Lomographische Farbstudien: Paradiesische Pastelltöne

2017-12-09

Die Grundfarben haben wir bereits festgenagelt, jetzt sind die Sekundär- und Mischfarben dran, genauer betrachtet zu werden. Sie machen unsere Welt komplexer und weniger binär. Wir machen einen kleinen Schlenker, denn in einer geopolitischen Welt wie der unseren, steckt noch eine illusorische Utopie in der Farbpalette der Pastellfarben.

Pastellfarben gehören zu der Familie der kräftigen Farben, sie haben aber weniger Sättigung. Der Name stammt von der Pastel-Pflanze, die eben solche Farbstoffe produziert. Ausgewaschenes Rosa, dezentes Blau und verblasstes Violett - der Schlüssel ist das Fehlen kräftiger Farben. Weiß hingegen ist sehr dominant.

Von: vicuna

Ab 2010 war die Welt wieder verrückt nach Pastellfarben. Vielleicht liegt das daran, dass unsere Welt heute voller Konflikte, Kriege und Unordnung ist, dass wir Trost und Kontrolle in milchig natürlichen Farben suchen. Auch in den 1950ern waren Pastellfarben im Trend und standen im starken Gegensatz zum 2. Weltkrieg der 1940er. Man konnte es sich einfach wieder leisten, unbeschwerter, leichter und romantischer zu sein.

Von: notolomo, erngbaka, tommy47 & johnnie-110

Pastelltöne beeinflussen unsere Gefühle und wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen. Wenn die Welt stressig und chaotisch ist und wir mittendrin, verwundert es nicht, dass Pantone seinen neuesten Pastellblau-Farbton "Serenity" (englisch für Gelassen) genannt hat. Pastellfarben sind sehr hell, vielleicht ist es dies, was ihnen dabei hilft, uns durch die dunkelsten Tage zu führen.

Von: xsara, sandravo, zezefan & jillianxenia

geschrieben von lomographymagazine am 2017-12-09 in #culture
übersetzt von dopa

Mehr interessante Artikel