Ines Rehberger über Sofortbildfotografie und die Lomo'Instant Wide

2016-06-16

Ines Rehberger macht melancholische Portraits, sie hält Einsamkeit und Sehnsucht, Fernweh und Heimweh in emotionalen Fotografien fest. Für uns nahm sie die Lomo’Instant Wide mit ans Meer um uns einen Einblick in ihre ganz eigene Sicht auf die Sofortbildfotografie zu schenken.

Als das Meetup in Planung war, wusste ich bereits, dass ich die Lomo’Instant Wide gerne dort testen würde. Welche Gelegenheit könnte sich besser anbieten, als eine kleine Gruppe verrückter Fotografen die gemeinsam ans Meer fahren?

Ich hatte mir vorgenommen, viele verschiedene Einstellungen und gewagte Kombinationen auszuprobieren, da die Kamera so viele Möglichkeiten bietet.
Da mich Sofortbildkameras immer an die 60er Jahre erinnern und ich den Look dieser Zeit sehr mag, wollte ich auch, dass die Fotos einen leichten Retro-Touch haben. Das funktionierte prima, sowohl mit als auch ohne Blitz. Mein Ziel war das ganze mit einem Hauch Melancholie zu verbinden und einzigartige Accessoires für die Portraits zu verwenden.

Besonders spannend war es mit der Kamera in der Dämmerung zu fotografieren und zu sehen, wie verschieden die Fotos mit und ohne Blitz aussehen. Letztendlich fand ich beide Ergebnisse auf ihre eigene Art und Weise interessant. Bei Dunkelheit merkt die Kamera automatisch wie lange sie Belichten muss, wenn der Blitz aus ist. Das hat erstmal zu einem verwackelten Bild geführt, hat dann aber später mit stabilen Händen gut funktioniert.

Am besten gefällt mir persönlich die Möglichkeit Mehrfachbelichtungen aufzunehmen und diese mit den Farbfolien für den Blitz und verschiedenen Einstellungen zu kombinieren. Zum Beispiel ein Portrait mit blauer Farbfolie vorm Blitz und dann das Meer ohne Blitz und so weiter. Es gibt gefühlt unendlich viele Arten kreativ zu werden. Zuerst hatte ich Probleme die Entfernungen abzuschätzen und mit der Brennweite anzugleichen und welche Belichtungseinstellungen ich für welches Tageslicht einstellen sollte. Aber nach ein paar Test-Schüssen war es recht einfach dies herauszufinden und in den späteren Schüssen korrekt einzustellen. Und selbst, wenn ein Foto mal zu hell oder zu dunkel war – irgendwie hat dann auch das seinen ganz eigenen Charme.

Die Idee den Selbstauslöser in den Objektivdeckel einzubauen fand ich von Anfang an genial, denn so hat man alles ganz kompakt bei sich und verliert auch nichts. Ab und an musste ich darauf achten, dass die direkte Verbindung zur Kamera auch wirklich nicht versperrt war (z.B. wenn man den Funkauslöser hinter den Rücken hält), aber durch leichte Änderung der Position stellte das dann auch kein Problem mehr da. Vor allem Gruppenbilder haben damit prima funktioniert.

Ab und an hätte ich mir gewünscht, die Kamera würde mir auf magische Weise Bescheid geben, wenn ich mal wieder vergessen hatte den Objektivdeckel abzunehmen. Aber alles in allem kann ich nur sagen, dass es ein riesen Spaß ist, mit der Lomo’Instant Wide zu fotografieren. Sie inspirierte mich dazu, aus meiner ‘Foto-Comfort-Zone’ zu gehen und einfach mal verrückte Ideen auszuprobieren. Zudem machen sich die fertigen Frames super in Erinnerungs-Alben, auf Geburtstags-Karten und an der Zimmer-Wand. Sie sind einfach ein absoluter Eyecatcher. Und erinnern einen für lange Zeit an diese schönen und unvergesslichen Momente.


Vielen Dank Ines! Folge ihrer Arbeit auf Instagram, Facebook and Flickr.

geschrieben von jennifer_pos am 2016-06-16 in #News #people #instant #showcase #instantshowcase

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