Fujica MA 1
geschrieben von zark
am 15. November 2009
, 3 Kommentare
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Die Fujica MA 1 ist eine einfach gebaute Plastik-Kamera mit einem Fujinon 42mm Fix-Focus Objektiv bestehend aus drei Elementen. Es gibt drei Blenden-Einstellungen: Sonne (f/11), Wolken (f8) und Blitz. Die einzige Verschluss-Zeit ist 1/100 Sekunde. Für die korrekte Belichtung wird hier auf den Belichtungsspielraum moderner Negativfilme vertraut.
Die Blenden-Einstellung “Blitz” verändert den Fokus leicht. Hier wird der Reichweite von Blitzen Rechnung getragen. Der Filmtransport erfolgt mittels Daumenrad. Ausgelöst wird mit einem grünen Knopf auf der Kamera-Oberseite.
Jetzt aber mal Schluss mit den trockenen Fakten! Die MA 1 schreit geradezu “Plaaaastiiiiiik”. Sieht nach Plastik aus, fühlt sich wie Plastik an und klingt definitiv wie Plastik. Roch bestimmt auch mal so. Als wäre es ein Qualitätsmerkmal steht vorne auf dem Objektiv in Großbuchstaben “Lens made in Japan”. Hier ist es zumindest zweifelhaft. Alles Kunststoff!

ABER, da ist ja schließlich ein “Kunst” in Kunststoff! Und hat uns Lomographen der klassische Qualitätsbegriff jemals ernsthaft interessiert? Was ich hier für einen unverschämten Euro aus der elektronischen Bucht geangelt habe ist ein wirklicher lomografischer Un-Scharfschütze! Das Fujinon produziert eine herrlich cremige low-fi Unschärfe und vignettiert gerade bei blauem Himmel auch. Die Bilder erinnern schon etwas an Holga oder Diana.
Leider fehlt eine “Bulb” Einstellung für Langzeitbelichtungen. Seltsam ist auch, dass der Punkt der Bildschärfe nicht bei Unendlich liegt, sondern scheinbar irgendwo zwischen zwei und drei Metern.
Alles in Allem war die Fujica MA 1 für mich eine wirkliche Überraschung. Sie würde zu meiner “Ich-verleihe-sie-an-Freunde-um-sie-mit-dem-Lomo-Virus-anzustecken” Kamera.










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