Erste Eindrücke mit dem Neptune-Convertible-Art-Lens-System: Florian Poschenrieder

Der in München lebende Fotograf Florian Poschenrieder hat sich schon vor über einem Jahrzehnt voll und ganz der Fotografie verschrieben. – Der entschleunigten Fotografie! Kürzlich hat er für uns das Neptune-Convertible-Art-Lens-System getestet. In diesem Interview erzählt er uns von seinen Eindrücken sowie auch ein wenig von sich und von seiner Fotografie.

Foto: Florian | Model: ina_monster, die ein alternatives Model ist und sich als Gothic-Liebhaberin und Latexholic bezeichnet.

Willkommen im Lomography-Magazin, Florian! Erzähl uns und unseren Lesern und Leserinnen doch ein wenig über dich und deinen fotografischen Hintergrund.

Ich bin 29 Jahre alt und schon seit 12 Jahren leidenschaftlicher Fotograf. Seit 6 Jahren bin ich als Auftragsfotograf unterwegs und arbeite zusätzlich in einem bekannten Münchener Fotofachgeschäft. So kann man schon sagen, dass ich mich der Fotografie vollends verschrieben habe. Aktuell fotografiere ich mit der 5D MK IV von Canon, dem Sony E System und auch der Leica M und habe mich außerdem bei meiner letzten Fotoserie dazu entschieden, das Neptune-Objektivsystem zu verwenden.

Wie würdest du deinen fotografischen Stil beschreiben?

Das ist eine sehr interessante Frage! Ich würde ihn als entschleunigt und trotzdem spontan beschreiben. Eine Mischung aus retro und modern. Die entschleunigte Fotografie ist für mich die Art von Fotografie, die ich durch die Arbeit mit meiner ersten Leica verinnerlicht habe. Damals habe ich gelernt, mir beim Fotografieren Zeit zu lassen und vor dem Abdrücken nachzudenken. Irgendwie bekomme ich das wohl aus meinen analogen Adern nicht mehr heraus. – Und möchte das eigentlich auch gar nicht. In den Zeiten von Selfies und über 2 Millionen hochgeladenen Fotos pro Tag auf Flickr (wirklich!), ist es mir wichtig, meinen Betrachtern die Essenz der Fotografie nahe zu bringen.

Der Prozess der Komposition und der Prozess der Bildentstehung im Kopf spielen dabei eine sehr große Rolle, aber auch – um des Handwerks Willen – die Reduktion der Ausrüstung auf das Wesentliche und die Entfernung von Automatiken. All dies hat mich und meinen Stil derart entscheidend beeinflusst, dass ich heute glaube, dass jeder Fotograf und jede Fotografin – egal ob Hobby oder Profi – sehr von diesen Dingen profitieren und so in seinem bzw. ihrem Schaffen vorwärts kommen kann.

Foto: Florian | Model: mariellfelicitas, die Kunst, Bücher, Kleider und Möbel liebt und sich als Vintage-Enthusiastin bezeichnet.

Welche anderen Interessen hast du neben der Fotografie?

Die Musik und andere Formen der audio-visuellen Gestaltung. D.h. ich mache z. B. auch gerne Videos und arbeite dabei mit anderen Musiker/n/innen und Künstler/n/innen wie Tätowierer/n/innen und Schneider/n/innen zusammen. All das fließt aber natürlich auch wieder in meine Fotografie hinein.

Was war dein erster Eindruck als du die Convertible Art-Lenses gesehen und verwendest hast?

Eine neue unkonventionelle Art eine Optik zu gestalten. Ich musste auch an das alte Voigtländer-Bessamatic-System denken. Das analoge Design dieses Systems hat mir jedenfalls sehr zugesagt.

Wie passt das Neptune-Convertible-Art-Lens-System zu deinem Stil?

Da ich viel auf Reisen bin und sehr viel spontan fotografiere, passt die Größe und das Gewicht des Objektivsystems extrem gut zu meiner Art der Fotografie. – Schließlich will ich mich nicht totschleppen und ein solch kleines System mit 3 verschiedenen Brennweiten ist selbst zusammen mit einer schweren DSLR problemlos für mich nutzbar.

Foto: Florian | Model: mariellfelicitas

Welche Brennweite hast du am meisten genutzt?

Also ich selbst bin ein sehr großer Fan der 35-mm-Brennweite, allerdings lag das bisher immer an der Größe. Ich muss gestehen, dass ich alle 3 Objektive ungefähr im selben Ausmaß genutzt habe.

Erzähle uns etwas über diese Aufnahmen.

Puh… was kann ich zu diesen sagen. Ich treffe mich nach der Arbeit oft mit Freunden und halte gern spontane oder auch spontan wirkende Momente fest. Manche Momente ergeben sich einfach, andere werden auch am entsprechenden Ort inszeniert. Die meisten meiner fotografierten Models sind selbst Künstler/innen, Fotograf/en/innen oder auch in anderen kreativen Berufen tätig. Dadurch findet beim Fotografieren immer auch ein freundschaftlicher Austausch statt, während dem sehr oft sehr schöne Aufnahmen entstehen.

Foto: Florian | Models: mariellfelicitas & ina_monster

Welches Foto gefällt dir am besten?

Da muss ich passen :-) Ich habe als Fotograf an meinen Aufnahmen immer etwas auszusetzen, finde aber gleichzeitig auch alle gut. Also lasse ich meist meine Betrachter und Betrachterinnen entscheiden, welches das beste Foto ist.

Welchen Tipp hast du für Erstanwender und Erstanwenderinnen?

Falls jemand, so wie ich, verschiedenste Kameras benutzt, würde ich dieser Person empfehlen, sich für ein Objektivbajonett-System zu entscheiden (z.B. für Nikon) und dieses dann für andere Bajonett-Systeme (z. B. für das von Canon, Sony oder Leica) zu adaptieren. Dadurch kann man alle Objektive mit möglichst vielen Kameras – seien diese nun analog oder digital – zusammen benutzen.


Um noch weitere von Florians Arbeiten zu sehen, besuche seine Website und folge ihm auf Instagram.

Sieh dir außerdem die fabelhaften Instagram-Accounts seiner beiden Models an – ina_monster & mariellfelicitas!

geschrieben von ellakoppensteiner am 2018-07-03 in #gear #people

Thanks, Danke, Gracias

Thanks

Ohne Euch hätten wir es nicht geschafft! Ein großes Dankeschön an alle 2000+ Unterstützer die unserer neunten Kickstarter-Kampagne zum Erfolg verholfen und die Diana Instant Square möglich gemacht haben! Wir sind schon gespannt, was für erstaunliche Foto-Stunts ihr damit anstellen werdet. Ihr habt die Gelegenheit uns auf Kickstarter zu unterstützen verpasst? Keine Sorge – die Diana Instant Square gibt es jetzt zum Vorbestellen in unserem Online Shop und einen gratis Light Painter legen wir auch dazu.

Mehr interessante Artikel