Stefano Buldrini: Über die Nutzung der Diana Mini für Puzzle-Portraits

Dank seiner Neugier, seiner Faszination und seiner Liebe zu Experimenten hat der Fotograf Stefano Buldrini mit seiner Diana Mini und seinen Puzzle-Porträts einen "David Hockney-Klassiker" nachgestellt.

Die meisten Porträts stammen von Menschen, die Stefano Buldrini inspiriert haben - Künstler und viele sind Musiker eines Orchesters. Wir haben mit @budrock über seine Serie gesprochen. Hier ist unser Interview.

Seit wann fotografierst du und wie hast du angefangen?

Ich bin vor etwa zehn Jahren in die Fotografie eingestiegen, um auch jenseits der Bühne kreativ zu sein. Nachdem ich etwas Zeit mit einer digitalen Spiegelreflexkamera verbracht hatte, begann ich mich für Film zu interessieren und dank einer Fotografie, die an der Küste von Palermo in Sizilien mit einer Lubitel 166 aufgenommen wurde, war ich schließlich ganz hin und weg. Es war eine schwarze Katze, die auf die Kamera zu lief, es war so intensiv, dass es fast das Papier hätte verbrennen könnte. Das war 2009 und dieses Foto hatte so großen Einfluss auf meine Neugierde, dass ich von diesem Moment an beschloss, zur Selbstdarstellung nur noch Film zu benutzen. Und das alles, trotz meiner Abneigung gegen Katzen ...

Oleg Caetani (2); Patrick Fournillier (Canon FTb)

Warum hast du dir die Diana Mini gekauft? Was magst du an dieser Kamera?

Ich habe mir erst Jahre später eine Diana Mini gekauft und arbeite sehr gern damit. Ich habe sie von Anfang an geliebt, vor allem weil sie so einfach zu bedienen ist. Dank dieser Kamera muss ich mich nicht lange um die technischen Aspekte eines Projekts (die ich oft verabscheue) kümmern und ich kann mich voll auf das konzentrieren, was ich kreieren möchte.

Robert Trevino; M Elio Boncompagni; Oleg Caetani (1)

Die Aufnahmen bilden eine Serie von Collagen. Kannst du uns mehr darüber erzählen? Wofür hast du sie gemacht?

Diese Kompositionen entstanden an einem schwülen Nachmittag im August, fast zufällig und angetrieben von dem Wunsch, den Film voll zu kriegen (ging es uns nicht allen schon mal so?). Es waren die letzten acht Aufnahmen, die ich von meiner Frau gemacht habe, die grade angefangen hatte, eine neue Sprache zu lernen.

Ich habe dann (vor ein paar Jahren) beschlossen, diese Technik mit den Leuten, mit denen ich das Vergnügen hatte, im Orchester zu arbeiten, weiter zu entwickeln. Es sind renommierte Dirigenten und internationale Solisten, die zudem auch äußerster freundlich sind.

Simone Pedroni

Das Ergebnis hat mich beeindruckt, hauptsächlich wegen des Gefühls der Verwirrung, das in den Bildern erzeugt wurde: Ich habe nie irgendeine Art von Stativ benutzt und ich habe die Aufnahmen aus der Hand gemacht, um alle Vollkommenheiten zu beseitigen. Diese "Fehler" wurden dann zur Stärke dieser Collagen, wie das Missverhältnis des Themas im Puzzle von Francesco Maria Colombo oder die Unschärfe bei Kolja Blacker.

Im Puzzleportrait hat jede Pose ihre eigene Individualität, wobei die Details fast übertrieben hervortreten. Außerdem, dank des Kamerablitzes und der typischen Vignettierung der Diana, wird bei der Montage der Posen (dem Moment, der am meisten Spaß macht) eine Art fotografischer Kubismus erziehlt.

Stefan Milenkovich

Wow, was für interessante Motive! Würdest du uns erzählen, woher du du deine Inspiration nimmst?

Es gibt viele Künstler, die meine Phantasie anregen, besonders David Hockney: Ich finde seine fotografische Periode erstaunlich und bewundere seine expressive Vielfalt, von den Bildern des schillernden Lichtern Kaliforniens, die fotografischen Collagen, bis hin zu seinen Zeichnungen auf iPads.

Francesco Maria Colombo; Kolja Blacher; Lucas Jussen

Was Fotografen angeht, fallen mir die Akte von Bill Brandt ein und ich denke an das Gefühl der herzzerreißenden Angst in den Werken von Arthur Tress, an das Korn in den Landschaften von Sebastião Salgado und an die Straßenbilder von Henri Cartier-Bresson. Ich finde auch die Mosaiken von Maurizio Galimberti und seine Ready-made-Produktion ziemlich genial.

Wenn ich etwas Freizeit habe, schließe ich mich hier in Mailand gerne in der Pinacoteca di Brera ein und verliere mich darin, bis ich zu Tränen gerührt bin.

Stanislav Kochanovsky; Soprano Chiara Taigi
  • Was sind die Aussichten für Stefano Buldrini?

Ich verwende diese Technik bei einem Projekt über die Architektur der Vororte von Mailand und ich werde an Puzzle-Porträt zu weiteren Themen arbeiten - da gibt es eine Gruppe von großartigen Musikern, die ich nicht erwarten kann zu fotografieren.


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2018-04-23 #people
übersetzt von dopa

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