Ciao bella Italia!

Im April machte sich das Miri-Duo, das sind wir, aber in der dritten Person gesprochen klingt es nochmal besonders „cool“, auf nach Sardinien. Warum Sardinien? Nun ja, wir beide waren bereits dort gewesen und wussten um die Schönheit der Insel, besonders der Strände und Buchten. Genau das Richtige für uns Hobbymeerjungfrauen.

Als wir uns mehr oder minder spaßeshalber nach Flügen umsahen stand im Anbetracht der unschlagbar günstigen Preise schnell fest: das machen wir! Eine günstige Unterkunft und Mietwagen waren auch schnell auserkoren. Es konnte also losgehen! Unsere „Lomos“ kamen wieder in den Dauereinsatz. Wir wollen hier einmal unsere Highlights mit euch teilen.

Quartu Sant Elena – dort war unsere typisch italienische Unterkunft. Außerhalb der Saison kann man auf der ganzen Insel super Schnäppchen machen. Wir entschieden uns für den Süden aufgrund der Flughafennähe und der Erreichbarkeit vieler schöner Ecken (was sich teilweise als inkorrekt herausstellen sollte, wie ihr noch lesen werdet). Ein weiterer Grund waren: Flamingos! In den Salzsalinen des Ortes tummeln sich die rosa-pinken, gefiederten Langbeiner. Sie waren gleich am ersten Tag unser erstes Highlight.

Cagliari – die hübschen schmalen, verwinkelten und teilweise steilen Straßen der Altstadt gefielen uns, auch wenn es sich zum Nachmittag hin eingeregnet hatte. Miri K.‘s veganes Herz schlug beim Lunch im Universo Vegano, einem veganen healthy Fastfood Restaurant, höher (letztlich hat es uns beiden dort geschmeckt). Auch die günstigen Café Preise in der Stadt überraschten uns positiv, wird man sonst in städtischen oder touristischen Gebieten meist ordentlich zur Kasse gebeten. Funfakt: Coffee to go ist in Italien ein No-Go und wird daher meist erst gar nicht angeboten. Die Italiener genießen ihren Kaffee eben lieber vor Ort. Kann man auch irgendwie nachvollziehen, oder?

Bosa – auf diesen Ort im Westen der Insel sind wir durch einen Bekannten aufmerksam geworden. Es handelt sich hierbei um ein Dorf am Fuße eines kleinen Berges, der mit einer Höhenburg versehen ist. Das allein macht Bosa noch nicht so besonders. Es sind die zahlreichen bunten Häuser, die wir schon bei der Anfahrt aus der Ferne sehen konnten. Am Fluss entlang zog sich eine Straße, die zu einer Seite vom Wasser und Palmen, zu anderen mit den bunten Häusern gesäumt wurde. Ein bisschen wie Havanna, was wir sehr hübsch und „instagramable“ fanden. Vom Süden her haben wir 2,5 Stunden dorthin gebraucht.

Eine Bootstour von Cala Gonone aus – unser letzter Tag sollte der härteste, aber auch schönste werden. Nachdem wir uns selbst mit einer Weckzeit von 5 Uhr aus den Federn gequält hatten, ging es ab 6 Uhr erstmal 3 Stunden mit dem Auto in den Osten. Wir hatten keinen Plan, wie früh man erscheinen musste, um noch einen Platz auf den Tourbooten zu ergattern. Es war schließlich Nebensaison und wir waren unsicher, ob überhaupt schon regemäßig Boote fuhren. 9 Uhr erschien uns sinnvoll. Vor Ort stellten wir fest: 10 Uhr hätte auch gereicht. War nicht so tragisch, parken ist nämlich bis Juni kostenfrei am Hafen und wer früh kommt, bekommt auch einen Pole-Position-Parkplatz. Die Tour selbst ging den ganzen Tag und wir wurden mit einem Motor-Schlauchboot zu verschiedenen Buchten gebracht, von denen eine schöner war als die andere. Uns hat Cala Biriola am besten gefallen. Auch hier lohnt es sich, die Vorzüge der Nebensaison zu nutzen: unser Tourguide erzählte uns, dass im Sommer die Buchten immer völlig überfüllt seien. Glück gehabt, sagen wir da! Übrigens die Buchten mit ihren weißen Marmorsteinen und dem türkisfarbenen Wasser sind ein Traum für jeden Drohnenfotografen.

Eine Woche ging viel zu schnell rum. Unser Fazit: Sardinien ist immer ein Besuch wert. Im April und Mai kann man dort ziemlich günstig unterkommen und vermeidet den Sommertourismus, der volle Strände und überfüllte Orte mit sich bringt. Und lasst euch von den Hobbymeerjungfrauen gesagt sein: das Wetter ist durchaus schon zum Baden geeignet, wenn man möchte!

Also nichts wie los!

Ciao Sardinia, arrivederci!


Miriam Korczak
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Miriam Möllers
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geschrieben von helmadee am 2017-05-23 in

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