foto. Andere Momente brauchen eine Lomography Kamera.

geschrieben von attelid, übersetzt von wolkers

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Der Originalartikel wurde in folgender Sprache verfasst: English.