William Mumler: Trickbetrüger & Fotograf

2017-12-04

Die Geister-Fotografie war ein Genre des 19. Jahrhunderts, in dem Fotos einer lebenden Person den "Geist" einer verstorbenen Person zeigt. Natürlich wissen wir alle, dass es sich um eine Doppelbelichtung handelt, doch damals nutze William Mumler die Leichtgläubig seiner Kunden, um seine "Geister-Fotografien" zu verkaufen.

Die erste Geister-Fotografie wurde tatsächlich zufällig gemacht - Mumler entwickelte ein Selbstporträt, das eine "Erscheinung" seines Cousins zeigte, der schon seit 12 Jahren tot war. Mumler erkannte die Möglichkeiten und nutzte die Gelegenheit Fotos von Trauernden zu machen. Es wurde ein lukratives Geschäft, wegen der vieler Familien, deren Angehörige während des Amerikanischen Bürgerkrieges getötet wurden.

Mumler wurde ein Vollzeit-Geister-Fotograf und zog nach New York. Viele Leute, versuchten seine Arbeiten zu widerlegen, und zu beweisen, dass seine Bilder ein fauler Trick waren. Viele Kritiker des Trickbetrügers beschuldigten ihn, in Häuser eingebrochen zu sein, um Fotos von verstorbenen Verwandten zu stehlen. Eines seiner berüchtigsten Fotos ist das von Mary Todd Lincoln mit dem "Geist" ihres Mannes Abraham Lincoln. Doch zu seinen "Geistern" gehörten auch einige Lebende.

Schließlich brachten ihm seine Tricks eine Anklage wegen Betrugs ein. Obwohl es seine Fotografie-Karriere ruinierte, wurde der gerissene Mumler vor Gericht freigesprochen.


Die Bilder in diesem Artikel sind lizenzfrei.

geschrieben von lomographymagazine am 2017-12-04 in #culture

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