Body-Positivity meets Art: Eine Veranstaltung der Berliner Plattform Curated by Girls

Curated-by-Girls (CBG) ist eine von Berlin aus betriebene Online-Plattform, die unter der Regie von Laetitia Duveau künstlerische Talente jeden Geschlechts, jeder Ethnie, jeden Körpertyps und jeden Alters aus der ganzen Welt zusammenbringen und fördern möchte. Neben der Stärkung der Weiblichkeit ist eines der wichtigsten Anliegen der CBG-Plattform, die Vielfalt zu feiern. – Und das richtig: Am 3. Mai 2018 findet in Berlin darum unter dem Titel "Come as you are" das 7. CBG-Event statt, bei dem nicht nur die Arbeiten verschiedener Künstler und Künstlerinnen ausgestellt werden, sondern auch zu grandiosen DJane-Klängen ordentlich getanzt wird!

Während sich die ausgestellten Arbeiten, inspiriert vom australischen Dokumentarfilm „Embrace“ (2016, Taryn Brumfitt), ganz auf das Thema „Body-Positivity“ konzentrieren und die Auseinandersetzung mit der Einstellung zum eigenen Körper und Selbstakzeptanz darstellen – und anregen, laden DJanes wie Golden Medusa, S Ruston und NOT YOUR GIRLFRIEND dazu ein, sich zu ihren Beats gehen zu lassen!

Hier noch einmal alle wichtigen Informationen zur Veranstaltung Come as you are:
Wann? - 3. Mai 2018, ab 17:30
Wo? - Club St. Georg, Berlin


Um Vorweg einen Eindruck zu bekommen, stellen wir euch ein paar ausgewählte Werke zusammen mit einigen Künstlerinnen-Statements vor!

Camila Fontenele
„Mit Bildern zu arbeiten, erlaubt mir, die Welt von einer anderen Perspektive zu erleben. Die Fotografie ermöglicht mir zwischen meinem tiefsten Inneren und dem Äußeren eine Brücke zu bauen. Ich glaube außerdem, dass ich durch diese Ausdrucksart, in Hinblick auf das, was mich umgibt und erlebt habe, eine eigne Erzählung meiner eigenen Geschichte kreieren kann und dadurch heile. Ich bin eine Frau, die ihre Stärke daraus bezieht, ihre eigenen Empfindungen zurückzunehmen, aber dennoch der Welt die Tür zu meinem Herzen zu öffnen, um Antworten zu bekommen. In meiner Arbeit Girls with Curves (Mädchen mit Kurven) beschäftige ich mich mit Frauen außerhalb der ästhetischen Standards, die von der Gesellschaft auferlegt werden. – Mit echten Frauen, deren Leben sich in ihre Körper eingeschrieben hat. Dazu gehören Cellulite, Kurven und verschiedene, tägliche Bewegungen.“
Marie-Charlotte Nouza
„Ich mag es, die Diversität von Körpern und Schönheit darzustellen. Vor allem Körper, die sich außerhalb jener Norm befinden, die wir jeden Tag in Filmen, in der Werbung etc. sehen. Das ist ein Portrait von Aaron. Sie ist eine junges Model und eine schwarze Transfemme mit einer Behinderung und kämpft für mehr Vielfalt in der Modebranche.“
Sarah Wu
„Illusion ist eine Serie, die von meinen persönlichen Erfahrungen mit einem verzerrten Körperselbstbild handelt und den daraus resultierenden Essstörungen. – Wir leben in einer Welt, die zunehmend von unserer Selbstdarstellung geprägt und abhängig ist. Wir kreieren unsere persönliche „Marke“ online. Diese Welten werden bis zum Äußersten perfektioniert und wir vergleichen uns ständig mit dieser utopischen Online-Welt, mit dieser falschen Realität. Daraus kann sich sehr schnell eine ungesunde Beziehung zum eigenen Körper entwickeln. Es wird immer einen neuen Trend, eine neue Nummer, und eine neue Erwartung geben, die man erreichen will, bevor man, mit sich selbst unzufrieden, wieder einen neuen Mangel an sich bemerkt und sich auf diesen fixiert. Am Ende wiederholt sich der ganze selbstzerstörerische Prozess der obsessiven Gedanken.“
Pia Henkel
„Mit der Zeit habe ich festgestellt, dass es mir hilft, mich mit persönlichen Themen und Problemen fotografisch auseinanderzusetzen, um besser damit klar zu kommen. Jahrelange dachte ich, dass mein Körper abnormal sei und ich fühlte mich in meiner eigenen Haut unwohl. Ich fing sogar an, einen gewissen Ekel vor meiner Körperbehaarung zu entwickeln. Auch gesellschaftlich ist es immer noch ein schwieriges Thema und nur durch die „Body-Positivity“-Bewegung, die die letzten Jahre aufkam, habe ich verstanden, dass ich nicht die einzige Frau mit etwas mehr Haaren bin. Ich möchte mit meiner Arbeit deutlich machen, dass es ganz viel Vielfalt gibt und niemand sich schlecht fühlen sollte, nur weil man dem Standard nicht entspricht.“

geschrieben von em-lisa am 2018-05-02 in #culture #News

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