Künstler im Rampenlicht: Eliot Lee Hazel

2017-06-04

Wenn man sich die Arbeiten von Eliot Lee Hazel anschaut, wird man durch die schiere Menge an Bilder überrascht, während die akribische Liebe zum Detail in jedem Bild einen in seinen Bann zieht. Durch seine Fülle an Motiven ist man gezwungen, Dinge auf eine neue Art zu sehen. Wir haben uns mit Eliot in Verbindung gesetzt und ihm ein paar Fragen zu seinem jüngsten Projekt mit Lomographys LomoChrome Purple gestellt.

Willkommen, Eliot! Bitte erzähl uns ein bisschen von dir.

Hi, mein Name ist Bob, man kennt mich aber auch als Eliot Lee Hazel.

Wenn man sich deine Arbeit anschaut, fällt zuallererst auf, dass, auch wenn das Thema Mode ist, es einen kompositorischen Unterton auf der formalen Seite der Bilder zu geben scheint. Suchst du speziell nach geometrischen Formen für deine Fotos oder wie gestaltest du sie, abgesehen von der Kleidung selbst?

Geometrische Formen zu nutzen ist nichts, was ich je geplant habe. Es hat sich irgendwie so ergeben. Ich war schon immer ein Fan von der Verwendung von negativem Raum und davon, Bildern ein Gefühl einer anderen Welt zu geben.

Bei der Lomografie geht es um Film und um das Experimentieren. Inwiefern beeinflusst dich die Wahl des Mediums in deiner Arbeit?

Ich liebe die Überraschung, die sich bietet, wenn man unterschiedliche Filme nutzt. Im Moment tendiere ich aber mehr dazu, die Dinge simpel zu halten, weil Zeit oft ein Problem darstellt. Ich hatte die Tendenz mit allerlei Tricks verrückte Dinge zu machen, abgelaufene Filme und die verrücktesten Kameras, die ich finden konnte, zu nutzen, doch inzwischen habe ich einfach zu viele Kameras, zu viele Filme und so weiter.

Wie war es, mit dem Lomochrome Purple Film zu fotografieren? Hast du irgendwelche Tipps für Leute, die ihn das erste Mal benutzen?

Als ich angefangen habe den Lomo-Film zu nutzen, hatte ich einen tollen Assistenten, Heikki Kaski. Er ist selbst ein unglaublicher Fotograf, der inzwischen nicht mehr assistiert, aber er kennt alle Filme in und auswendig, also war es auch mit dem Lomochrome Purple relativ einfach und geradlinig. Mein Tipp für die erste Nutzung? Zielen, abdrücken und die Daumen drücken.

Deine Portraits des Musikers Rodrigo Amarante gehören zu meinen Favoriten, mit ihrer unverhüllten Natur, die sehr repräsentativ für seine Klang ist. Wenn ich deine Arbeiten weiter betrachte, sehe ich manchmal einen ähnlichen Ansatz. Kreierst du diese Aufnahmen mit einer minimalistischen Denkweise, die auf dem Thema basiert, oder wendest du den gleichen fotografischen Stil bei jeder Person auf ihre Art an?

Lustig, dass du die Bilder von Rodrigo Amarante erwähnst, die gehören auch zu meinen Favoriten. Tu dir mal selbst den Gefallen und google nach “Pyhimys Pettymys” und schau mal, welches Bild da als erstes kommt. Möglich, dass es auch andere inspiriert hat. :) Nur für den Fall, dass du dich wunderst, ich war definitiv das Huhn, das dieses Ei zuerst gelegt hat. Wenn es darum geht, wie ich an ein Motiv herangehe, führe ich meist ein kurzes Gespräch mit meinem Model und fühle ihr auf den Zahn, letztendlich verfolge ich aber eine sehr minimalistische Denkweise.

Gibt es irgendwelche anderen Projekte, an denen du gerade arbeitest?

Im Moment arbeite ich an einer Kunstvideoinstallation namens ØDE, eine Zusammenarbeit mit dem Kreativdirektor Petecia Le Fawnhawk und dem Komponisten Robot Koch. Ich verfolge den Ansatz der bewegten Fotografie. Wie sich herausstellte, ist das Ganze ziemlich gut geworden, was ich bei aller Bescheidenheit zugeben muss. Abgesehen von meinen persönlichen Zielen, die ich verfolge, habe ich vor kurzem ein Projekt namens "Stump" angefangen; Ich hatte vor, Landschaften zu fotografieren und dabei mit einem bewegten Motiv Bewegungsunschärfe zu erzeugen. Während ich dabei war, ist mir aber mein Stativ kaputt gegangen, also musste ich umdenken. Schaut ruhig mal auf meiner Website vorbei, wo ich die ersten Bilder gerade hochgeladen habe. Ich benutzte abgelaufenen Mittelformatfilm unterschiedlicher Marken und habe nicht einmal Retusche gebraucht, weil die Farben auch so schon schön geworden sind.

Was sonst noch? Mal sehen, ich habe gerade das Cover für ein Album der Band "London Grammar" gemacht, das in den nächsten Tagen oder Wochen erscheinen sollte. Außerdem werde ich nächste Woche einen Workshop geben. Da habe ich ein bisschen Angst, weil ich sowas noch nie gemacht habe und nicht weiß, was da auf mich zu kommt.

Wo kann man deine Arbeiten sonst noch sehen?

Mit etwas Glück habe ich bald Ausstellungen in L.A. und Berlin, haltet ansonsten einfach mal die Augen offen :)


Findet noch mehr von Eliot auf Instagram und auf seiner Website.

geschrieben von blaskovichs am 2017-06-04 in #people
übersetzt von dopa

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