Der Stamm der Selk'nam und ihre Körperbemalungen

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Etwa 7.000 Jahre bewohnte der Stamm der Selk'nam die Tierra del Fuego, eine Inselgruppe im Süden von Argentinien und Chile. Sie waren Nomaden und lebten von der Jagd, dem Sammeln und vom Fischfang.

Was die Selk'nam einzigartig machte, war, dass sie keine Häuptlinge hatten, nur weise Männer, von denen man glaubte, sie hätten die spirituelle Macht über Menschen, Wetter und Ereignisse.

Das heiligste Ritual des Stammes war das 'Hain', auch bekannt als das "Erwachsenwerden". Die erwachsenen Männer des Stammes bemalten sich in rot, schwarz und weiß und trugen Kostüme aus Pelzen und Baumrinde, die furchterregend aussahen.

Eines der letzten _Hain_-Rituale wurde 1920 durchgeführt und von Martin Gusinde, einem Missionar aus Deutschland, dokumentiert. Er wurde nach Chile geschickt, um an der deutschen Schule in Santiago zu unterrichten. Irgendwann begann er mit Expeditionen zur Tierra del Fuego und fand dabei den steinzeitlichen Stamm.

Gusindes Fotos gelang es einen Teil des Vermächtnisses der Selk'nam, eines nun untergegangenen Stammes, zu bewahren. Denn bereits 1925 starben die letzten Stammmitglieder an einer Masernepidemie.


Alle Bilder in diesem Artikel sind Gemeingut.

2017-04-26 #culture

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