Diana+

2009-07-02

Als ich sie das erste Mal betrachtete, war ich skeptisch. Dieses leichtgewichtige Stück Plastik kann Fotos machen? Aber okay, ich probierte es aus und versagte bei den ersten Filmen kläglich. Trotzdem kamen wir zwei dann irgendwie zusammen und die Bilder wurden besser und besser.

Ich muss erwähnen, dass ich meine Diana+ beim Lomo Word Congress Edition 2007 bekam. Sie war Teil des Congress-Packages – also quasi gratis. Man kann dieses leichte Stück Plastik-Liebe aber auch für weniger als $50 im Lomography Online Shop kaufen.

Ich benutze nur zwei der vier möglichen Einstellungen: Entweder die Pinhole-Funktion oder die Einstellung für „dunkle Wolken“. Es gibt aber noch zwei weitere: Eine Einstellung für helles Sonnenlicht und eine für leichte Bewölkung. Als weitere Besonderheit der Diana+ lässt sich zwischen zwei Belichtungs-Modi wählen. Ein normaler Modus (ca. 1/60 sec) und ein „Bulb“-Modus. Für Langzeitbelichtungen (z.B. bei Pinhole-Aufnahmen), gibt es ein kleines Plastikteil, das man neben den Auslöser stecken kann, um den Verschluss geöffnet zu halten.

Hervorzuheben an der Diana+ ist ihr Hinterteil (ist sie vielleicht die J.Lo unter den Kameras???). Man kann verschiedene Rahmen in die Kamera einlegen. Einen gewöhnlichen 6 × 6 cm-Rahmen für zwölf quadratische Aufnahmen, einen kleineren Rahmen (4,2 × 4,2 cm) für 16 quadratische Bilder oder einen Panorama-Rahmen, der es ermöglicht endlose Panaroma-Ansichten aufzunehmen. Ich liebe es, 16 quadratische Bilder zu machen (vier Bilder mehr als bei der Holga). Außerdem bietet das neue Diana 35mm-Rückteil vier weitere Rahmen: für reguläre 35mm-Bilder, Panorama-Aufnahmen, Panorama-Aufnahmen mit Perforationslöchern und quadratische Bilder mit Perforationslöchern. Fantastisch! Man muss nicht mehr zählen (wie bei der Holga) und der Film lässt sich ganz einfach zurückspulen.

Oh… Und ich muss noch ihre Vorderseite erwähnen. Man kann ihre reguläre Linse abschrauben, um Pinhole-Aufnahmen ohne Linse zu machen (sie kann allerdings auch auf der Kamera bleiben), aber es gibt – dank Lomography – auch mehrere neue Linsen für die Diana+: Eine 20mm Fisheye-Linse, eine 35mm Super-Weitwinkel-Linse, eine 55mm Weitwinkel-Linse und eine Linse für Nahaufnahmen. Diana hat auch noch eine leuchtende Schwester, die Diana F+, die mit einem Blitz aufwartet (und außerdem mit farbigen Gel-Filtern).

Ich bin mir sicher, dass es in naher Zukunft noch mehr großartige Diana-Produkte geben wird. Wenn Du nach einer leichten Kamera suchst, die einfach zu bedienen ist und sowohl mit 120mm als auch mit 35mm Film läuft, brauchst Du eine Diana!!!

geschrieben von somapic am 2009-07-02 in #gear #review #diana

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