The Analogue Photography Series: Film is Still Alive von Take Kayo

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Film ist tot. Die Digitalfotografie hat gewonnen.

Diese zwei Aussagen lösen in der Foto-Community immer wieder Erdrutsche von Kommentaren aus und bringen beide Seiten gegeneinander auf. Doch das ist kein Wettbewerb und es sollte auch keiner sein. Sieh es mal so, wir sind alle Teil derselben Art, gehören aber unterschiedlichen Familien an.

© Take Kayo

Das Wiederaufleben der Filmfotografie in den letzten Jahren ist aber Hinweis darauf, dass sich immer mehr Menschen für Emulsionen interessieren. Fotografen und Fotografinenn kramen ihre alten Kameras heraus, Labore haben wieder ordentlich zu tun und es gibt scharenweise Neulinge, die das Zusammenspiel von Objektiv, Verschlusszeit und Blende lernen wollen.

Mr. David Chan, Inhaber eines Kamera-Ladens in Champagne Court, Hong Kong © Take Kayo

Dies ist zumindest die These von Take Kayos kurzem Dokumentarfilm Film is Still Alive. Take ist kein Neuling in Sachen Filmfotografie. Seit Jahrzehnten beschäftigt er sich mit Filmen, Kameras, Objektiven usw., man kann also sicher behaupten, dass er den analoge Lifestyle kennt. Er filmte die erste Episode seines Projekts The Analogue Series zusammen mit seinem kreativen Partner Ryan Savella von Arcade Original und konzentrierte sich auf junge Fotografen aus Vancouver (wo er lebt), die heute, in den Tagen von Sensoren und Hightech-Ausrüstungen, immer noch auf Film fotografieren.

Alte Technologie für eine junge Generation.

Film is Still Alive via YouTube

Film is Still Alive ist eine Kurzgeschichte von Menschen und ihre Verbindung zu älterer Fototechnik. So einfach ist das. Zu diesen Menschen zählen junge Fotografen, die sich mit analoger Fotografie beschäftigen, Profis, die es vorziehen, für ihren Arbeiten Film zu verwenden, passionierte Sammler von Vintage-Kameras und Anbieter neuer Möglichkeiten, Filmkameras neu zu entdecken und zu nutzen.

Greg Girard © Take Kayo

Filmfotografie hat einen gewissen Charakter. Es geht um Vorlieben. Es geht um Identität. Es besteht kein Zweifel, dass die digitale Fotografie viele kreative Möglichkeiten und Anwendungen geschaffen hat und es ist ein beruhigender Gedanke, dass es der Fotografie gut geht. Es bleibt aber eine Tatsache, dass es immer noch diejenigen gibt, die die alten Methoden bevorzugen. Beide Möglichkeiten sind akzeptabel. Es geht nicht darum, welche besser ist oder welche die Führung übernimmt. Es geht um die Möglichkeit, das Medium und die Zufriedenheit, die es den Menschen gibt, zu schätzen ohne andere zu vernachlässigen.

Sieh dir den kurzen Dokumentarfilm an und du wirst sehen, was wir meinen. Auf jeden Fall Hut ab vor Take und der Crew hinter Film is Still Alive. Es lebe der Film!


Hast du Interesse an den Arbeiten von Take, findest du sie auf seiner Website und auf Instagram.

geschrieben von cheeo am 2018-05-30 in #culture #Videos
übersetzt von dopa

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2 Kommentare

  1. steamtug1959
    steamtug1959 ·

    Super !!!!

  2. steamtug1959
    steamtug1959 ·

    Ich würde sagen, die Fotografie lebt !!!!
    Es gibt eben immer mehr Auswahl, was Technik und Gerätschaften betrifft, und nicht jeder kann das verarbeiten.
    Die Auseinandersetzungen zwischen Menschen, die mit unterschiedlicher Gerätschaften fotografieren, finde ich unverständlich !
    Ich bin Jahrgang 1959 und habe mit 9 Jahren mit der Kamera meines Großvater ( eine 6x9 Zeiss Nettel ) zu fotografieren begonnen.
    In meiner Jugend gab es keine Auseinandersetzungen zwischen Benutzern verschiedener Geräte, und es gab da auch schon einiges ( vom Mikro, Klein und Mittelformat bis zum Großformat, dann kam noch Polaroid dazu ). Es wurde zu meiner Zeit über Vor und Nachteile der jeweiligen Geräte abgewogen, aber am Ende ließ man die Resultate sprechen, die Fotos !!!!!!
    Nachdem ich über ein halbes Jahrhundert mit allem, was mir die Technik zu Verfügung stellt, fotografiere, kann es leicht passieren, daß man ein Hybrid wird (ich fotografiere analog und digital, und digital mit analogen Objektiven).
    Somit hatte ich des öftern (ohne es zu wollen) Diskussionen mit Puristen der verschiedenen Fraktionen.
    Angebliche Experten (der analogen oder der digitalen Fraktion), die anderen Fotografen den Spaß (wegen ihrer angeborenen Intoleranz) verderben wollen, sind es meistens auch schlechte Fotografen...

    @cheeo deine Artikel finde ich sehr gut & Super, so gute Artikel zu finden, und dir die Zeit für die Übersetzung zu nehmen @dopa !!!!
    Beiden vielen Dank & Liebe Grüße, Ralph

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