Erste Eindrücke des Neptune Convertible Art Lens Systems: Gregor Kuntscher

2017-07-12

Gregor Kuntscher ist ein in Wiener Fotograf, der sich vor allem auf Dokumentar-, Portrait- und Landschaftsfotografie spezialisiert hat. Außerdem geht er gerne durch die Straßen und dokumentiert dort das Alltagsleben. Er liebt es, mit seiner analogen Mittelformatkamera zu fotografieren.

Obwohl er Wien sehr als Wohnort schätzt, fühlt er regelmäßig den Drang andere Länder zu erkunden und auf Reisen zu gehen. In seiner Freizeit sammelt er leidenschaftlich gerne Fotobücher, hört Musik, oder geht ins Kino.

Wir haben ihm das Neptune Convertible Art Lens System zum Test zur Verfügung gestellt und mit ihm über seine Beziehung zur Fotografie gesprochen:

Fotos mit dem Neptune Convertible Art Lens System: Thalassa 35mm

Wie hat deine fotografische Reise ihren Anfang genommen? Bist du manchmal an einen Punkt gelangt, an dem du nicht mehr wusstest, ob du auf dem richtigen Weg bist? Wie verliert man sein Ziel als Fotograf nicht aus den Augen?

Meinen allerersten Kontakt zur professionellen Fotografie hatte ich mit 13, als ich ein Praktikum bei einem Studiofotografen machte. Die Fotografie hat mich dann recht schnell in ihren Bann gezogen, vor allem nachdem ich auch mal in die Dunkelkammer durfte. Wenn das Foto langsam auf dem Papier vor einem erscheint, das hat wirklich etwas Magisches.

Ich weiß dieser Satz ist ein ziemliches Klischee, aber zu Recht! Diese Erfahrung kann ich nur jedem empfehlen, gerade in Zeiten der hektischen Digitalfotografie. Ich bin noch heute manchmal unsicher, ob ich mich auf dem richtigen Weg befinde. Bei mir hat es recht lange gedauert, überhaupt den Weg der Fotografie einzuschlagen. Mit 14 wurde ich an der Graphischen nicht angenommen, worüber ich mittlerweile eigentlich recht froh bin. Da Zeichnen auch eine Leidenschaft von mir war, wurde es eben Modedesign. Mir wurde allerdings schnell bewusst, dass dies nicht das Richtige für mich ist.

Danach bin ich durch meinen Bruder zufällig zum Film gekommen und durfte die Kamera bei einem Filmcasting machen. Nach drei Jahren beim Film als Videooperator und Kameraassistent bin ich dann zur Druckvorstufe in eine Druckerei gekommen. Nach ebenfalls drei Jahren dort hatte ich den Drang wieder zur Fotografie zurückzukehren. Also begann ich zu assistieren und hatte wirklich das Glück, mit vielen verschiedenen sehr guten Fotografen zu arbeiten.

Mittlerweile bin ich seit einiger Zeit als Fotograf selbstständig und vor Kurzem habe ich mit drei Freunden ein Gemeinschaftsbüro gegründet.

Foto mit dem Neptune Convertible Art Lens System: Thalassa 35mm

Du fotografierst sehr viel auf Reisen. Hat die Fotografie für dich einen besondere Verbindung zur Fremdheit der Ferne?

Man hat einen anderen Blick auf etwas, das einem fremd ist. Ich mag es neue Kulturen kennenzulernen und mich aus meiner Komfortzone zu bewegen. Nach jeder Reise habe ich das Gefühl, dass ich mich und auch meine Arbeit weiter entwickelt habe. Neues zu entdecken hat die Menschheit immer schon angetrieben und mir geht es diesbezüglich nicht anders, außer dass ich meine Kamera dabeihabe und versuche, einen Bruchteil dessen was sich mir offenbart, einzufangen.

Foto mit dem Neptune Convertible Art Lens System: Thalassa 35mm

Von der Mode, zur Fotografie, zum Film, zum Druck und zurück zur Fotografie. Du hast schon in vielen Bereichen Erfahrungen sammeln können. Hat das einen Einfluss auf die Art und Weise, wie du fotografierst?

Auf jeden Fall. Alles, was ich gemacht habe, hat mich an diesen Punkt gebracht - dahin, wo ich jetzt bin und wie ich arbeite, darüber bin ich sehr froh. Die Arbeit beim Film hat mich natürlich sehr beeinflusst. Ich war und bin großer Filmfan. Oft schaue ich mir Filme nur wegen der Kameraarbeit an. Aber auch meine Arbeit als Grafiker hat mich beeinflusst. Ich denke meine Art zu fotografieren und Dinge zu sehen ist wirklich einen Mischung aus all meinen Erfahrungen.

Wie war es für dich, mit dem Neptune Convertible Art Lens System zu arbeiten? Hast du einen Tipp für Fotografen, die sich an dem System versuchen wollen?

Was mich sehr beeindruckt hat, war die Kompaktheit dieses Systems. Sogar die Teleoptik ist unglaublich klein und leicht. Dass die Optiken so klein sind ist ein großer Vorteil, wenn man sich unauffällig durch die Straßen bewegen möchte, außerdem geben sie den Fotos eine tollen Look. Es hat wirklich Spaß gemacht mit den Linsen zu fotografieren. Mein Tipp ist die Optiken einfach mal auszuprobieren. Man wird schnell feststellen, dass sie sich intuitiv bedienen lassen und aufgrund ihrer Kompaktheit ideal zum Reisen sind.

Foto mit dem Neptune Convertible Art Lens System: Thalassa 35mm

Fast alle Aufnahmen hast du mit dem 35mm Linsenelement aufgenommen. Warst du zuvor schon einer der 35mm-Sorte, oder bist du erst durch das System auf den Geschmack gekommen?

Eine meiner liebsten Brennweiten ist 40mm. Da ist die 35mm natürlich nahe dran. Ich würde aber nicht sagen, dass ich jetzt hauptsächlich mit dieser Brennweite arbeite, in diesem Fall hat es sich einfach ergeben.

Wenn du das Linsensystem in einem Satz beschreiben müsstest, wie würde dieser lauten? Was inspiriert dich daran?

Das System ist kompakt, leicht, intuitiv zu bedienen und gibt den Fotos einen tollen Look.

Kannst du dir zukünftige Projekte mit dem Neptune System vorstellen?

Ja, das kann ich durchaus.

Hast du ansonsten spannende Projekte geplant, die wir unseren Lesern bereits vorstellen können?

Ich arbeite gerade an einem neuen Projekt, aber das ist noch nicht ganz spruchreif.

Fotos mit dem Neptune Convertible Art Lens System: Thalassa 35mm, Proteus 80mm

Du möchtest gerne mehr von Gregor sehen? Dann schau doch auf seiner Website vorbei!

geschrieben von hannagerstacker am 2017-07-12 in

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