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Die große Lomography Film-Bibel: Diafilm-Edition

Ihr wolltet sie haben, hier ist sie – die große Lomography Film-Bibel: Diafilm-Edition! In den kommenden Tagen wird es Infos zu allen Diafilmen geben, die wir zwischen die Finger bekommen konnten: eine Beschreibung ihrer Eigenschaften, illustriert mit exzellenten Beispielen aus der Lomo-Community. Aber bevor wir loslegen, erklären wie kurz, wie es funktioniert.

Was ist Diafilm?

Diafilme sind Filme, die ein Positiv erzeugen, und kein Negativ, wie die „normalen“ Negativfilme.
Das heisst ganz einfach, dass das entwickelte Bild in Echtfarben dargestellt wird, und nicht erst „umgekehrt“ (invertiert) werden muss, wie dies bei Negativfilmen zum Erstellen der Abzüge geschieht.
Die Bilder sind transparent, und gerahmt können sie klar projiziert werden. Es ist aber gar nicht nötig, Bilder von Diafilmen rahmen zu lassen, es können auch Abzüge erstellt werden. Oder der Film wird statt dessen in den Chemikalien für Farbnegativfilme entwickelt – das nennt sich Crossentwicklung.

Was ist das immer mit dieser Crossentwicklung?

Crossentwicklung heisst, dass man einen Film absichtlich in den „falschen“ Chemikalien entwickelt, um bestimmte Effekte zu erzielen. Crossentwicklung wird in den meisten Fällen angewendet, um Diafilme in den Chemikalien für Negativfilme zu entwickeln. Die meisten Diafilme werden normalerweise im E-6 Prozess entwickelt, der Prozess für Farbnegativfilme heißt C-41. Wenn man einen Diafilm in den Chemikalien für einen Negativfilm entwickelt, also in C-41, werden dadurch typischerweise Farbsättigung und Kontrast erhöht und es entstehen Farbverschiebungen, die die Fotos surreal erscheinen lassen können. Wenn du dich dazu entschließt, einen Film crossen zu lassen, bitte das Labor, von sämtlichen Farbkorrekturen abzusehen. Denn sonst denken die Automatiken der Maschinen, dass mit deinen Bildern etwas nicht stimmt, und sie werden versuchen, das zu korrigieren, was häufig zu monochromen Bildern in beinahe-Neon-Farben führt, und zu schlechter Bildqualität mit mehr Korn als dir lieb ist.

Was passiert, wenn ich einen Diafilm nicht crossentwickeln lasse?

Wenn du deinen Diafilm normal in E-6 entwickeln lässt, bekommst du wahrscheinlich etwas intensivere Farben als mit dem durchschnittlichen Farbnegativfilm, aber sie werden viel natürlicher als crossentwickelte Bilder aussehen.

Was ist ISO?

Die ISO-Zahl auf einem Film bezeichnet seine Empfindlichkeit. Ein wenig empfindlicher Film, wie einer mit 100 ISO, braucht mehr Licht für ein ausgewogenes Bild (deswegen werden diese Filme auch oft als „Tageslichtfilme“ bezeichnet), während höher empfindliche Filme, wie zum Beispiel mit 400 oder 800 ISO, dafür weniger Licht benötigen. Wenn du eine Kamera hast, an der du die Filmempfindlichkeit wählen kannst, wie zum Beispiel eine Lomo LC-A, eine Rangefinder- oder eine Spiegelreflex-Kamera, wirst du normalerweise die dem Film entsprechende ISO einstellen. Wenn du mit einer Point-and-Shoot-Kamera wie der Diana F+ oder der Holga fotografierst, wirst du vorher die Lichtsituation einschätzen, bevor du dich für einen Film entscheidest.

Weniger empfindliche Filme haben auch den höchsten Sättigungsgrad (d.h. Farben sind intensiver und knalliger und haben meist eine höhere Dichte). Meistens ist es so, dass mit steigendem ISO-Wert die Körnigkeit der Fotos zunimmt.

Was sind denn ASA, DIN & GOST?

Dies betrifft nur Filme, die vor 1987 hergestellt wurden, als ISO der internationale Standard zur Angabe der Filmempfindlichkeit wurde. Vorher wurde die Filmempfindlichkeit in Nordamerika in ASA, in Europa in DIN und in der ehemaligen Sowjetunion in GOST angegeben.

ASA ist das Equivalent zu ISO, wenn du also alte Filme mit ASA-Angabe erbeutest, benutze sie so, wie du einen Film mit der selben ISO-Zahl benutzen würdest. Das gleiche gilt für deine alten Kameras: Stelle das ASA-Rädchen auf die entsprechende ISO-Zahl – beachte dabei aber, dass es früher keine hochempfindlichen Filme gab, es kann also sein, dass man den Wert nur auf maximal 200 oder 400 ASA einstellen kann.

Die DIN-Skala wird in Grad gemessen, du brauchst also eine Tabelle um den richtigen ISO-Wert zu berechnen, das gleiche gilt auf für das Sowjetische GOST-System. Bei Wikipedia findest du alle Informationen, die du dazu brauchst.

Wie man diesen Leitfaden benutzt

Die Filme sind alphabetisch nach Marke und dann nach Namen sortiert. Viele Filme gibt es in mehreren Empfindlichkeitsstufen, und oft auch als Kleinbild- (35mm) und Rollfilm (120), wir behandeln also die allgemeinen Eigenschaften und verlinken Beispiele. Nicht jeder Diafilm, der jemals hergestellt wurde, ist hier vertreten, denn dies ist ein laufendes Projekt.
Wenn es einen Film gibt, von dem du denkst, dass er fehlt, schreib uns bitte eine Email an filmbible@lomography.com.

Über abgelaufene und eingestellte Filme

Abgelaufene und eingestellte Filme sind vertreten und durch ein Sternchen gekennzeichnet. Nach diesen alten Schätzchen musst du suchen, aber sie sind die Mühe wert. Aber bedenke, dass abgelaufene Filme oft einen Qualitätsverlust erleiden (wie stark der ausfällt hängt davon ab, wie der Film über die Jahre gelagert wurde), und mögliche Farbverschiebungen, Schäden und andere Eigenheiten sind zu vielfältig und unberechenbar, um sie hier anzusprechen.

Ein letzter Hinweis

Wir sind alle verschieden. Unsere Kameras sind verschieden. Unsere Labore sind verschieden, und unsere Scanner auch. Wir leben in verschiedenen Teilen der Welt, und das Licht variiert dramatisch von Ort zu Ort, und je nach Jahreszeit, also betrachte dieses Verzeichnis bitte als eine Art allgemeinen Leitfaden. Und jetzt geh raus, und fotografiere!

Pamela Klaffke war früher Zeitungs- und Magazinjournalistin und arbeitet jetzt als Autorin und Fotografin.

geschrieben von pamelaklaffke, übersetzt von scorpie

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Der Originalartikel wurde in folgender Sprache verfasst: English. Den Artikel gibt es auch auf: Italiano & Spanish.