In Memoriam Peter Marlow

2016-02-29

Fotograf Peter Marlow starb im Alter von 63 Jahren. Diese traurige Nachricht bringt uns zurück zu seinem bemerkenswerten Portfolio, ein Beispiel tiefgründiger Einfachheit und Verständnis von Licht.

(1) Marlow, P., & Jack, I. (1993). Liverpool: Looking out to sea. London: Jonathan Cape. (2) Marlow, P. (2006). Concorde: The last summer. London: Thames & Hudson. (3) Marlow, P., Barnes, M., & Goodall, J. A. (2012). The English cathedral. London: Merrell.

Ein Foto ist teilweise Zufall. Etwas oder jemanden mit einer Kamera „einzufangen“ bedeutet, anzuerkennen, dass mache Sachen einfach feststehen. Der Fotograf muss auftauchen, um den Moment einzufangen und ihn auf seine eigene Art wiedergeben. Ein ausdrucksstarkes Bild ist also auch eine Angelegenheit der Präsenz. Der Fotograf ist nirgends im Bild, aber sein Blickwinkel ist Teil der Ausrichtung von Schatten und Licht. Die Arbeit von Peter Marlow hat diese Art von Beständigkeit. Es ist keine Vergangenheit, in die wir schauen, sondern die Gegenwart, die meisterhaft hergerichtet wurde. Keine Störungen von lautem Style, einfach nur die Tatsache, Licht und die einzigartige Reihenfolge normaler Sachen gesehen zu haben.

In Memoriam, schreibt Marlows Kollege Stuart Franklin „Sein Talent für Belichtung und die Anerkennung natürlichen Lichts waren Markenzeichen seiner Fotografie von seiner frühesten Arbeit in Liverpool und London bis zu seiner Arbeit bei The English Cathedral.“

Marlow begann als Pressefotograf für die Sygma Gruppe in den 70ern. Das gab ihm die Bezeichnung „Fotojournalist“, ein Titel, dem er sich später als Mitglied der Magnum Gruppe entgegensetzte. Laut Chris Boot wollte Marlow kreative Freiheit und einen Ausweg aus dem „Hund-frisst-Hund Wettbewerb zwischen Fotografen, die, um jeden Preis Ruhm wollen.“ Nach der Kriegsberichterstattung, begann er sich mit Projekten, in denen es um persönliche Anliegen ging, zu Umgeben. Einige seiner ersten Fotos, noch nicht als Fotojournalist, kann man im Buch Liverpool: Out to Sea finden. Später in seiner Karriere machte er Portraits von Tony Blair und anderen wichtigen Persönlichkeiten aus Sport und Film. Er fotografierte auch Flugzeuge für Concorde: The Last Summer und unglaubliche Architektur für The English Cathedral. Niemals in seiner weiteren Laufbahn verging sein Blickwinkel. Seine Intuition für Licht und Nähe war immer in Übung.

geschrieben von lomographymagazine am 2016-02-29 in #News

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