Ian Hobson: Lightpainting mit der Lomo'Instant Wide

2016-02-13

Der selbsternannte “Kamera-Quäler” und Lightpainter der Extraklasse Ian Hobson nahm die Lomo’instant Wide mit hinaus in die Dunkelheit und fing mit Hilfe des Pixelsticks und etwas Stahlwolle ein paar einprägsame Aufnahmen ein.

Fotos von Ian Hobson

Bitte stelle dich kurz vor.

Ich bin ein in Tyneside lebender Kamera-Quäler und ehemaliger Neuropharmakologie-Hochschulabsolvent, der bereits mit dem Lichter-Schwenken vor Kameras begonnen hat als die ganze Fotografie noch analog war. b

Dein erster Eindruck von der Lomo’Instant

Sie ist größer als die andere Lomo’Instant Kamera. Trotzdem ist sie wesentlich leichter als herkömmliche DSLRs, die man erst gebrauchen kann, wenn man einen Seesack voller LEDs auf Stäben mit sich herumschleppt und ein großes Stativ, um Verwacklungen zu minimieren während der langen Belichtungszeiten. Entscheidend für mich ist, dass sie einen Bulb-Modus kat und somit komplexe Lightpaintings ermöglicht.

Fotos von Ian Hobson

Fotografieren mit der Lomo’Instant

Das hat sich ausgezeichnet verhalten. Das Zusammenspiel des Wide Angle Objektivs und dem Sucher-Aufsatz war ein echter Pluspunkt beim Aufnehmen dieser langen Bulb-Modus Bilder. Eine kleinere Brennweite ist sinnvoll, um mehr Licht hineinzulassen und einen starken Kontrast vor dem Hintergrund zu erzeugen. Ich fand den Fernauslöser super und auch wenn er nicht auf das Wide Angle Objektiv passt kommt er dir sehr sinnvoll vor, solange du weißt in welche Tasche du ihn gesteckt hast und dass er nicht weit entfernt ist. Diese Funktion kann für das Lightpainting sehr praktisch sein, weil sie dir erlaubt den Auslöser zu drücken und zu schließen während die Lichter am leuchten sind und du nicht erst wieder den Knopf an deiner Lichtquelle suchen musst.

Fotos von Ian Hobson

Über die Fotos

Für den ersten Film entschied ich mich nachts an den Strand zu gehen. Dort ist kaum Licht, das die beabsichtigten Lichtstreifen der LEDs verfälschen könnte. Gleichzeitig erlaubt dir der nasse Sand bei Ebbe ein paar schicke Reflexionen deiner Lichter. Darüber hinaus gibt es genug Platz, um den Pixelstick zu schwingen, ohne dabei Angst haben zu müssen ihn irgendwo anzuschlagen. Sinnvoll ist es einen Campingstuhl oder etwas ähnliches mitzunehmen um den Pixelstick abzulegen ohne ihn mit dem nassen Sand in Berührung zu bringen. Salzwasser ist nicht gerade das idealste Pflegemittel für noble Elektronik. Der Strand ist außerdem ein guter Ort um brennende Stahlwolle zu schleudern und es tut ihm auch nicht weh, wenn er ein paar Funken abbekommt.

Für den zweiten Film von 10 Bildern wählte ich ein paar Brücken in Tyneside, weil sie einiges an Umgebungslicht abfangen. Hier experimentierte ich auch mit der Instax Wide, die ich an einem maßgeschneiderten Kamera-Rotations-Gerät befestigte. Dafür nutzte ich entfernte Straßenlichter als Lichtquelle während ich große dunkel Schatten nutzte, um das Bild vor dem Ausbleichen zu bewahren.

Fotos von Ian Hobson

Lomo’Instant Wide Fotografie-Tipps

Es lohnt sich wirklich mit dem Mehrfachbelichtungs-Modus herumzuexperimentieren und ihn mit dem Bulb-Modus zu kombinieren. Diese Kombination erlaubt es dir ein Lightpainting auf einen anderen Hintergrund zu projizieren. Auch ohne das Kamera-Rotations-Gerät kannst du mit Bulb- und MX-Modus sowie einem Stativ deine Kamera neigen und so Lichtpfade mit Lichtquellen wie Straßenlaternen zaubern. Entscheidend ist dabei, wie bei jeder Instant Kamera, dass du etwas mit nimmst, das deine Bilder schützt, sobald sie herauskommen. In der Dunkelheit kann es leicht passieren, dass sie beschädigt werden und ein CD-Etui beispielsweise bewahrt sie vor Daumenabdrücken, Kratzern oder Staub.

geschrieben von Lomography London am 2016-02-13 in #people #lomoamigo
übersetzt von annelena1108

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