Duran Levinson: Afrika und Asien in der heutigen Zeit

2017-02-09 1

Wenn man nur einen einzigen Teil der Welt kennt und erlebt hat, erschafft man sich selbt eine Art Echokammer. Wir kennen bereits den urbanen Lifestyle in Amerika und Europa, doch wie sieht es mit anderen Orten aus? Der Kapstädter Fotograf Duran Levinson sucht diese Orte mit seinen augenöffnenden Serien "Purity Fixation" und "Indivisible" in Asien und Afika.

Komplett auf 35mm-Film aufgenommen, sind seine Bilder von einer so makellosen Qualität, das sie beinahe so wirken, als hätte er sie mit einer Digitalkamera gemacht.

© Duran Levinson

Obwohl der Großteil von Durans Arbeiten aus dem Mode- und Reise-Genre stammt, ist sein junges Œuvre dank seines Fernwehs sehr eklektisch. Seine Faszination für Asien hat ihn einige einzigartige Portraits von Asiaten machen lassen, die mit Vorurteilen das alltägliche urbane Leben betreffend brechen. Trotz vieler Traditionen und konservativer Spuren, sind die Länder Asiens bekannt für ihren modernen Lebensstil und um einiges kecker als erwartet.

Der Feminismus hat in den meisten asiatischen Ländern (wie auch in weiten Teilen der übrigen Welt) noch einen langen Weg vor sich, doch Durans Serie "Purity Fixation", eine Dokumentation junger tattoowierter Frauen aus Hong Kong, lässt das Gegenteil vermuten, denn die portraitierten Frauen zeigen Zuversicht, Leidenschaft und sind sogar ein wenig einschüchternd, wie sie den Betrachter ansehen.

© Duran Levinson

Die andere Hälfte von Durans Arbeit ist seine Reise-Fotografie. Er pendelt zwischen Ost-Asien und Südafrika, immer darum bemüht, fremde Kulturen außerhalb seiner Wohlfühlzone zu finden und zu erleben.

Seine Serie "Indivisible" ist eines seiner größeren Projekte: Eine Street-Dokumentation über die Menschen in Ruanda. Durans erster Besuch in Kigali (der Hauptstadt von Ruanda) war für kommerzielle Aufnahmen.

Doch die Realität in Ruanda, seine lange Geschichte der Instabilität und des Völkermords, die strahlenden, freundlichen Gesichter und ihre Lebensperspektive, spornten ihn dazu an, diese Realität festzuhalten, um sich immer daran zu erinnern. Die Beharrlichkeit der Leute in Ruanda gaben ihm Hoffnung. Inzwischen betrachtet Duran seine Serie als seine eigene Nacherzählung der besonderen Geschichte Ruandas.

© Duran Levinson

Die Gegensätzlichkeit von Durans Œuvre zeigt, dass seine Interessen nicht klar abgegrenzt sind. Er fängt alles ein, dessen Geschichte erzählt werden muss.


Achte auf unser kommendes Interview mit Duran! Besuche in der Zwischenzeit seine Website und seine Instagram-Seite für mehr seiner Arbeiten. Alle Bilder werden mit der freundlichen Genehmigung von Duran Levinson genutzt.

geschrieben von Ciel Hernandez am 2017-02-09 in #culture #people
übersetzt von dopa

Mehr interessante Artikel