Farbdias eines US-Spions aus dem stalinistischen Russland

2017-11-16

Major Martin Manhoff war ein amerikanischer Spion, der in die UdSSR geschickt wurde, um den Alltag in Moskau zu dokumentieren. Jahrzehnte später wurden seine Farbdias nun von Historiker Douglas Smith wiedergefunden.

Manhoff verbrachte in den frühen 1950ern mehr als zwei Jahre in der Sowjetunion und arbeitete als Assistent des Militärattaches in der U.S.-Botschaft am Roten Platz. Dank dieser vorteilhaften Anstellung war es ihm möglich, sein fotografisches Talent zu nutzen, um hunderte Bilder zu machen, während er mit seiner Frau Jan durch Russland reiste.

Manhoff wurde 1954 schließlich wegen Spionageverdachts ausgewiesen und hatte hunderte Negative und Dias bei sich als er das Land verließ. Seine Bilder dokumentierten unter anderem solch wichtige Ereignisse, wie die Trauerfeier und Beisetzung Stalins.

Unglücklicherweise wurde das Archiv für all die Jahre vergessen und lagerte in einer Schachtel in einer ehemaligen Autowerkstatt im pazifischen Nordwesten der USA.


Die Bilder stammen von Bored Panda.

geschrieben von lomographymagazine am 2017-11-16 in #culture
übersetzt von dopa

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