Angelica Trinco: Sommer Atmosphäre mit der Petzval 85 Art Lens

2017-07-16

Pastellfarben und feine weibliche Formen: Angelica Trinco hat die Petzval 85 Art Lens getestet und Bilder in der flüchtigen Sommeratmosphäre gemacht.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Ich sage normalerweise, dass ich Porträts mache und dass ich die Bildkommunikation für die kommerzielle Seite kuratiere, aber ehrlich gesagt kann ich meinen Stil nicht wirklich definieren. Ich versuche jemanden kennenzulernen und seine Seele und Charakter durch Bilder auszudrücken. Ich habe mir immer schon gerne Bilder angesehen. Ich bin verliebt in die Fotografie und bewundere auch, wie viele Talente es auf der Welt gibt.

Was möchtest du gerne mal fotografieren und was würdest du niemals fotografieren wollen?

Ich fotografiere gerne Leute, vor allem Frauen. Ich rede mit ihnen und ich versuche zu verstehen, was sie gerne repräsentieren möchten. Nur so kann ich Aufnahmen verwirklichen, die diese Gefühle und Ideen übertragen, während ich immer meinen Stil und einen Teil von mir selbst hinzufüge.

Es gibt nichts, das ich nicht fotografieren würde, aber ohne das Element Mensch hab ich so meine Mühen. Neben Aufnahmen von Architektur, sind meine Landschaftsaufnahmen meist nur Lichttests, die ich mache, bevor ich mit dem Shooting anfange. Während der Nachbearbeitung erinnere ich mich dann wieder, dass ich sie gemacht habe, also bearbeite ich sie auch. Ich möchte gerne Landschaften fotografieren, aber mit der Absicht, bestimmte Gefühle zu übermitteln.

Wie sieht dein kreativer Prozess aus - angefangen beim Konzept, übers Shooting bis hin zur Nachbearbeitung der Bilder?

Ich liebe es, durch die Welt, aber auch innerhalb Trentinos zu reisen. Ich habe das Glück, in einem beinahe märchenhaften Ort zu leben. Ich fahre oft mit dem Auto herum und ich sehe so wunderschöne Orte, dass sie fast künstlich wirken. Ich finde immer verschiedene Ecken, die mir bei der Entwicklung von Ideen und Konzepten helfen. Wenn ich einen Ort entdecke, fange ich an, über die Art von Person nachzudenken, mit denen ich gerne ein Shooting machen würde, dann darüber, welche Geschichte ich erzählen möchte und wie. Andererseits gibt es aber auch Orte, die mehr mit meiner aktuellen Stimmung verbunden sind.

Früher habe ich viel nachbearbeitet, aber in letzter Zeit mache ich es viel weniger: Ich ziehe es vor, bestimmte Effekte direkt am Set zu erzeugen, statt sie später hinzuzufügen.

Erzähl uns von dieser Serie. Was wolltest du erschaffen und erzählen?

In den Bildern, die ich euch gezeigt habe, gibt es viele Geschichten: Da sind die beiden Sabrinas, Jovana und Giulia. Jede erzählt ihre eigene Geschichte.

In der Serie, die ich mit Jovana realisiert habe, erzählen wir die Geschichte vom Wind, vom Wunsch zu fliegen und einfach weg zu gehen. Diese Serie wurde mit Hilfe vieler Menschen realisiert: Linda Maculan, Camilla Spagni, Alessio Ravelli und Giulia Broz.

Mit Sabrina T. wollte ich ihre Persönlichkeit zeigen. Ich verehre sie und ich fotografiere sie sehr oft; Sie hat diese Ruhe und innere Gelassenheit, die ich jedesmal beneide, wenn ich sie treffe.

Zu Sabrina G.: Ich habe immer gedacht, dass sie etwas aus einer anderen Epoche an sich habe, also habe ich versucht, dieses Detail in einem alten Schlafzimmer einzufangen. Ich mag diese Aufnahmen, weil sie neben dem Vintage-Stil und Effekt auch einige Perioden aus meinem eigenen Leben repräsentieren.

Wie war es, als du die Petzval 85 Art Lens das erste Mal benutzt hast? Was war dein erster Eindruck?

Das erste Mal, dass ich das Objektiv ausprobiert habe, fand ich es super eigenartig und ein bisschen anspruchsvoll. Ich brauchte einen Moment, um das richtige Vertrauen zu finden. Doch dann habe ich mich verliebt: Ich liebe die Aufnahmen, die man damit machen kann.

Wie passt das Objektiv zu deinem fotografischen Stil? War es schwer zu bedienen?

Das Objektiv schafft eine Atmosphäre, die ein bisschen Vintage wirkt und perfekt zu meinem Genre passt. Ich liebe vor allem den Unschärfe-Wirbel für Portraits. Zuerst war es ein bisschen kompliziert, sich daran zu gewöhnen, aber nach wenigen Aufnahmen hatte ich keine Probleme mehr.

Welche dieser Aufnahmen gefällt dir am besten und warum? Welche Geschichte hat es?

Ich habe kein Lieblingsbild, ich mag sie alle. Ich liebe die Bilder mit Sabrina T. weil sie eine perfekte Mischung zwischen dem sind, was sie ist und dem was ich bin. Abgesehen davon, dass sie ihre Gelassenheit ausstrahlen, haben sie etwas, das einen drängt, sich die Bilder anzusehen und die Geschichte hinter ihnen zu suchen, um zu verstehen, wie sie diese Ruhe erreicht hat, trotz der Kämpfe, die sie während ihres ganzen Lebens vielleicht erlebt hat.

Hast du schon Pläne für kommende Projekte?

Im Moment konzentriere ich mich auf meine endgültige Dissertation über die Fotografie; Ich werde dieses Projekt während des Sommers umsetzen und dafür auch anfangen, mich der analogen Fotografie zu widmen. Danach möchte ich in die Welt hinaus und ein bisschen reisen. Ich hoffe, ich kann viele neue Leute treffen und neue Geschichten erzählen.


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geschrieben von lomogiu am 2017-07-16 in #people
übersetzt von dopa

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