Tipps und Tricks für die neue Belair X 6-12

Ich hatte das Privileg, die neue Belair schon in meinen Händen zu halten und meine ersten Lomographien damit machen zu können.

Die Belair ist eine liebenswerte Kamera, die man leicht auf einen Spaziergang mitnehmen kann und die professionelle Ergebnisse liefert, obwohl sie sehr einfach zu benutzen ist.

Zum Anfang möchte ich gerne sagen, dass der interessanteste Aspekt in der Arbeit mit der Kamera der ist, dass man damit im Panoramaformat fotografieren kann. Wenn dazu noch eine 58mm Weitwinkellinse kommt, wird das Fotografieren zum reinsten Vergnügen!

Die Kamera ist so aufgebaut, dass man tolle Fotos mit minimalem Aufwand oder technischen Kenntnissen hinbekommt. Ein weiterer Vorteil der Belair ist ihr interessanter Belichtungsmesser, der von ihrer entfernten Verwandten, der “Lomo LC-A”: http://shop.lomography.com/cameras/lc-a-cameras inspiriert ist. Daher muss man sich nur für eine Blende entscheiden, je nachdem wie viel Tiefenschärfe man braucht. Ich empfehle die Benutzung von Blende f/16, da man dadurch mehr Tiefenschärfe und schärfere Fotos erhält, wenn man z.B. ein Portrait von einer oder zwei Personen macht, die 2m von der Kamera weg sind. Wenn man eine Szene festhalten will, ist Blende f/8 besser, da die Verschlusszeiten dadurch kürzer werden. Diese werden von der Kamera passend zu den beiden Blenden berechnet.

Ich empfehle euch, bei jedem Foto einen bestimmten Arbeitsablauf einzuhalten.

1. Passende Blende einstellen
2. Zonenfokus einstellen (es gibt 4 verschiedene Werte).
3. Sicherstellen, daß du den passenden Sucher zum benutzten Objektiv montiert hast.
4.Prüfen, ob der eingestellte ISO-Wert zum Film passt.
5. Kamera öffnen und Balgen ganz ausfahren.
6. Bevor ein Film eingelegt wird, prüfen, ob die beiden Batterien eingelegt sind, sonst funktioniert der Verschluss nicht richtig
7. Wenn du keine Batterien hast oder diese leer sind, auch kein Problem: Die Belair funktioniert ohne Batterien immer mit 1/125 Sekunden Verschlussgeschwindigkeit. An einem sonnigen Tag kann man daher immer noch gute Bilder machen.
8. Wähle das Format aus den 3 Möglichkeiten aus. Lies die Bedienungsanleitung, um die korrekten Einstellungen für jedes Format zu finden.

So einfach ist das. Jetzt muss man nur noch den passenden Bildausschnitt wählen und die Belair festhalten. Dazu muss ich sagen, dass die Belair sehr leicht ist. Der Auslöser ist vorne an der Objektivplatte, daher braucht man im Normalfall beide Hände. Halt die Kamera fest und drück die Ellenbogen gegen deine Seiten, so wirkt dein Körper wie ein Stativ und deine Bilder werden scharf und verwackeln nicht.

Ich empfehle auch, sich beim Blick durch den Sucher auf die Mitte zu konzentrieren. Schau nicht so viel zu den Seiten – was du siehst, wirst du aufs Foto drauf kriegen. Da die Belair keine typische SLR-Kamera ist, muss man im Nahbereich ein bisschen höher zielen, um den Parallaxefehler auszugleichen.

Bei wenig Licht muss man daran denken, immer auf den zweiten Klick des Verschlusses zu warten, bevor man den Auslöser loslässt. Sonst werden die Bilder unterbelichtet. In solchen Lichtsituationen ist eine sorgfältige Arbeitsweise und auch ein Stativ wichtig, um 100% scharfe Bilder zu bekommen.

Wenn ein Blitz auf dem Blitzschuh steckt, wird dieser automatisch beim Auslösen des Verschlusses blitzen. Wenn die Lichtverhältnisse dunkel sind, halte den Auslöser bis zum zweiten Klick fest. Wenn du den Modus “B” gewählt hast, entscheidest du, wie lange der Verschluss offen bleibt.

In diesen Fällen ist es ohne die Benutzung eines Stativs so gut wie sicher, dass die Fotos verwackelt werden. Wie bei fast allen Lomography-Kameras kannst du mit der Belair auch doppelte (und noch mehr) Belichtungen machen. Einer ihrer großen Vorteile, meiner Meinung nach. Ich trage übrigens eine kleine LED-Taschenlampe mit mir herum, damit ich die Filmnummer durch das rote Fenster gut erkennen kann, das ist nämlich etwas dunkel und in trübem Licht nicht immer einfach zu sehen.

Das Auswechseln der Objektive ist sehr einfach, das kriegst du hin. Wenn die Kamera nicht benutzt wird, sollte man den Sucher aufnehmen, damit er nicht beschädigt wird. Das mache ich immer als Vorsichtsmaßnahme.

Den Belichtungsmesser können wir übrigens austricksen, indem wir ihn während des Fotos mit dem Finger zuhalten. Dadurch können wir die Belichtung verlängern, besonders interessant bei wenig Licht oder im Gegenlicht.

Du siehst, die Kamera ist wirklich einfach zu benutzen. Das Wichtigste ist, sie ordentlich fest zu halten, weil sie so leicht ist. Achte auch auf die richtige Entfernungseinstellung, dann werden deine Bilder super scharf. Die Objektive sind großartig, und wenn du dich an meine Tipps hältst, wirst du ein glücklicher Lomograph sein mit deiner neuen Belair.

Viel Spaß damit und vergiss nicht, sie in deinen besten Momenten bei dir zu haben!

Wenn du Fragen hast, schreib mir gern an pasquale@lomography.es

Viel Spaß und Glück mit deiner neuen Belair X 6 -12!

Pasquale Caprile.

geschrieben von pasqualecaprile am 2012-12-05 in #Reviews #belair #square #6x6 #satomi #6x12 #color-negatives #analog #120-films #black-and-white #farbnegativ #analogue-photography #analogue-cameras #mittelformat
übersetzt von marcel2cv

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