Geschichten aus dem Quarter Life: Hailun Ma

2017-12-06

Hailun Ma bringt eine junge frische Briese in die Portrait- und Fine Art Fotografie. Ihre Ideen und ihre Herangehensweise an die Fotografie richten sich weder nach Normen, noch Trends, und lassen daher ständig Neues zu. Hier könnt ihr euch einige ihrer Arbeiten ansehen und von ihren Erfahrungen als aufstrebende Fotografin und Künstlerin lernen.

Name: Hailun Ma
Website: www.hailunma.com

© Hailun Ma

Was ist deine älteste Erinnerung, die du an deine Kindheit hast?

Es gab damals eine berühmte Fernsehserie, die Art Attack hieß. Es war eine Sendung, die Kindern kleine Kunstprojekte und Maltechniken beibrachte. Es war meine Lieblingssendung und ich erinnere mich, wie ich immer aufgeregt vor dem Fernseher saß und mit Stift und Papier darauf wartete, den Anweisungen zu folgen. Ich sah so viele Episoden davon, dass ich mir irgendwann ein kleines Regal zulegen musste, um meine ganzen "Kunstwerke" zu verstauen. Ich habe dann immer so getan, als wäre das ein Show Case und habe kleine Preisschilder an all meine Werke gemacht und versucht sie an meine Verwandten zu verkaufen.

© Hailun Ma

Wann und wie bist du zur Fotografie gekommen? Weshalb hast du dich in dieses Medium verliebt?

Mein Interesse zur Fotografie begann in der High School. Am Anfang war es einfach ein Hobby: Ich habe Fotos gemacht um die Zeit tot zu schlagen. Zu Beginn machte ich Selfies. Ich habe die Kamera auf einen Bücherstapel gestellt und mich in unterschiedlichen Kleidern mit Selbstauslöser fotografiert. Damit fing alles an. Später fragte ich meine Freunde, ob sie für die Geschichten die ich mir einfallen lies, modeln würden. Für mich ist die Fotografie ein sehr mächtiges Medium -- es ist schnell, praktisch und intuitiv. Es bietet mir die beste Plattform meine Ideen und Visionen zu realisieren und meine Geschichten zu verpacken.

© Hailun Ma

Eine frühe Erinnerung an analoge Fotografie oder Kameras aus den 90ern?

Meine Mutter ist Fotografin und sie hatte eine Konica Kamera, an die ich mich sehr gut erinnere. Meine Mutter machte so unendlich viele Fotos mit dieser Kamera von mir als ich ein Kind war! Ich erinnere mich auch daran, mit meiner Mutter ins Geschäft zu gehen um Filme zu kaufen, was mich jedes Mal faszinierte. Ich habe ihre Kamera heute noch und nehme sie auch manchmal noch her.

© Hailun Ma

Viele Leute behaupten, dass unsere Generation mit Mitte 20 richtig erwachsen ist. Als junge Fotografin, die bereits professionell arbeitet: Womit hattest du oder hast du noch immer zu kämpfen?

Ich glaube die größte Herausforderung als junge Fotografin ist es, meinen eigenen Stil zu finden und diesen ständig zu verbessern. Die Fotografie ist leider eine sehr konkurrenzfähige Branche, in der es schwierig ist, hervorzustechen und sich in die Köpfe der Leute einzubrennen. Da sich die Branche selbst dynamisch ist und sich ständig verändert, muss man auch selbst immer lernen, an sich arbeiten und seine Visionen erweitern. FotografInnen brauchen das volle Paket, von der Pre- zur Post-Production, und noch diverse Dinge rundherum. Das mag stressig klingen, aber ich persönlich habe Spaß daran und lerne dadurch sehr viel.

© Hailun Ma

Es gibt immer Vor- und Nachteile. Worin siehst du persönlich die Vorteile, schon als junge Künstlerin in der Fotografie-Branche tätig zu sein?

Als junge Fotografin habe ich keine Angst davor Fehler zu machen. Ich glaube, ich bin dadurch mutiger, wenn es um out-of-the-box-Denken geht. Und da ich gerade erst in dieser Branche loslege, habe ich nichts zu verlieren. Ich sage zu jedem Job und jeder Gelegenheit ja. Ich habe nie Angst vor Arbeiten, weil ich jede Möglichkeit als Geschenk empfinde.
Ich habe das Gefühl, dass man es in dieser Branche liebt junge Fotografen zu entdecken und fördern.

© Hailun Ma

Gibt es eine(n) Fotografen/Fotografin zu der du auf siehst?

Ich sehe mir oft und gerne die Arbeiten von anderen Fotografen an, aber meine All-Time-Favourites sind Nobuyoshi Araki und Tim Walker.

© Hailun Ma

Wie sieht die Zukunft für Hailun Ma in den nächsten 10 Jahren aus?

Auf jeden Fall nach Arbeit. Ich werde mein eigenes Team haben und hoffentlich die Möglichkeit, mit all den Magazinen und Marken zusammen zu arbeiten, die ich so gerne mag.

Wenn du dich für die Arbeit von Hailun Ma interessierst, schau auf ihrer Webseite vorbei oder folge ihr auf Instagram.


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geschrieben von lomographymagazine am 2017-12-06 in #people

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