Wir schwelgen in Erinnerungen: Die Welt der Fotografie vor 25 Jahren

2017-10-21

Das Jahr 1991 brachte den Fall der Sowjetunion - Die Welt, die zuvor durch Ideologien geteilt war, begann zusammen zu wachsen. 1992 offenbarte sich so die lange verborgene, wunderbare Welt der Russischen Kamera-Industrie.

Vor fünfundzwanzig Jahren sah die Welt gespannt auf das Aufkommen der digitalen Fotografie, Spiegelreflexkameras wurden immer beliebter und auch so mancher Dokumentar-Fotografen wurde berühmt. Es gab viele Meilensteine und Anfänge - einer davon ist die Gründung der Lomographischen Bewegung.

So sah die Die Welt der Fotografie vor 25 Jahren aus:

Die Foto-Technologie am Scheideweg des 20. Jahrhunderts

Das letzte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts hielt einige heftige Veränderungen parat. So wurde der Gebrauch von Photoshop, dem Bildbearbeitungsprogramm, das damals erstmals erschien, sehr schnell sehr beliebt.

Im Jahr 1992 begann das Internet, das jetzt kommerzialisiert wurde, sofort ein beliebtes Medium zur Speicherung und zum Teilen von Fotos zu werden, obwohl Tim Berners-Lee erst 1992 das erste Foto im Worldwide Web veröffentlichte. Es war ein Bild des CERN-Gebäudes und der Les Horribles Cernettes.

Auch die digitale Fotografie begann bereits zu blühen. 1992 kam das erste Leaf Digital Camera Back auf den Markt.

Kodak Digital Back System "DCS 420" auf Grundlage der Nikon N90 (bzw. F90/x). Foto von GcG(WPJA) aus den Wikimedia Commons

Doch die Filmfotografie war immer noch in ihren goldenen Tagen. 1992 war das Jahr der Kleinbild-Spiegelreflexkameras. Mehrere, von Kritikern bejubelte SLRs, wie die Nikon F90, Canon EOS A2E und Dynax 9xi, wurden eingeführt. Es war aber auch das Jahr der Einwegkameras wie dem Kodak Fun Saver und dem Fuji QuickSnap. Allein in den USA wurden 1992 mehr als 22 Millionen Einwegkameras verkauft.

Amy de Taranto - neueres Bild der F90x (inklusive AF Nikkor 50mm f/1.8) mit viel höherer Auflösung; Frontalaufnahme der Canon EOS A2 mit Autofokus

Die populärsten Fotografen in 1992

Die niederländische Fotografin Rineke Dijkstra, (Foto von Daphne Channa Horn)

Das letzte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts machte viele Dokumentarfotografen, wie Mary Ellen Mark und Richard Avedon, berühmt.

1992 veröffentlichte die Fotografin Rineke Dijkstra ihre Debütsammlung voller ikonischer Werke. Beach Portraits, eine Portrait-Serie, die junge Teenager an Stränden der USA, Polen, England, der Ukraine und Kroatien zeigt, brachte ihr viel Lob von Kritikern ein.

Fotograf und Fotojournalist Eli Reed, bekannt für seine Bilder aus Kriesen-Regionen und Kriegsgebieten in Mittelamerika, dem Libanon, Haiti und Panama, wird mit dem W. Eugene Smith Award augezeichnet.

Und etwa ein Jahr nach dem Fall der Sowjetunion, erhielt der berühmte humanistische Fotograf Josef Koudelka, der kurz nach dem Einmarsch der Sowjets aus seiner Heimat der damaligen Tschechoslowakei ins Exil ging, den Hasselblad Award 1992.

Außergewöhnliche Momente & Meilensteine

Die Fotografie wurde zu einem bedeutenden Medium der bildenden Kunst, und die Vorliebe der Öffentlichkeit für die Fotografie bestätigte die Bedeutung des Mediums. Die neusten Veröffentlichung von Aufnahmen des Hubble-Teleskops (Wide Field und Planetary Camera 2) vom äußeren Sonnensystem veränderte die Konzeptionen der Wissenschaft.

In diesem Jahr hat das New Yorker Metropolitan Museum of Art ein eigenes Department of Photography gegründet und zeigt ihre erste Foto-Ausstellung "The Waking Dream: Photography's First Century". Die retrospektive Ausstellung in New York begeistert Kritiker und Besucher, da sie die Entwicklung des Mediums durch 253 Fotografien aus der "Gilman Paper"-Sammlung ab 1839 zeigte.

Aber der wichtigste Meilenstein der analogen Fotografie war 1992 die Gründung der Lomographischen Bewegung und der Internationalen Lomographischen Gesellschaft (LSI).

Matthias Fiegl, Wolfgang Stranzinger und Sally Bibawy, entdeckten dank eines glücklichen Zufalls die sowjetische LOMO LC-A. In den Straßen von Prag erschufen sie eine ästhetische Bewegung, die eine Gegenbewegung zur traditionellen Fotografie sein sollte - völlig analog, mit Light-Leaks, Unschärfen, Mehrfachbelichtungen, hohem Kontrast und Korn. Die Lomographic Society International öffnete der Welt die Augen und machte auf die kleine sowjetische Kamera aufmerksam, die für viele zum Kultobjekt wurde. Das Prinzip des "Schuss aus der Hüfte" war geboren.

Der Rest ist Geschichte.

Die Infos zu diesem Artikel stammen von Britannica Encyclopedia, Tiki Toki and Timetoast und Soft Schools.


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geschrieben von lomographymagazine am 2017-10-21 in #culture
übersetzt von dopa

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