Daguerres Dioramen und ihr Vermächtnis in der zeitgenössischen Kunst & Fotografie

2017-11-17

Das Diorama war eine weitere tiefsinnige Erfindung des Foto-Pioniers Louis Daguerre und ein weiteres Produkt seiner Obsession die Realität durch inszenierte Ereignisse, Geschichten und Lebensräume nachzuahmen. Hier sind Interpretationen seiner weniger bekannten Werke, neben der Fotografie.

Alaska-Schneeschaf, Denali National Park, 1997, 400 x 190 x 238 cm, © Übersee-Museum, Photo: Matthias Haase; Kent Monkman, Bête Noire, 2014, Acryl aus Leinwand, verschiedene Materialien, 487,7 x 487,7 x 304,8 cm, mit freundlicher Genehmigung des Künstlers: Jean Paul Favand, Naguère Daguerre 1, 2012, Canvas 19. Century, digitale Lichtinstallation, 270 x 410 cm, Musée des Arts Forains, © Jean Paul Favand, Foto: Jean Mulatier

Bevor er zu dem angesehenen Fotografen wurde, als welcher er heute bekannt ist, und noch vor der Daguerrotypie, hatte Daguerre bereits die Erfindung des Dioramas vollbracht. Ein Schritt, der maßgeblich zu der späteren Erfindung seiner 'Camera Obcura' beitrug.

Das Diorama war ebenfalls ein Medium, das auf Licht basierte. Es bestand aus zwei immensen Bildern, die auf der Vorder- und Rückseite beleuchtet wurden. Kombiniert mit transparenten und undurchsichtigen Malereien und Methoden, um natürliches Licht zu manipulieren, war es eine rekonstruierte Realität und neben der Daguerreotypie die realistischste, die es gab.

Auch, wenn die Kunst des Dioramas heute meist den Naturkundemuseen überlassen wird, gibt es einige zeitgenössische Künstler, die mit diesem alten Medium experimentieren. Dazu gehören auch Richard Baquié, Marvin Gaye Chetwynd, Mark Dion, Isa Genzken, Robert Gober, Mathieu Mercier, Kent Monkman, Hiroshi Sugi­moto und Jeff Wall.

Besuche die kommende Ausstellung Diorama in der Schim Kunsthalle in Frankfurt, die am 6. Oktober eröffnete und noch bis zum 21. Januar 2018 läuft.

Jean Paul Favand, Naguère Daguerre 1, 2012, Canvas 19. Century, digitale Lichtinstallation, 270 x 410 cm, Musée des Arts Forains, © Jean Paul Favand, Photo: Jean Mulatier; Hiroshi Sugimoto, Original Forest in Northern Pennsylvania, 1980, Silber-Gelatine-Abzug, 119,4 x 210,8 cm, © der Künstler, mit freundlicher Genehmigung des Sugimoto Studio; Hiroshi Sugimoto, Earliest Human Relatives, 1994, Silber-Gelatine-Abzug, 42,3 × 54,3 cm, © der Künstler, mit freundlicher Genehmigung des Sugimoto Studio
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Alle Bilder stammen aus der Pressemappe.

geschrieben von lomographymagazine am 2017-11-17 in #News
übersetzt von dopa

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